{"id":9173,"date":"2017-12-18T17:34:23","date_gmt":"2017-12-18T15:34:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=9173"},"modified":"2024-10-28T13:08:42","modified_gmt":"2024-10-28T11:08:42","slug":"schulalltag-in-frankreich-eindruecke-herausforderungen-und-kulturelle-unterschiede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/schulalltag-in-frankreich-eindruecke-herausforderungen-und-kulturelle-unterschiede\/","title":{"rendered":"Schulalltag in Frankreich \u2013  Eindr\u00fccke, Herausforderungen und kulturelle Unterschiede"},"content":{"rendered":"<p><em>Lyc\u00e9e et Coll\u00e8ge Georges Clemenceau<\/em>, Montpellier, Frankreich \u2013 Mitte September: mein erster Praktikumstag. Schon am Schultor wartete die erste Herausforderung auf mich: wie komme ich blo\u00df auf das Schulgel\u00e4nde?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler_innen warteten in aller Seelenruhe auf die \u00d6ffnung der beiden Schultore (eins f\u00fcr das <em>Coll\u00e8ge<\/em>, eins f\u00fcr das <em>Lyc\u00e9e<\/em>), welche den einzigen Zugang zu Schulgeb\u00e4uden und Schulhof der Innenstadtschule darstellen. Aber ich sollte die Deutschlehrkr\u00e4fte schon etwas vor Unterrichtsbeginn im Lehrerzimmer antreffen. Zu meinem Gl\u00fcck kam bald nach meiner Ankunft eine Lehrperson und klingelte (dort, wo ich nie vermutet h\u00e4tte, dass das eine Klingel w\u00e4re), worauf sich das Gittertor \u00f6ffnete und ich mit hineingehen konnte. Am <em>Accueil<\/em> (Empfang) musste ich dann zun\u00e4chst erkl\u00e4ren, wer ich bin und wohin ich weshalb m\u00f6chte \u2013 dann erst durfte ich auf das Schulgel\u00e4nde.<\/p>\n<p><strong>Die Schule<\/strong><\/p>\n<p>Bevor ich aber mehr von meinen Erfahrungen und Eindr\u00fccken erz\u00e4hle, m\u00f6chte ich euch kurz vorab das <em>Lyc\u00e9e et Coll\u00e8ge Georges Clemenceau<\/em> vorstellen, damit ihr eine Idee davon habt, wo genau ich gelandet bin: \u201eDas Lyc\u00e9e Clemenceau ist das \u00e4lteste Gymnasium f\u00fcr M\u00e4dchen in Montpellier. Es wurde 1881 gegr\u00fcndet und war damit das erste Gymnasium in ganz Frankreich, das M\u00e4dchen erlaubte, die Schule bis zum Abitur zu besuchen. Seit 1970 ist Clemenceau keine reine M\u00e4dchenschule mehr, M\u00e4dchen und Jungen sind also gemischt. Die Besonderheit ist, dass es heute eine Schulgemeinschaft von Unterstufe (<em>Coll\u00e8ge<\/em>) und Oberstufe (<em>Lyc\u00e9e<\/em>) in sich vereint, das hei\u00dft: Sch\u00fcler von 11 bis 18 Jahren leben und teilen sich die R\u00e4umlichkeiten, was in Frankreich relativ selten ist. [Meist sind <em>Coll\u00e8ge<\/em> und <em>Lyc\u00e9e<\/em> unterschiedliche Schulen und nicht in einem Geb\u00e4ude vereint.] Unsere Sch\u00fcler lernen und bewegen sich in historischen Geb\u00e4uden aus der Zeit der 3. Republik, wo Schulen als in sich geschlossene Strukturen mitten im Stadtgebiet erbaut wurden. Die Schulklassen ordnen sich um einen jahrhundertealten Park mit unter Naturschutz stehenden B\u00e4umen an.\u201c (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.pasch-net.de\/de\/par\/spo\/eur\/fra\/3351088.html\">http:\/\/www.pasch-net.de\/de\/par\/spo\/eur\/fra\/3351088.html<\/a>)<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" >\u00a0 <\/a><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9181\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280396.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/>\u00a0\u00a0<\/a> <a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9183\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"292\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_115845.