{"id":8520,"date":"2017-10-19T09:52:43","date_gmt":"2017-10-19T07:52:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=8520"},"modified":"2024-10-07T15:28:29","modified_gmt":"2024-10-07T13:28:29","slug":"zu-besuch-bei-den-liebsten-nachbarn-mein-praktikum-in-groningen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/zu-besuch-bei-den-liebsten-nachbarn-mein-praktikum-in-groningen\/","title":{"rendered":"Zu Besuch bei den liebsten Nachbarn &#8211; mein Praktikum in Groningen"},"content":{"rendered":"<p>Seit ich in Groningen angekommen bin, wurde ich schon von mehreren meiner neuen Kollegen gefragt, warum ich denn ausgerechnet hier f\u00fcr drei Monate ein Praktikum machen wollte. Tats\u00e4chlich konnte ich mir auf diese Frage selbst keine befriedigende Antwort geben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass ich mich entschieden habe hierher zu kommen, waren wohl eher praktischer Natur. Da ich in M\u00fcnster studiere und lebe, war der Umzug nach Groningen durch eine etwa zweist\u00fcndige Autofahrt sehr leicht zu bew\u00e4ltigen. Die doch recht geringe Distanz w\u00fcrde mir und meinem Freund zum einen die M\u00f6glichkeit geben, uns von Zeit zu Zeit zu sehen und andererseits w\u00fcrde ich dennoch die Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen, die ein l\u00e4ngerer Aufenthalt im Ausland eben so mit sich bringt, ohne einem allzu gro\u00dfen Kulturschock ausgesetzt zu werden. Obwohl ich kein Niederl\u00e4ndisch spreche, ist die Kommunikation mit den Einheimischen hier ziemlich einfach, da die meisten Holl\u00e4nder gut Englisch sprechen k\u00f6nnen oder sogar Deutsch in der Schule hatten. Und wenn mal eine Vokabel im Englischwortschatz fehlt, versuche ich es immer erstmal mit dem deutschen Wort. Da viele W\u00f6rter im Deutschen und im Niederl\u00e4ndischen \u00e4hnlich sind reicht das oft schon aus um sich problemlos zu verst\u00e4ndigen. Soweit so gut. Jetzt, wo ich in Groningen bin, muss ich sagen, dass es noch einige weitere Gr\u00fcnde gibt, eine Weile hier oder generell in den Niederlanden zu verbringen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8521\" aria-describedby=\"caption-attachment-8521\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8521 size-medium\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0572.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8521\" class=\"wp-caption-text\">Kuschelkatze im Katzencaf\u00e9.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Groningen ist eine zwar nicht sehr gro\u00dfe, aber unglaublich charmante Stadt. Die Innenstadt ist voller typisch-niederl\u00e4ndischer Backsteinh\u00e4user mit \u00fcberdimensional gro\u00dfen Fenstern und die Kan\u00e4le mit unz\u00e4hligen Haus- und Segelbooten machen das Bild komplett. Was mich tats\u00e4chlich \u00fcberrascht hat ist die Menge an Restaurants, Caf\u00e9s und Kneipen, die es hier gibt und auch die vielen Antiquit\u00e4ten- und Plattenl\u00e4den haben mich schon einiges an Zeit und Geld gekostet. Es gibt sogar zwei Katzencaf\u00e9s in der Stadt, die ich allen Crazy-cat-Ladies nur w\u00e4rmstens empfehlen kann.<\/p>\n<p>Da die wenigsten englischen Filme und Fernsehsendungen in den Niederlanden synchronisiert werden, kann man sogar ohne Probleme ins Kino gehen, wenn man \u00fcber die niederl\u00e4ndischen Untertitel hinweg sieht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8522\" aria-describedby=\"caption-attachment-8522\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8522 size-medium\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_0643.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8522\" class=\"wp-caption-text\">Obligatorische Windm\u00fchle in Holland &#8211; eine Radtour durch die Umgebung ist definitiv eine Alternative zur Shoppingtour durch die Stadt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Wahl-M\u00fcnsteranerin konnte ich nat\u00fcrlich nicht ohne mein Fahrrad nach Groningen kommen. Das ist \u00fcbrigens etwas, was ich jedem nur w\u00e4rmstens ans Herz legen kann: Wer in die Niederlande kommt und die M\u00f6glichkeit hat ein Fahrrad mitzubringen, sollte das definitiv tun. Zwar sind die \u00f6ffentlichen Transportmittel, soweit ich das beurteilen kann, auch gut organisiert, doch gerade in einer recht kleinen Stadt wie Groningen kommt man dank der beneidenswert gut ausgebauten Radwege oft genauso schnell (und g\u00fcnstiger) mit dem Fahrrad von A nach B. Nach den ersten Tagen mit dem Fahrrad hier wurde mir allerdings klar, dass es keine schlechte Idee ist in Regenhose oder \u2013poncho zu investieren. Mit etwa 190 Regentagen in Groningen pro Jahr (laut dem allwissenden Wikipedia) ist das auch kein Wunder. Das Gute ist: wenn es regnet, dann meist nur kurz (und heftig) und die Wolken verziehen sich meist genauso schnell wie sie kommen. Und wie das immer so ist, seitdem ich mir einen Regenponcho zugelegt und immer im Rucksack dabei habe, hat es nicht mehr geregnet, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs war.<\/p>\n<p>Man bekommt von Zeit zu Zeit das Gef\u00fchl, viele Holl\u00e4nder erledigen quasi alles per Rad. Viele der Fahrr\u00e4der sind mit Sitzen und K\u00f6rben so pr\u00e4pariert, dass die Kinder zur Schule gebracht und gleichzeitig der komplette Wocheneinkauf transportiert werden kann. Das Einkaufen im Supermarkt ist f\u00fcr mich tats\u00e4chlich noch immer abenteuerlich. Wer meint, dass der Unterschied an Produkten zwischen zwei benachbarten L\u00e4ndern nicht besonders gro\u00df sein kann, wird hier eines Besseren belehrt. Ich k\u00f6nnte buchst\u00e4blich Stunden vor den Regalen verbringen. Besonders in der S\u00fc\u00dfigkeiten- und Geb\u00e4ckabteilung fallen die Unterschiede (vor allem in Bezug auf die Menge an unterschiedlichen keksartigen Geb\u00e4ckst\u00fccken und Lakritze) auf und eins muss man definitiv sagen: s\u00fc\u00df k\u00f6nnen die Holl\u00e4nder. Mit der generellen Esskultur hier konnte ich mich allerdings noch nicht anfreunden. An deutsche Mensen und Cafeterias gew\u00f6hnt, musste ich feststellen, dass hier das Mittagessen generell eher in Form von Sandwiches anstelle von warmen Mahlzeiten stattfindet. Grunds\u00e4tzlich ist das sicher etwas, mit dem man leben kann, wenn da nicht das holl\u00e4ndische Brot w\u00e4re. Fluffiger als so manches Sofakissen ist hier selbst das Vollkornbrot. Bestrichen mit Appelstroop oder bestreut mit Hagelslaag (Schokostreusel, die in Deutschland eher zum Kuchen backen benutzt werden w\u00fcrden), entspricht das so gar nicht meiner Vorstellung von Mittagessen. Ein Hoch auf die Mikrowelle im Gemeinschaftsraum, man muss sich ja schlie\u00dflich nicht allen Eigenheiten des Gastlandes anpassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ich in Groningen angekommen bin, wurde ich schon von mehreren meiner neuen Kollegen gefragt, warum ich denn ausgerechnet hier f\u00fcr drei Monate ein Praktikum machen wollte. 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