Photoakustische Molekulare Bildgebung bei der rheumatoiden Arthritis

Fokale Darstellung des Entzündungsmarkers S100A9 in der Arthritis ist mit optischen Methoden bereits möglich (oben), aber auf oberflächennahe Strukturen limitiert. Photoakustik erlaubt eine bessere tiefe und räumliche Darstellung des entzündeten Areals (unten, rot: Hyperperfusion), die mit neuen spezifischen PA-Tracer weiter verbessert werden soll.
© Thomas Vogl, Sven Hermann, Mitchell Duffy, Mahesh Kondapuram

Projektleitung: Thomas Vogl, Sven Hermann
Projektlaufzeit: 07/2015 - 10/2017
Projektkennziffer: FF-2015-12

Rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkserkrankung. Der schubartige Verlauf der Entzündungsaktivität erschwert die individuelle medikamentöse Therapie von Patienten. Im entzündeten Gewebe aktivierte Makrophagen sondern große Mengen des Proteins S100A8/S100A9 ab und verstärken damit die Entzündung. In vorangegangenen Projekten konnten wir zeigen, daß mithilfe der optischen Fluoreszenzbildgebung von S100A9 die Entzündungsaktivität in vivo lokal dargestellt werden kann. In diesem Projekt versuchen wir, die methodisch bedingte Beschränkung dieses Verfahrens auf die oberflächlichen Millimeter aufzuheben. Hierfür verwenden wir eine auf Ultraschall basierende, neue Technologie: Photoakustik. Die Kombination der S100A9-Photoakustik mit der Ultraschallbildgebung zur Darstellung der Gewebezerstörung im Gelenk erscheint ideal für das Monitoring der Entzündungsaktivität bei der Rheumatoiden Arthritis.