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© Sör Alex / Photocase.com

Innovationsmanagement

Auf dieser Seite finden Sie exemplarisch einige ausgewählte Projekte unserer Forschung im Innovationsmanagement.

Früherkennung konvergierender Industrien

Traditionell wird Industriekonvergenz beschrieben als das Verschwimmen von Industriesektor-Grenzen, wobei vor allem das Zusammenwachsen der Branchen Telekommunikation, Informationstechnologie und Elektronik zu verstehen ist. In jüngerer Zeit stellen besonders die chemie-nahen Industrien (v. a. Chemie, Biotechnologie, Pharma) einen geeigneten Untersuchungsgegenstand dar. In diesen Segmenten zeigen sich deutliche Tendenzen zur Konvergenz, bspw. im Bereich funktioneller Lebensmittel. Da eine solche Industriekonvergenz nicht nur neue Märkte eröffnet, sondern auch neue Herausforderungen stellt, kommt einer frühzeitigen Identifizierung eines solchen Trends eine hohe strategische Bedeutung zu. Ein zentraler Schwerpunkt der Forschung liegt auf der Entwicklung eines „Frühwarnsystems“ für Industriekonvergenzen, basierend auf der Analyse von Patent- und Publikationsdaten.

Wissenstransfer in F&E-Kooperationen

Das Umfeld naturwissenschaftlicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte ist geprägt von einer hohen Komplexität und zunehmender Fragmentierung des Wissens. Ein Schwerpunkt befasst sich mit dem Wissenstransfer als zentralen Erfolgsfaktor für Forschungskooperationen. In einer großzahligen Erhebung konnten dabei mehr als 600 akademische Forscherinnen und Forscher aus der Chemie und Biologie zu ihren Kooperationsaktivitäten befragt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung liefern neue Erkenntnisse zum Wissenstransfer zwischen F&E-Partnern und liefern Implikationen für Wissenschaft und Praxis gleichermaßen.

Open Innovation in der Forschung

Seit einigen Jahren ist der Begriff Open Innovation und das dahinter stehende Paradigma sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft ein hochinteressantes Thema. Durch Öffnung der Unternehmensgrenzen soll der Innovationsstau, insbesondere in forschungsintensiven Industrien, beseitigt werden. Ein Schwerpunkt beschäftigt sich mit einem weniger im Fokus stehenden Aspekt: den non-profit Forschungsinstitutionen. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Verhalten der einzelnen Forscherinnen und Forscher.

Beschaffungsinduzierte Innovationen

Untersuchungen im Bereich des Innovationsmanagements haben gezeigt, dass offene Netzwerke mit externen Akteuren Erfolgsfaktoren für Innovationen darstellen können. Diese Ansätze fokussieren sich dabei oft auf die Kundinnen oder Kunden als mögliche Quelle für Innovationen. Insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verlagerung von Wertschöpfungsbeiträgen auf die Lieferanten und einer verstärkten Suche nach neuen Rohstoffsubstituten aufgrund von steigenden Rohstoff- und Energiekosten sind neben den Kundinnen und Kunden auch Lieferanten als Innovationsinitiatoren zu betrachten. Ein Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Identifikation innovativer Lieferanten sowie mit der Problematik zur Schaffung von Anreizen, die es ermöglichen eine enge Beziehung zu diesen Lieferanten aufzubauen.

Strukturierte Innovationteams als Erfolgsdeterminanten für innovative Unternehmen

Das Management des Front Ends des Innovationsprozesses, die Zeitspanne von der Entdeckung einer Marktchance bis hin zum fertigen Ideenkonzept, stellt für den Innovationsmanager eine besondere Herausforderung dar. Gerade diese frühe Phase liefert großes Potential zur Verbesserung des gesamten Innovationsprozesses. Ein Forschungsprojekt befasst sich mit der Struktur im Front End, als zentralem Einflussfaktor auf die Innovativität des gesamten Prozesses. In einer detaillierten Erhebung konnten dabei mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines innovativen Unternehmens zu ihrer Arbeit im Front End des Innovationsprozesses befragt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung liefern, sowohl für Theorie als auch für die Praxis, neue Erkenntnisse zum Einfluss der Struktur des Front Ends auf die Innovativität des gesamten Prozesses.

Innovationskulturenanalyse für ein Unternehmen der FMCG-Industrie

Forscherinnen und Forscher auf der einen Seite, aber auch Praktikerinnen und Praktiker auf der anderen Seite, stimmen überein: die Organisationskultur eines Unternehmens nimmt starken Einfluss auf das Innovationsverhalten eines Unternehmens. In diesem Zusammenhang spielt die Innovationskultur, als Teil der Organisationskultur, eine besonders wichtige Rolle. Im vorgestellten Praxisprojekt wurde die Innovationskultur einer Business Unit detailliert untersucht und in einer Langzeitstudie analysiert. So konnten Stärken und Schwächen des Status quo ausgemacht und diese im Zeitablauf beobachtet und beeinflusst werden.

Pre-Merger Analyse von Innovationskulturen für ein Unternehmen der chemischen Industrie

In der Analyse der sehr hohen Misserfolgsquote von Post Merger Integrationen, wird immer wieder die Diskussion um den Einfluss verschiedener Kulturen der verschmelzenden Unternehmen laut. In diesem Zusammenhang scheint es ebenso von Interesse, ob die Innovationskulturen der fusionierenden Unternehmen zusammen passen, oder wie sie angeglichen werden können. Im vorgestellten Praxisprojekt wurden die Innovationskulturen fusionierender Business Unit ex ante detailliert untersucht, um Unterschiede aufzuzeigen, die auf den Fusionserfolg Einfluss nehmen könnten.

Marktanalyse für ein Neuprodukt in der FMCG Industrie

Internationalisierung, schneller technologischer Fortschritt und zunehmend gesättigte Märkte führen zu einem hohen Konkurrenzdruck mit immer schärferem Wettbewerb. In diesem Zusammenhang sind innovative Produkte noch lange keine Erfolgsgaranten. Die gründliche Analyse potentieller Märkte ist daher unbedingt notwendig. Das hier beschriebene Projekt beinhaltet eine solche Marktanalyse eines für das Unternehmen vollkommenen fremden Marktes.

Evaluierung biotechnologischer Produktionsplattformen für ein Großunternehmen der chemischen Industrie

Eine Vielzahl chemischer Produkte kann bereits heute durch biotechnologische Verfahren ressourcenschonender und effizienter hergestellt werden. Unternehmen der chemischen Industrie stehen damit vor der Herausforderung, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt neue Technologien zu erkennen und zu nutzen. In diesem Projekt erfolgte für ein Großunternehmen der Branche eine strukturierte Identifikation und Evaluation von über zehn potentiellen alternativen Produktionsprozessen. Mit Hilfe eines multidimensionalen Scoring-Modells konnte ein systematischer Vergleich der Alternativen erreicht und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.