Yvonne Rath, geb. Leenen
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Yvonne Rath, geb. Leenen
WWU Münster
Institut für Didaktik der Chemie
Raum Fl 224
Fliednerstr. 21
D-48149 Münster
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  • Promotionsprojekt

    Professionalisierung durch den Einsatz von Videovignette und die Arbeit im Lehr-Lern-Labor

    Der Einsatz von Videos spielt im oben beschriebenen Seminar eine untergeordnete Rolle. Aus der Erfahrung mit den Studierenden wird aber deutlich, dass großes Interesse besteht sich intensiver mit dem Medium auseinanderzusetzen. Unterrichtsvignetten (kurze Unterrichtsszenen in videografierter Form) bieten die Möglichkeit, authentische Lernsituationen im Rahmen der Lehrersausbildung zu schaffen und sowohl das eigene als auch fremdes Unterrichtshandeln zu reflektieren. Allerdings liegen bislang kaum geeignete Vignetten vor, die auf den Bereich ‚Schülervorstellungen im Chemieunterricht’ fokussieren.

     Im ersten Teil des Projektes wurden daher Videovignetten generiert, anhand derer sich wesentliche Elemente in Bezug auf die Diagnose und den Umgang mit Schülervorstellungen im Chemieunterricht reflektieren lassen. Als theoretische Grundlage und Orientierung für die Entwicklung der Videovignetten dient das im Vorgängerprojekt entwickelte Kompetenzmodell. Darauf aufbauend wurde ein Kriterienkatalog zur Erstellung der Vignetten entwickelt. 

    Im zweiten Teil des Projektes werden die entwickelten Vignetten im Rahmen eines chemiedidaktischen Seminars eingesetzt, um Studierende über die Reflexion der darin sichtbaren Handlungen und Lehrer-Schüler-Interaktionen an einen professionellen Umgang mit Schülervorstellungen heranzuführen.

    Der dritte Teil erfolgt analog zum vorherigen Seminar im C(LE)2VER Lehr-Lern-Labor in welchem die konzipierten Einheiten von den Studierenden erprobt und videografiert werden.

    Durch die intensive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Videos, kristallisierte sich bei den Studierenden ein weiterer Schwerpunkt heraus: Situationen, die als problematisch empfunden wurden. Anhand der entstandenen Videos sollen solche typische Stolpersteine für angehende Lehrkräfte im Kontext Schülervorstellungen identifiziert und als neuer Inhalt im Seminar integriert werden. Dies ermöglicht den Studierenden ein Handlungsrepertoire für mögliche Stolperstein-Situationen aufzubauen.

    Förderung: Qualitätsoffensive Lehrerbildung