{"id":9937,"date":"2018-03-19T16:10:28","date_gmt":"2018-03-19T14:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=9937"},"modified":"2024-09-16T12:36:55","modified_gmt":"2024-09-16T10:36:55","slug":"buerokratische-huerden-in-indonesien-teil-i-das-sozialvisum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/buerokratische-huerden-in-indonesien-teil-i-das-sozialvisum\/","title":{"rendered":"B\u00fcrokratische H\u00fcrden in Indonesien (Teil I): Das Sozialvisum"},"content":{"rendered":"<p>\u201eVisum abgelehnt.\u201c Ich staunte nicht schlecht, als ich diese Nachricht las. Zwei Wochen vor Abflug war das geplante DaF-Tutorium an der Universitas Negeri Yogyakarta (UNY) pl\u00f6tzlich in Gefahr. Wie es mir dennoch gelang, diese b\u00fcrokratische H\u00fcrde zu \u00fcberwinden und in die Republik Indonesien einzureisen zu d\u00fcrfen, dar\u00fcber m\u00f6chte ich in meinen ersten zwei Blogeintr\u00e4gen schreiben. Im ersten Teil geht es um die Erfahrungen bei der Beantragung des Sozialvisums (<em>Visa Sosial Budaya<\/em>).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Touristenvisum, das problemlos bei der Ankunft am Flughafen ausgestellt wird und f\u00fcr 30 Tage umsonst ist, muss das Sozialvisum bereits vier bis acht Wochen vorher in Deutschland beantragt werden und kostet neben 50 Euro zus\u00e4tzlich einige Nerven \u2013 zumindest in meinem Fall. M\u00f6chte man in einer indonesischen Bildungseinrichtung arbeiten, ist ein Sozialvisum Voraussetzung; eine Wahl hat man eigentlich nicht. Um ein Sozialvisum zu beantragen, ben\u00f6tigt man zuallererst ein Empfehlungsschreiben der indonesischen Bildungsabteilung in Berlin. F\u00fcr die Beantragung dieses Schreibens werden diverse Unterlagen verlangt: jeweils ein Empfehlungsschreiben der WWU und der UNY, einen Lebenslauf mit Foto, eine Kopie des Reisepasses, eine Elternb\u00fcrgschaft sowie eine Erkl\u00e4rung, dass man sich an die Gesetze in Indonesien h\u00e4lt und dort nicht arbeiten wird (angesichts des geplanten Tutoriums an der UNY eine meiner Meinung nach missverst\u00e4ndliche Erkl\u00e4rung).<\/p>\n<p>Hat man alle Unterlagen eingereicht, erh\u00e4lt man nach ungef\u00e4hr einer Woche ein Empfehlungsschreiben der indonesischen Bildungsabteilung zur\u00fcck und kann mit diesem das Sozialvisum in Berlin beantragen. Neben diesem Empfehlungsschreiben werden jedoch abermals weitere Unterlagen verlangt. Angefangen mit dem ausgef\u00fcllten Antragsformular m\u00fcssen zwei Passfotos, R\u00fcckflugtickets, Reisepass und dessen Kopie sowie ein Nachweis, dass man die Visumsgeb\u00fchr \u00fcberwiesen hat, der Botschaft postalisch zugesandt werden. Im Ganzen also recht viel Aufwand, f\u00fcr eine unentgeltliche T\u00e4tigkeit in Indonesien. Umso \u00e4rgerlicher, dass der ganze Aufwand f\u00fcr mich umsonst war.<\/p>\n<p>Zwei Wochen vor Abflug erhielt all meine Unterlagen zur\u00fcck mit der Nachricht: \u201eREJECTED\/ABGELEHNT\u201c und dem Hinweis: \u201eFalsche \u00dcberweisung (Betrag von Visageb\u00fchren). Nochmal 50\u20ac Visageb\u00fchren.\u201c Als ich diese Nachricht erhielt, verstand ich die Welt nicht mehr. Dabei hatte ich mich in Absprache mit meinen Betreuern an der WWU bewusst daf\u00fcr entschieden, 55 statt 50 Euro zu \u00fcberweisen, da auf der Homepage der Botschaft nicht eindeutig hervorging, welcher Betrag es sei. Auf den Erfahrungen fr\u00fcherer Reisender konnte ich leider auch nicht aufbauen, da sich die Tarife bei der Botschaft in Berlin ger\u00e4ndert hatten. Bevor es an f\u00fcnf Euro scheitern w\u00fcrde, zahlte ich lieber f\u00fcnf Euro zu viel. Und nun die Pointe: Es ist daran gescheitert, dass ich f\u00fcnf Euro zu viel gezahlt hatte. F\u00fcnf Euro zu viel: kein Visum. Auch nach mehreren Telefonaten mit der Botschaft, die man gef\u00fchlt von zw\u00f6lf bis mittags telefonisch erreichen kann, brachten keine L\u00f6sung. Innerhalb von zwei Wochen war es nicht mehr m\u00f6glich, ein Sozialvisum zu bekommen. Damit ich aber dennoch nach Indonesien fliegen konnte, reiste ich als \u201eTourist\u201c nach Indonesien. Es sollte jedoch nicht das letzte \u00c4rgernis mit indonesischen Beh\u00f6rden bleiben. Fortsetzung folgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eVisum abgelehnt.\u201c Ich staunte nicht schlecht, als ich diese Nachricht las. Zwei Wochen vor Abflug war das geplante DaF-Tutorium an der Universitas Negeri Yogyakarta (UNY) pl\u00f6tzlich in Gefahr. 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