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Besonderheiten der Schule bez\u00fcglich des Faches Deutsch liegen darin, dass sie als eine von nur drei Schulen in der gesamten <em>Acad\u00e9mie de Montpellier<\/em> eine <em>Section Abibac<\/em> im <em>Lyc\u00e9e<\/em> anbietet, in der die Sch\u00fcler_innen das deutsche Abitur und das franz\u00f6sische <em>baccalaur\u00e9at<\/em> erlangen k\u00f6nnen. Neben 6 Wochenstunden Deutsch haben die <em>Abibac<\/em> Sch\u00fcler_innen das in Frankreich kombinierte Fach <em>Histoire-G\u00e9ographie<\/em> komplett auf Deutsch (5 Stunden pro Woche). Au\u00dferdem wird die sog. <em>Section Euro Allemand <\/em>im <em>Lyc\u00e9e<\/em> angeboten, bei der die Sch\u00fcler_innen mehr Stunden pro Woche in Deutsch unterrichtet werden als die \u201eDeutsch als erste Fremdsprache-Sch\u00fcler_innen\u201c, und wo auch eine der <em>Histoire-G\u00e9ographie<\/em> Stunden auf Deutsch stattfindet. Ab der <em>6\u00e8me<\/em>, also der untersten Stufe des <em>Coll\u00e8ge<\/em>, gibt es zudem die Option, mit zwei ersten Fremdsprachen (Deutsch und Englisch) gleichzeitig zu beginnen. Des Weiteren werden einige Fahrten nach Deutschland bzw. Austausche mit deutschen Schulen organisiert: in der <em>Seconde Abibac<\/em> gibt es einen Austausch mit Freiburg, in der <em>5\u00e8me<\/em> mit Heidelberg, in der <em>Seconde<\/em> <em>Euro<\/em> mit M\u00fcnchen, und in der <em>Terminale<\/em> <em>Abibac<\/em> eine Fahrt in eine deutsche Gro\u00dfstadt wie Hamburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mein Praktikum \u2013 Aufgaben und Erfahrungen<\/strong><\/p>\n<p>Von Anfang an wurde ich sehr herzlich an meiner Praktikumsschule aufgenommen, sowohl von den Fachlehrer_innen als auch von den Lehrkr\u00e4ften der anderen F\u00e4cher. F\u00fcr alle Neuen an der Schule (Lehrkr\u00e4fte, Sprachassistenten, Praktikanten, \u2026) wurde Ende September sogar ein Empfang vorbereitet \u2013 und dadurch, dass sich (fast) alle im Lehrerzimmer duzen, fand ich die Atmosph\u00e4re immer sehr entspannt und freundlich. Das Deutschkollegium, was aus vier Lehrkr\u00e4ften besteht, war immer au\u00dferordentlich hilfsbereit, hat mir Vieles zugetraut und mich sehr gut betreut. [Nicht wundern, ich schreibe in der Vergangenheit, weil mein letzter Schultag gerade vorbei ist\u2026]\n<p>Bei meinem Schulpraktikum habe ich haupts\u00e4chlich im Fach Deutsch sowohl im <em>Coll\u00e8ge<\/em> als auch im <em>Lyc\u00e9e<\/em> gewirkt, habe mir aber ebenfalls die deutschen <em>Histoire-G\u00e9ographie<\/em> Stunden sowie die <em>Langue d\u2019Oc R\u00e9gionale<\/em> Stunden, also Unterricht in der lokalen Variante des Okzitanischen, angeschaut. Im Deutschunterricht war \u201eHallo, ich bin Nathalie und ich komme aus Deutschland\u201c in den ersten Wochen mein Standard-Satz, denn in jeder ersten Stunde musste ich mich nat\u00fcrlich erst einmal den Sch\u00fcler_innen vorstellen. Praktikant_innen und Sprachassistent_innen wurden an meiner Schule immer mit Vornamen angesprochen \u2013 das war zun\u00e4chst etwas eigenartig, weil man in deutschen Schulen meist direkt Frau\u2026 oder Herr\u2026 genannt wird, allerdings gew\u00f6hnt man sich schnell daran, hat dadurch auch nicht weniger Autorit\u00e4t und hat das Gef\u00fchl, n\u00e4her an den Sch\u00fcler_innen zu sein.