Facebook Graph Search

Ein Gastbeitrag von Pia Vollmer und Jennifer Müller, Studenten an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der Beitrag ist Teil einer Serie von Blog-Beiträgen, die im Rahmen eines Career-Service-Seminars zum Thema Online-Reputation entstanden sind.

Unter Facebook Graph Search wird eine neue soziale Suchmaschine verstanden, die ohne umständliches Klicken durch zahlreiche Links Ergebnisse liefert. Durch diese neue Facebook-Anwendung lassen sich Informationen und Verbindungen, die im sozialen Netzwerk veröffentlicht wurden, schnell aufspüren und bündeln. Bisher ist Graph Search nur in den USA verfügbar, da es sich noch in der Testphase befindet. Wer Interesse hat, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.

So kann eine Suche bei Graph Search aussehen. Quelle: Facebook

Funktionen von Graph Search

Wenn Graph Search komplett ausgebaut ist, kann man damit auf sämtliche Inhaltstypen innerhalb von Facebook direkt und übersichtlich zugreifen. Es können also Orte, Fotos, Personen, Seiten, Gruppen, Beiträge, Freundschaften und Interessen von Facebook-Freunden, aber auch öffentliche Angaben von Fremden gefunden werden. Graph Search ist im Gegensatz zu der jetzigen Facebook-Suche eine semantische Suchmaschine, sie versteht komplette Sätze und kann konditionale Verbindungen interpretieren. Somit ist eine, im Gegensatz zu der Google-Suche, individuelle Suche beispielsweise nach Freunden in Münster oder fussballspielenden Single-Männern möglich. In der momentanen Testphase ist jedoch ’nur‘ eine Suche nach Personen, Fotos, Orten und Interesse möglich. Nach und nach werden die anderen Suchoptionen zugeschaltet.

Diese Video zeigt ein Beispiel zur Benutzung und Funktion von Facebook Graph Search:

Privatsphäre

Durch die Einstellungen in der Privatsphäre kann bestimmt werden, was von anderen über sich bei Graph Search gefunden werden kann. So können Freunde Informationen über Freunde, die spezielle Angaben wie Fotos oder Interessen auf Facebook mit ihnen teilen, finden. Der für die Öffentlichkeit auffindbare Teil der persönlichen Angaben des eigenen Facebookprofils kann über entsprechende Einstellungen in der Privatsphäre nach eigenem Ermessen bestimmt werden. (weitere Informationen unter https://www.facebook.com/about/graphsearch/privacy)

Berufliche Orientierung

Sind Firmen mit einem Werbeauftritt bei Facebook vertreten und die angegebenen Informationen öffentlich zugänglich, so kann jemand auf der Suche nach gemeinsamen Interessen bei Graph Search eventuell auch auf Firmen treffen, die sich mit dem gesuchten Thema beschäftigen. Außerdem lassen sich Unternehmen finden, die Arbeitnehmer mit bestimmten Qualifikationen suchen. Durch diese Suche können Berufseinsteiger sich ein erstes Bild über den Arbeitsmarkt machen. Dafür müssen jedoch, vor allem in Deutschland, mehr Firmen auf eine aktive Online-Repräsentation in sozialen Netzwerken setzen, damit man über Graph Search auch viele Informationen finden kann.

Chancen für den Berufseinstieg

Graph Search findet natürlich auch öffentliche Angaben, die einen Bewerber in ein positives Licht rücken. Beispielsweise kann man durch Engagement in einem Verein seine Teamfähigkeit beweisen oder dem Personalverantwortlichen fällt auf, wie gut ein Bewerber durch angegebene Qualifikationen oder gezeigter Kreativität zu dem Unternehmen passt.

Außerdem bietet Facebook Graph Search den Personalverantwortlichen auch die Möglichkeit, aktiv nach passenden Arbeitnehmern für ihr Unternehmen zu suchen und sie auch direkt online anzuwerben.

Risiken für den Berufseinstieg

Durch diese vereinfachte Form der Suche wird es Unternehmen deutlich vereinfacht, Informationen über ihre Bewerber ausfindig zu machen. Daher sollte jeder Facebook-Nutzer großen Wert darauf legen, welche Interessen, Bilder oder Aufenthaltsorte er öffentlich macht. Partybilder, diskriminierende Äußerungen oder auch das Bekenntnis zu radikalen Gruppen können auf den zukünftigen Arbeitgeber abschreckend wirken. Wenn man jedoch in den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook kontrolliert, welche Informationen Fremde auf seinem Profil sehen können, können unangenehme Überraschungen vermieden werden.

Weitere Quellen:

Disclaimer: Der Beitrag gibt die Meinung der Gastautoren und nicht die Meinung des Career Service wieder.