{"id":931,"date":"2014-02-10T10:12:31","date_gmt":"2014-02-10T08:12:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=931"},"modified":"2019-07-10T12:28:42","modified_gmt":"2019-07-10T10:28:42","slug":"england-a-la-carte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/england-a-la-carte\/","title":{"rendered":"England \u00e0 la carte"},"content":{"rendered":"<p>Dass das Essen in England gruselig ist, ist ein landl\u00e4ufiges Klischee. Manch einer hat mal schlechte Erfahrungen im Urlaub oder auf einer Klassenfahrt gemacht. Erfahrungen, die mit undefinierbaren Fleischbergen in Minzso\u00dfe und viel, viel Essig zu tun haben. \u201eDie Briten haben keine Esskultur\u201c, hat mal eine Englischlehrerin zu mir gesagt. Die musste es ja wissen. England und schlechtes Essen \u2013 das scheint f\u00fcr viele einfach zusammen zu geh\u00f6ren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aber schon vor meinem Englandaufenthalt war ich dieser Auffassung gegen\u00fcber ein bisschen skeptisch. Ich liebe beispielsweise die Rezepte von Jamie Oliver und mache mir einen Spa\u00df daraus, ab und zu mal was davon nachzukochen. Jamie ist wohl ein bekannter Engl\u00e4nder. Au\u00dferdem dachte ich mir, solange ich selber koche, kann ich immerhin auch selber bestimmen, was ich esse. Und wenn ich ab und zu mal ausw\u00e4rts esse, habe ich eben die M\u00f6glichkeit, zu \u00fcberpr\u00fcfen, was an dem Klischee dran ist.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/IMG-20131027-WA0002.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-939 alignright\" alt=\"IMG-20131027-WA0002\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/IMG-20131027-WA0002-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/IMG-20131027-WA0002-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/IMG-20131027-WA0002-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/IMG-20131027-WA0002-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/IMG-20131027-WA0002.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Allen Skeptikern soll gesagt sein: Die Engl\u00e4nder k\u00f6nnen weitaus mehr Dinge zubereiten als nur Fish and Chips. Und diese Sachen sind wirklich richtig lecker.<br \/>\nFangen wir mit dem Fr\u00fchst\u00fcck an. Zu einem traditionellen \u201cFull English Breakfast\u201d geh\u00f6ren Toast, Eier (R\u00fchrei, Spiegelei&#8230;), gebratener Schinken (wahlweise Speck) und W\u00fcrstchen, gebackene Bohnen und kurz angebratene Tomaten. Wahlweise kann man noch etwas Anderes hinzuf\u00fcgen oder etwas weglassen. Nat\u00fcrlich hat man aber nicht jeden Tag Zeit, das alles vorzubereiten. Also gibt es morgens vor der Arbeit auf die Schnelle mal ein Toast mit Marmelade oder eine Schale M\u00fcsli oder Cornflakes. Breakfast: sorted!<br \/>\nMittags halten es die Meisten eher simpel: Viele meiner Kollegen essen zum \u201cdinner\u201d (oder auch \u201clunch\u201d) Sandwiches, Salat, Ofenkartoffeln (\u201cjacket potatoes\u201d), Suppe, oder verschiedene Nudelgerichte. Zwei warme Mahlzeiten pro Tag sind \u00fcbrigens keine Seltenheit.<br \/>\nDas Abendessen hei\u00dft umgangssprachlich einfach \u201ctea\u201d (posh: \u201cdinner\u201d). Mit Tee hat das allerdings weniger zu tun, eher geht man mal ein Curry essen. Zwar ist das eigentlich indisch, aber fest in den Speiseplan der Engl\u00e4nder integriert.<br \/>\nWarme Mahlzeiten enthalten sehr h\u00e4ufig Fleisch, meistens \u201cchicken\u201d, \u201cpork\u201d oder \u201cbeef\u201d, auf die unterschiedlichste Weise zubereitet. Ein klassisches Gericht, das ich sehr lecker finde, ist \u201cpie with mushy peas\u201d. Der pie ist praktisch ein kleiner Kuchen gef\u00fcllt mit Fleisch und\/oder Gem\u00fcse. Gekochte und eventuell p\u00fcrierte Erbsen gibt es dazu als So\u00dfe. Ein Rezept findet ihr hier: <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/food\/recipes\/beef_and_ale_pie_with_75061\">http:\/\/www.bbc.co.uk\/food\/recipes\/beef_and_ale_pie_with_75061<\/a><br \/>\nZu den traditionellen Pubgerichten geh\u00f6ren \u2013 vielleicht \u00fcberraschend\u00a0\u2013 Lasagne, Chicken Tikka Masala (indisch) und Burgervariationen! H\u00e4ufig kann man auch ein sogenanntes \u201cCarvery\u201d bekommen. Es ist in etwa aufgebaut wie ein kleines Buffet. Man w\u00e4hlt zwischen verschiedenen Fleischsorten und ein Koch schneidet dann vom entsprechenden Braten etwas ab. Dazu gibt es eine Auswahl an Gem\u00fcse und So\u00dfen. Wer mag, bekommt noch einen Yorkshire Pudding dazu. Dies ist aber kein Pudding \u00e0 la Dr. Oetker, sondern ein herzhaftes Geb\u00e4ck mit hohem Rand und einer Mulde, das z.B. auch zu Roast Beef gegessen wird. Hier findet ihr ein Rezept und Fotos: <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/food\/recipes\/yorkshirepuddings_86010\">http:\/\/www.bbc.co.uk\/food\/recipes\/yorkshirepuddings_86010<\/a><\/p>\n<p>Aber das Beste kommt zum Schluss: Absolut herausragend und nicht weniger vielseitig ist das Angebot an Torten, Kuchen, Cupcakes, Muffins, Keksen und anderem kleinen Geb\u00e4ck. Wenn einem die Hauptgerichte nicht zusagen sollten, so kommt man hier auf alle F\u00e4lle auf seine Kosten.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Cake.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-936\" alt=\"Cake\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Cake-300x237.jpg\" width=\"300\" height=\"237\" \/><\/a><\/p>\n<p>Meine Favoriten sind bisher Caramel Shortbread (ein quadratisches Geb\u00e4ck bestehend aus Shortbread, Caramelcr\u00e8me und einer dicken, festen Schicht Schokolade) und Chocolate Fudge Cake, der pur, mit Vanilleeis oder Sahne gereicht wird.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20131003_212809.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-933\" alt=\"20131003_212809\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20131003_212809-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich finde, es gibt Vieles in der englischen K\u00fcche, was man auch auf einer kontinentalen Speisekarte finden kann und der Rest ist es auf jeden Fall wert, mal probiert zu werden. Und: wer keine Minzso\u00dfe mag, braucht sie ja nicht zu essen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass das Essen in England gruselig ist, ist ein landl\u00e4ufiges Klischee. Manch einer hat mal schlechte Erfahrungen im Urlaub oder auf einer Klassenfahrt gemacht. Erfahrungen, die mit undefinierbaren Fleischbergen in Minzso\u00dfe und viel, viel Essig zu tun haben. \u201eDie Briten haben keine Esskultur\u201c, hat mal eine Englischlehrerin zu mir gesagt. Die musste es ja wissen. 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