<\/p>\n<p>Generell konnte ich in vielf\u00e4ltigen Bereichen aktiv werden: z. B. Betreuung von Sch\u00fcler_innen in Arbeitsphasen, \u00dcbung m\u00fcndlicher Pr\u00fcfungen mit <em>Abibac<\/em> Sch\u00fcler_innen, Vermittlung von Aspekten deutscher Kultur (Sankt Martin, Nikolaus oder der Begriff \u201eHeimat\u201c, der im Franz\u00f6sischen nicht existiert) oder F\u00f6rderung st\u00e4rkerer und schw\u00e4cherer Sch\u00fcler_innen. Auch Ausfl\u00fcge in die Stadt durfte ich begleiten oder ein deutsches Musikprojekt mitgestalten. Sich aktiv ins Schulleben einzubringen war also gar kein Problem \u2013 und wenn man eigene Ideen hatte, wurden sie gerne angenommen! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Deutsch zu unterrichten und die Sprache zu erkl\u00e4ren fand ich hingegen gar nicht so einfach. In meinem Praxissemester hatte ich zwar in internationalen Klassen ein paar Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen, allerdings ist das Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache in einem anderen Land unter anderen Voraussetzungen wieder ganz anders. Sehr \u00fcberrascht hat mich, wie wenig ich selbst deutsche Grammatikregeln kenne, vor allem bez\u00fcglich Deklinationstabellen oder Satzbau. Ich wusste zwar (fast) immer, wie es richtig hei\u00dft, aber eine Regel anzuf\u00fchren war meist nicht einfach, wenn nicht sogar unm\u00f6glich. Auch wenn dies nicht sonderlich verwunderlich ist, weil man in der eigenen Muttersprache nicht immer alle Regeln explizit kennt \u2013 man spricht und schreibt den Gro\u00dfteil \u201eeinfach so\u201c, ohne dar\u00fcber nachzudenken \u2013 war es teilweise schon ein komisches Gef\u00fchl. Ich habe dann immer die Lehrkr\u00e4fte um Erkl\u00e4rung gebeten: das fand keiner schlimm, sondern eher selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Nicht so schwer gefallen ist es mir hingegen, mein Deutsch an das Sch\u00fclerniveau anzupassen, denn wenn man vor einer Klasse steht, merkt man nicht zuletzt an den Gesichtsausdr\u00fccken recht schnell, ob sie verstanden haben, was man sagt, oder nicht. In den <em>Abibac<\/em> Klassen konnte ich einfach so reden, wie ich es gewohnt bin, und in der Regel haben mich alle verstanden (so war mein Eindruck zumindest). In den unteren Klassen, wie der <em>6\u00e8me<\/em>, die im September gerade erst mit Deutsch angefangen hat, fand ich einsprachigen Unterricht hingegen sehr herausfordernd. Er musste sehr ritualisiert und mit m\u00f6glichst wenig Worten ablaufen, damit die Sch\u00fcler_innen das Deutsch verstehen konnten. Teilweise war hier der Griff zum Franz\u00f6sischen kaum zu vermeiden. Vor einer Klasse franz\u00f6sischer Sch\u00fcler_innen auf Franz\u00f6sisch zu sprechen war am Anfang aber sehr ungewohnt und ich wollte unter gar keinen Umst\u00e4nden Fehler machen. Mit der Zeit habe ich mich aber daran gew\u00f6hnt und bin immer lockerer damit umgegangen, wenn mir Fehler unterlaufen sind.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines Praktikums, selbst bei der Hospitation, konnte ich zudem viel \u00fcber Deutschland lernen, z.B. \u00fcber kulturelle Unterschiede, die im Zuge verschiedener Unterrichtsthemen immer wieder herausgestellt wurden. Zum Gl\u00fcck kam ich aber nie in die Situation, dass ich nach einer kulturellen Information gefragt wurde und die Frage nicht beantworten konnte. Das w\u00e4re (zumindest aus meiner Sicht) wirklich unangenehm geworden, denn nat\u00fcrlich dachten alle \u201eDie kommt aus Deutschland, die muss das wissen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Schulalltag in Frankreich<\/strong><\/p>\n<p>Der Schulalltag und das Schulsystem sind in Frankreich ganz anders als in