Molekulare Kontrollmechanismen der Migration von dendritischen Zellen in der ZNS Autoimmunität

EGFP-positive dendritische Zellen (grün) akkumulieren im Gehirn von Reportermäusen für das Chemokin CCL17 nach Induktion von ZNS Autoimmunität.
© Judith Alferink, Martin Bähler

Projektleitung: Judith Alferink, Martin Bähler
Projektlaufzeit: 07/2014 - 06/2016
Projektkennziffer: FF-2014-01

Die Einwanderung von myeloiden Zellen in das zentrale Nervensystem (ZNS), ihr Migrationsverhalten und ihre Funktionalität vor Ort spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Neuroinflammation. Diese Prozesse werden von Chemokinen und ihren korrespondierenden Rezeptoren reguliert. Die funktionelle Rolle dendritischer Zellen, einer hoch-spezialisierten Subpopulation von myeloiden Zellen, ihr Migrationsmuster innerhalb des ZNS und die Rolle der Chemokine bei diesen Prozessen sind nicht hinreichend geklärt. Unsere vorherigen Studien zeigten, dass dendritische Zellen (DZ), die den Chemokinrezeptor 4 (CCR4) ausprägen, die zellulären Mediatoren der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis sind. In diesem Projekt sollen die zellulären und molekularen Mechanismen der Chemokin-abhängigen Migration von DZ identifiziert und ihr Wanderungsverhalten und zelluläres Interaktionsmuster unter pathophysiologischen Bedingungen in vivo visualisiert werden. Wir werden Chemokin-abhängige intrazelluläre Signalwege, die Ausbildung und Dynamik von DZ-T Zellkontakten mit Hilfe der Lebendzellmikroskopie untersuchen. Diese Studien sollen zu einem besseren Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen des Migrationsmusters von DZ in der Neuroinflammation beitragen. Die gezielte Beeinflussung des Wanderungsverhaltens von DZ könnte als zukünftige Interventionsmaßnahme bei entzündlichen ZNS Erkrankungen dienen.