Entwicklung neuartiger, MOBSAM-basierter, spezifischer Inhibitoren von MMP-2/9 für die molekulare Bildgebung und zur Untersuchung ihrer Wirksamkeit bei entzündlichen Erkrankungen in vivo

Fluorescence reflectance Imaging (FRI) zeigt die Anreicherung einer Cy5-markierten MMP Probe in einem Gehirnschnitt einer EAE-Maus; die Immun-Fluoreszenz-Färbung des gleichen Gehirnschnittes für CD45+ Leukozyten zeigt die Lokalisation der Leukozyten an Stellen der Probenanreicherung (Pfeile). Das rechte Bild zeigt die Hochauflösung des gekennzeichneten Gebietes. Maßstab: 200 μm.
© Lydia Sorokin, Günter Haufe

Projektleitung: Lydia Sorokin, Günter Haufe
Projektlaufzeit: 07/2013 - 06/2015
Projektkennziffer: FF-2013-28

Mittels einer neuartigen Strategie werden im Projekt Gelatinase-spezifische (MMP-2 und PPM-9) Proben entwickelt, die einerseits als Inhibitoren und andererseits als Reporter-Moleküle eingesetzt werden können. Im Gegensatz zu bisher existierenden Inhibitoren, die am Zink-Ion des aktiven Zentrums binden, adressieren wir die Substrat-bindende Domäne der Enzyme, wobei MOBSAM als Leitstruktur dient. Die in-vivo-Spezifität wird mittels eines Maus-Modells für die experimentelle Autoimmun-Encephalomyelitis (EAE) getestet, für das in vorangegangenen Untersuchungen genaue Stadien und Regionen der Gelatinase-Aktivität sowie deren Schlüsselrolle bei der Auslösung der Erkrankung erkannt wurden. Die Kombination der Expertise der Forschungsgruppe Sorokin zur EAE und zu MMPs mit der der Forschungsgruppe Haufe zur Entwicklung spezieller Testmoleküle bietet eine einzigartige Möglichkeit zu untersuchen, ob der spezifische Nachweis von aktivierten MMPs bei Entzündungen im Gehirn möglich ist und ob die Visualisierung aktivierter MMPs ein Äquivalent für klinische Parameter ist.

AudiopodcastEntzündung im Gehirn: Neue bildgebende Perspektiven auf Multiple Sklerose