Deutschland. Hier ein paar meiner Eindr\u00fccke:<\/p>\n<p><strong><em>Gro\u00dfe Unterschiede: <\/em><\/strong>Ein typischer franz\u00f6sischer Schultag beginnt um 8 Uhr morgens und endet (im Extremfall) erst um 18 Uhr \u2013 und dabei haben die Sch\u00fcler_innen teilweise nur eine einst\u00fcndige Mittagspause. Im <em>Coll\u00e8ge<\/em> hat man den Mittwochnachmittag immer frei, im <em>Lyc\u00e9e<\/em> ist man hingegen (gef\u00fchlt) immer lange in der Schule. Unterrichtsstunden sind 50 oder 55 Minuten lang und richtige gro\u00dfe Pausen wie die 15 oder 20 Minuten Pause in Deutschland zwischen den Stunden gibt nicht. Stattdessen dauern die Pausen in der Regel zwischen 5 und maximal 10 Minuten&#8230; Es sind zwar offizielle Freistunden in den Stundenpl\u00e4nen erlaubt, im <em>Coll\u00e8ge<\/em> muss man dann aber in die <em>permanence<\/em> \u00a0(eine Art beaufsichtigter Aufenthaltsraum) und Hausaufgaben machen oder seine <em>le\u00e7ons<\/em> lernen, im <em>Lyc\u00e9e<\/em> hat man wie in der deutschen Oberstufe frei. Da Vertretungsstunden nicht existieren \u2013 der Unterricht f\u00e4llt z.B. bei Krankheit einfach aus; es sei denn eine Lehrkraft ist lange Zeit krank, dann wird eine Vertretungslehrkraft gesucht \u2013 gelten bei Stundenausfall die gleichen Regeln f\u00fcr die Sch\u00fcler_innen wie bei offiziellen Freistunden.<\/p>\n<p>Ob ich in Frankreich gerne zur Schule gegangen w\u00e4re? Ich bin mir unsicher. Die deutschen Austauschsch\u00fcler_innen, die mit den Programmen <em>Sauzay<\/em> oder <em>Voltaire<\/em> gerade an meiner Praktikumsschule sind bzw. waren, erz\u00e4hlten jedenfalls, dass sie es hier schon anstrengender finden als zu Hause. Beispielsweise kann man von 17-18 Uhr abends noch Matheunterricht haben, ggf. noch mit einer Mathepr\u00fcfung zu der Uhrzeit \u2013 und wenn man nach Hause kommt stehen auch noch Hausaufgaben und Hobbys wie Fu\u00dfballtraining, Instrumentalunterricht o.\u00e4. an! Im Gegenzug sehnen sich viele franz\u00f6sische Sch\u00fcler_innen, die beispielsweise aufgrund des <em>Abibac <\/em>schon f\u00fcr mehrere Monate in Deutschland an einer Schule waren, nach den freien deutschen Nachmittagen zur\u00fcck. Denn Freizeit wird f\u00fcr die Sch\u00fcler_innen in Frankreich eher klein geschrieben. Da merkte ich, wie gut ich es als Sch\u00fclerin in Deutschland hatte.<\/p>\n<p>Neben der langen Schulzeit mit den wenigen Pausen war mein Schulalltag vor allem dadurch gepr\u00e4gt, dass eine franz\u00f6sische Schule viel mehr Instanzen und B\u00fcros bzw. Sekretariate hat als eine deutsche Schule. Neben der Schulleitung, die aufgrund der Tatsache, dass <em>Coll\u00e8ge<\/em> und <em>Lyc\u00e9e<\/em> unter einem Dach waren, noch je einen Vertreter f\u00fcr jede Schule hatte, gab es nat\u00fcrlich das Sekretariat. Ein franz\u00f6sisches Schulsekretariat befasst sich allerdings, anders als in Deutschland, nicht mit \u201eallem\u201c. Manche Aufgaben werden bspw. vom <em>Accueil<\/em>, von der <em>Intendance<\/em> oder der <em>Vie Scolaire <\/em>\u00fcbernommen. Man musste also immer genau wissen, zu welchem B\u00fcro man sich f\u00fcr welchen Zweck \u201ebewegen\u201c muss \u2013 bis mir das genau klar war, ist wirklich etwas Zeit verstrichen. Wie auch im Alltagsleben in Frankreich, fand ich die Administration teilweise also etwas zu kompliziert gestaltet \u2013 aber wenn man wei\u00df, wie es funktioniert, findet man sich zurecht.