Google+

gastbeitragWas ist Google+?

Ein Gastbeitrag von Philipp Alber, Oskar Kärcher und Susanne Schröder-Bergen, Studenten an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der Beitrag ist Teil einer Serie von Blog-Beiträgen, die im Rahmen eines Career-Service-Seminars zum Thema Online-Reputation entstanden sind.

Bei Google+ handelt es sich um ein soziales Netzwerk von Google, das seit März 2011 online ist. In der Kategorie „Soziale Netzwerke“ gilt Google+ als das zweitgrößte Netzwerk weltweit und zudem als direkter Konkurrent zu Facebook. Google+ kann von Privatpersonen, Vereinen, Firmen, Unternehmen, Künstlern oder Institutionen als Plattform genutzt werden und ist über ein simples Google-Konto verfügbar.

Die Nutzungsmöglichkeiten von Google+ sind denen von Facebook ähnlich (Bildupload, Chats, Gruppenbildung, 1+ “ synonym zum Like-Button, etc. …),  allgemein liegt die Hand­habung und Bedienung aber näher bei Twitter.

Was ist das Besondere an Google+ im Vergleich zu anderen Social Networks?

Google+ erweitert viele Google-Produkte und greift nicht, wie andere soziale Netz­werke, nur auf eine Basis-Website zu. Dieses Merkmal hat Google+ (laut Google selber) der Konkurrenz voraus.

Zudem sind die sogenannten „Circles“ eine Neuerung. Hier lassen sich alle Kontakt­per­sonen in verschiedene und spezifische Kategorien aufteilen. So erfahren nur aus­gewählte Gruppen von den für sie vorgesehenen Inhalten, ohne dabei von ihrer Einteilung in bestimmte Gruppierungen zu erfahren.

Privatsphäre

Wie auch bei anderen Social Networks und Accounts auf diversen Internetseiten, kann man bei Google+ die Privatsphäre durch  Einstellungen des Profils schützen. Die Option, das eigene Profil aus Sicht der Öffentlichkeit zu begutachten, ermöglicht eine feinere Abstimmung dessen, was der Nutzer von sich Preis geben oder “geheim“ halten will. Es ist außerdem möglich, sogenannte Kreise bzw. Reichweiten anzupassen, d.h. der Nutzer entscheidet selber, ob das gesamte soziale Netzwerk sein Profil inklusive Fotos und Daten einsehen kann oder nur der engere Kreis der Freunde. Freiheiten gibt es demnach genug, um sich selbst mehr oder weniger anonym im Netzwerk Google+ zu bewegen.

Berufliche Orientierung

Google+ ermöglicht Firmen einen Account anzulegen und gibt den Nutzern damit die Möglichkeit nach interessanten Jobangeboten zu recherchieren. Je nachdem, ob man die Standortbestimmung zugelassen hat, kann man durch Google+ gegebenenfalls Firmen mit denselben Interessen in der näheren Umgebung oder in einer Wunschumgebung anzeigen lassen. Durch Angaben von Jobangeboten können sich die Nutzer im Voraus ein erstes Gesamtbild machen, zumal auch der Charakter der Firmen über das genutzte Profil zum Vorschein kommen kann. Da man mit einem Google+ Profil Zugriff auf verschiedene Netzwerke wie beispielsweise Youtube hat, steht einer Sammlung von notwendigen Informationen nichts im Wege.

Chancen und Risiken für den Berufseinstieg

Prinzipiell ergeben sich dieselben Chancen und Risiken für den Berufseinstieg durch Google+ wie bei vergleichbaren Sozialen Netzwerken.
Durch eine positive Gestaltung des Google+ Profils kann man potenzielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen. Achtet man dagegen nicht auf seine Meinungsäußerungen, kann es schnell vorkommen, dass Arbeitgeber einen schon am Anfang der Bewerbungsphase, also noch vor der Einladung zum Bewerbungsgespräch, wegen zum Beispiel unangemessenen Fotos oder negativen Kommentaren gegenüber früheren Vorgesetzten aussortieren. Besonders für Berufseinsteiger gilt deswegen besondere Vorsicht.

Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass einmalig eingegebene Daten im Netz schwer bis gar nicht wieder zu entfernen sind, sodass ein einmaliger Fehltritt auch nach Jahren noch negative Auswirkungen auf die Berufslaufbahn haben könnte. Des Weiteren heißen es Firmen häufig nicht gut, wenn Privates und Berufliches vermischt werden. Dies geschieht aber recht häufig in Social Media, wie auch Google+.

Dadurch das Google+ erst seit 2011 existiert, rangiert es als Soziales Netzwerk, das von Unternehmen zur Kandidatensuche verwendet wird, weit hinter Xing, Facebook und Twitter. Aber durch zunehmende Popularität von Social Media Recruitment, ist anzunehmen, dass sich in Zukunft auch mehr Unternehmen auf Google+ zur Kandidatensuche stützen werden, zumal Google+ es Firmen ermöglicht eigene Unternehmensseiten zu erstellen.
Google+ bleibt in jeder Hinsicht ein spannendes, aber auch machtvolles Werkzeug zur Selbstdarstellung, das mitunter den Berufseinstieg vereinfachen, aber auch verkomplizieren kann.

 

Quellen:

Disclaimer: Der Beitrag gibt die Meinung der Gastautoren und nicht die Meinung des Career Service wieder.