<\/p>\n<p>Andere Unterschiede zu dem Schulleben, was ich aus Deutschland kenne, bestanden u.a. darin, dass es hier das Prinzip des <em>contr\u00f4le continu<\/em> gibt. Die Sch\u00fcler_innen werden kontinuierlich \u00fcber die Unterrichtsinhalte gepr\u00fcft, ob schriftlich oder m\u00fcndlich (die j\u00fcngeren Sch\u00fcler_innen m\u00fcssen sich bei der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung sogar hinstellen). Das Prinzip von Klassenarbeiten und Klassenarbeitsphasen ist also nicht existent. Aus Sicht einer Lehrkraft fand ich das gar nicht so schlimm, denn man konnte mehr kleine \u00dcberpr\u00fcfungen machen und es war dann, gerade im <em>Abibac<\/em> bzw. im <em>Lyc\u00e9e<\/em>, nicht jedes Mal gleich so viel zu lesen und zu korrigieren wie bei einer deutschen Klausur. Au\u00dferdem gibt es keine Noten von 1-6, sondern von 20 (beste Note) bis 0 Punkten (schlechteste Note) mit der <em>moyenne<\/em> bei 10 Punkten (entspricht deutscher 4). Auf diese Weise zu benoten war zwar gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, aber letztendlich auch gar nicht so anders, wenn man bedenkt, dass in Deutschland auch immer Plus- und Minus-Abstufungen gemacht werden.<\/p>\n<p>Des Weiteren unterrichten Lehrkr\u00e4fte in Frankreich nur ein einziges Fach \u2013 also musste ich immer zus\u00e4tzlich erkl\u00e4ren, wieso ich zwei F\u00e4cher auf Lehramt studiere und nicht nur eins. Standard-Satz Nummer 2: \u201e\u2026<em>parce qu\u2019en Allemagne, on fait toujours deux mati\u00e8res quand on est professeur<\/em>\u201c. Auch die F\u00e4cher, die hier unterrichtet werden, sind anders. Geschichte und Erdkunde ergeben zusammen ein Fach <em>Histoire-G\u00e9ographie<\/em>, genauso wie Physik und Chemie <em>Physique-Ch\u00e9mie<\/em> ist, und \u00a0SVT (<em>Sciences de la Vie et de la Terre<\/em>) ist im Prinzip Biologie und Geologie. Dadurch, dass die franz\u00f6sische Schule <em>laique<\/em> ist (= Kirche &amp; Staat sind getrennt), gibt es auch keinen Religionsunterricht. Und selbst wenn man im Deutschunterricht Themen wie Weihnachten vorstellt, muss man aufpassen, es nicht zu religi\u00f6s werden zu lassen \u2013 sonst kann es auch schon einmal Beschwerden geben.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Unterschied ist auch, dass in franz\u00f6sischen Schulen alle Sch\u00fcler_innen zusammen unterrichtet werden und ein geteiltes System in Haupt-, Realschule und Gymnasium aufgrund der Grunds\u00e4tze <em>Libert\u00e9, \u00c9galit\u00e9, Fraternit\u00e9<\/em> nicht m\u00f6glich ist. Daher lernt man <em>forc\u00e9ment<\/em>, mit einer gro\u00dfen (Leistungs-)Heterogenit\u00e4t von Sch\u00fcler_innen zu arbeiten. Nicht, dass die nicht auch auf deutschen Schulen existieren w\u00fcrde, im Gegenteil! Aber hier in Frankreich scheint es mir wesentlich st\u00e4rker \u2013 und daher ist es auch eine neue Herausforderung f\u00fcr mich gewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Kleinere Unterschiede<\/em><\/strong> bestehen beispielsweise darin, dass franz\u00f6sische Sch\u00fcler_innen nicht zwischendurch ein Butterbrot essen, sondern meist wirklich nur in ihrer Mittagspause in der Schulkantine oder ausw\u00e4rts essen gehen, oder ihr mitgebrachtes Essen essen. In Deutschland packen die Sch\u00fcler_innen hingegen regelm\u00e4\u00dfig ihre Pausenbrote aus \u2013 und laut Lehrkr\u00e4ften merkt man diesen Unterschied vor allem, wenn man mit den franz\u00f6sischen Sch\u00fcler_innen einen Austausch mit Deutschland macht. Denn die Franzosen warten immer, bis sie mittags ein Mal \u201egro\u00df\u201c essen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend die Deutschen zur Mittagszeit teilweise schon alles aufgefuttert haben. Dazu bleibt noch anzumerken, dass die Schulmensa sehr viel genutzt wird, auch vom Lehrpersonal. Ich war auch h\u00e4ufiger dort und es gibt sogar immer ganze Men\u00fcs <em>\u00e0 la fran\u00e7aise<\/em> mit <em>entr\u00e9e<\/em>, <em>plat<\/em> und <em>dessert<\/em>.<\/p>\n<p>Die <em>Coll\u00e8ge<\/em> Sch\u00fcler_innen m\u00fcssen sich zudem morgens, nach jeder etwas l\u00e4ngeren Pause und nach der Mittagspause in Reihen aufstellen, wie ich es in Deutschland nur aus der Grundschule kenne, und werden von der Lehrkraft abgeholt. Des Weiteren haben gef\u00fchlt alle Sch\u00fcler_innen einen Eastpack Rucksack, der im Unterricht an ihrem Stuhl h\u00e4ngt (so, als ob man ihn auf dem R\u00fccken tragen w\u00fcrde). Die franz\u00f6sische Schule ist au\u00dferdem das System des Klebestifts (die Sch\u00fcler_innen kleben alle Bl\u00e4tter in ihre \u00fcberdimensional dicken Hefte), der mehrfarbigen Kugelschreiber und des <em>blanco<\/em> (TipEx)! \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Wie auch in anderen Bereichen des \u00f6ffentlichen Lebens, ist auch in der Schule das Streiken keine Seltenheit und mehrmals w\u00e4hrend meines Praktikums ist es vorgekommen, dass Lehrkr\u00e4fte sich an Streiktagen beteiligt haben. Ach, und was ich nicht vergessen darf: Hier in S\u00fcdfrankreich waren die Sch\u00fcler_innen tats\u00e4chlich gleich aufgekratzter und unruhig, wenn an einem Tag die Sonne mal nicht schien. Im Gegenzug wurde bei dem kleinsten Sonnenstrahl immer direkt die <em>volets<\/em> geschlossen \u2013 aus meiner Sicht sehr schade! \ud83d\ude41<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es neben einem (Probe-)Alarm f\u00fcr Feuer, auch einen Alarm f\u00fcr Hochwasser (z.B. f\u00fcr die <em>p\u00e9riodes c\u00e9venoles<\/em>) und einen f\u00fcr Terrorismusangriff. Bei letzterem Alarm \u00fcben die Sch\u00fcler_innen tats\u00e4chlich, die Klassenr\u00e4ume bspw. F\u00fcr einen Amoklauf zu verbarrikadieren. Der Faktor Sicherheit ist f\u00fcr mich generell jedoch ein <strong>gro\u00dfer Unterschied<\/strong> zu Deutschland. Wie ich bereits am Anfang angedeutet hatte, sind franz\u00f6sische Schulen tats\u00e4chlich viel st\u00e4rker abgesichert als deutsche Schulen, an denen soetwas wie ein <em>Accueil<\/em>, an dem sich alle Personen, die nicht zum <em>\u00e9tablissement<\/em> geh\u00f6ren, vorstellen m\u00fcssen, (meist) nicht einmal existiert. W\u00e4hrend meines kurzen Praktikums wurden die Sicherheitsvorkehrungen sogar versch\u00e4rft. Seit Ende der Herbstferien ist nicht nur das Gittertor, sondern auch das gro\u00dfe Holzportal (ja \u2013 es gibt sogar zwei gro\u00dfe Portale hintereinander, die den Zugang\u00a0 zur Schule absichern!) w\u00e4hrend der Schulstunden immer geschlossen und die Tore werden von den Mitarbeitern der <em>Vie Scolaire<\/em> (den <em>assistants d\u2019\u00e9ducation<\/em>) nur zwischen den Stunden ge\u00f6ffnet und bewacht. Alle Externen m\u00fcssen sich am <em>Accueil<\/em> melden und letztendlich sind es nur die Lehrkr\u00e4fte und alle anderen Angestellten der Schule, die sich au\u00dferhalb der \u201eTor\u00f6ffnungszeiten\u201c aus dem oder auf das Schulgel\u00e4nde bewegen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9182\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171215_084032.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a> <a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" >\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9180\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/P1280401.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Coll\u00e8ge<\/em>-Sch\u00fcler_innen, die mittags in der Kantine essen (\u201e<em>demi-pensionnaires<\/em>\u201c), d\u00fcrfen von Beginn der ersten Stunde bis Ende der letzten Stunde das Schulgel\u00e4nde nicht verlassen. <em>Coll\u00e8ge<\/em>-Sch\u00fcler_innen ohne Mittagessen in der Kantine (\u201e<em>externes<\/em>\u201c) d\u00fcrfen nur zwischen letzter Stunde am Vormittag und erster Stunde am Nachmittag das Schulgel\u00e4nde verlassen. <em>Lyc\u00e9e<\/em>-Sch\u00fcler_innen k\u00f6nnen sich im Rahmen der \u201eTor\u00f6ffnungszeiten\u201c frei bewegen. Und wie wird das kontrolliert? Die <em>Coll\u00e8ge<\/em>-Sch\u00fcler_innen haben ihr eigenes Schultor (das Haupttor, durch das ich jeden Morgen gehe, ist das der <em>Lyc\u00e9e<\/em>-Sch\u00fcler_innen) und m\u00fcssen beim Betreten und Verlassen des Schulgel\u00e4ndes immer ihr <em>carnet de correspondance<\/em> vorzeigen, welches neben ihrem Namen auch den Stundenplan enth\u00e4lt und wodurch kontrolliert werden kann, ob sie wirklich keinen Unterricht mehr haben, wenn sie das Gel\u00e4nde verlassen.<\/p>\n<p>Nachdem sich die franz\u00f6sische Schule jetzt eher wie eine Festung angeh\u00f6rt hat, ist sie eigentlich einfach nur kulturell anders gepr\u00e4gt und anders aufgebaut als in Deutschland. Franz\u00f6sische Sch\u00fcler_innen kennen es nat\u00fcrlich nicht anders \u2013 genauso wie ich vor meinem Praktikum nur das deutsche Schulsystem richtig gut kannte und dementsprechend die Unterschiede extremer wahrgenommen habe. Das deutsche Schulsystem besitzt seine Vorteile und Nachteile, und diese existieren nat\u00fcrlich auch im franz\u00f6sischen System.<\/p>\n<p>Trotz aller kulturellen Unterschiede war das Schulpraktikum aber eine bereichernde und au\u00dfergew\u00f6hnliche Erfahrung, in Kombination mit dem Alltagsleben hier in Montpellier. Dazu aber mehr nach meiner R\u00fcckkehr nach Deutschland in ein paar Tagen! Jetzt gilt es noch, die letzten Tage im sch\u00f6nen S\u00fcdfrankreich zu genie\u00dfen \u2013 und vielleicht ein bisschen Sonne und W\u00e4rme mitzubringen!<\/p>\n<p><em>A bient\u00f4t<\/em>,<\/p>\n<p>Nathalie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lyc\u00e9e et Coll\u00e8ge Georges Clemenceau, Montpellier, Frankreich \u2013 Mitte September: mein erster Praktikumstag. Schon am Schultor wartete die erste Herausforderung auf mich: wie komme ich blo\u00df auf das Schulgel\u00e4nde?<\/p>\n","protected":false},"author":425,"featured_media":9178,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1248,1257,2071,2042],"tags":[9,39,19,1371,1532,1014,1186,1373,117],"class_list":["post-9173","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa","category-frankreich","category-lehramt","category-soziales-und-paedagogik","tag-auslandspraktikum","tag-erasmus","tag-frankreich","tag-interkulturelles","tag-lycee-et-college-georges-clemenceau","tag-montpellier","tag-praktikumsalltag","tag-praktikumsbeginn","tag-schulpraktikum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9173"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/425"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9173"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9173\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9221,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9173\/revisions\/9221"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9178"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}