{"id":781,"date":"2014-02-03T15:18:05","date_gmt":"2014-02-03T13:18:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=781"},"modified":"2019-07-10T12:19:09","modified_gmt":"2019-07-10T10:19:09","slug":"praktikum-an-der-deutschen-schule-algarve-in-suedportugal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/praktikum-an-der-deutschen-schule-algarve-in-suedportugal\/","title":{"rendered":"Praktikum an der Deutschen Schule Algarve in S\u00fcdportugal"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_1700.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-847\" alt=\"IMG_1700\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_1700-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eKann denn Fado fade sein?\u201c, so lautet der Titel eines Buches, mit dem ich mich auf den Alltag in Portugal einstimmen wollte. Doch was ist eigentlich Fado? \u00dcberhaupt hatte ich wenig Ahnung von dem, was mich in Portugal erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Jedoch gleich zu Beginn wurde ich mit der ausgezeichneten portugiesischen Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft bekannt gemacht. Ich verbrachte zur Eingew\u00f6hnung ein paar Tage im sch\u00f6nen Porto im Norden des Landes als Couchsurfer. So hatte ich die M\u00f6glichkeit gleich einige Kontakte zu Einheimischen zu kn\u00fcpfen. Im Allgemeinen lernte ich die Portugiesen als sehr aufgeschlossen und hilfsbereit kennen.<\/p>\n<p>Leider sieht man hier im Land deutlich, dass die Wirtschaftskrise Einzug gehalten hat. Das zeigt sich nicht nur \u00e4u\u00dferlich an unfertig gebauten H\u00e4usern und heruntergekommenen H\u00f6fen, sondern vor allem im Bewusstsein der Menschen. Viele m\u00fcssen hier mit drei Jobs ihren Lebensunterhalt verdienen und stellen fest, dass ein \u00dcberdenken der bisherigen wirtschaftlichen Situation n\u00f6tig ist. Dennoch tut die allgemeine Lage der Gastfreundschaft, Flexibilit\u00e4t und Offenheit der Leute keinen Abbruch. Ich f\u00fchlte mich in jedem Falle vom ersten Moment an gut aufgehoben. Auf der Busfahrt von Porto nach Lagos konnte ich mich bereits von der landschaftlichen Vielfalt des Landes \u00fcberzeugen. Im \u00dcbrigen ist Langstreckenbusfahren in Portugal sehr g\u00fcnstig im Vergleich zu Kurzstrecken.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-848\" alt=\"SAMSUNG\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013-11-17-13.09.09.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da meine Praktikumsschule wundersch\u00f6n zwischen Orangenfeldern, aber leider recht au\u00dferhalb der Stadt zwischen Silves und Lagoa gelegen ist, war die gro\u00dfe Frage, wo ich mich nun niederlassen sollte. Ich hatte bereits von zu Hause aus versucht, etwas Passendes zu finden, aber die Suche nach Wohnraum gestaltete sich schwieriger als gedacht. Aus diesem Grund verbrachte ich die ersten N\u00e4chte auch an der Algarve als Couchsurfer. Mit dieser Art der \u00dcbernachtung machte ich gute Erfahrungen, im Gegensatz zu manchen Skeptikern. Da ich in der Nebensaison an der Algarve bin, konnte ich vor Ort recht schnell eine passende Bleibe unter 250 \u20ac in Lagos finden. Wo sich in den Sommermonaten die Touristen tummeln, ist es im Winter relativ leer auf den Stra\u00dfen. Man merkt, wie alles zur Ruhe kommt.<\/p>\n<p>Landschaftlich ist die Westk\u00fcste der Algarve eine der sch\u00f6nsten Landstriche, die ich je gesehen habe. Steilk\u00fcste, gespickt mit Sandstr\u00e4nden, die im Winter nur von Surfern bev\u00f6lkert sind und kilometerweit unbeflecktes Land. Aber auch die S\u00fcdk\u00fcste hat ihre Reize. Hier ist die Steilk\u00fcste etwas zerkl\u00fcfteter und man findet an jeder Ecke tiefliegende Grotten und freistehende Felsformationen im Wasser.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich noch ein paar Worte\u00a0 zur portugiesischen Gelassenheit sagen. Die Menschen hier scheinen eine gewisse innere Ruhe, verbunden mit einer etwas melancholischen Grundstimmung, zu besitzen. Dies spiegelt sich unter anderem in der traditionellen Musik der Portugiesen, dem Fado, wider. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Schicksal. Die Musik handelt haupts\u00e4chlich von ungl\u00fccklicher Liebe, sozialen Missst\u00e4nden oder der Sehnsucht nach besseren Zeiten. Sie entwickelte sich urspr\u00fcnglich aus den Ges\u00e4ngen der Seefahrer, die oft wochenlang auf See blieben und ihre Familien nur selten sahen.<\/p>\n<p>Im Alltag k\u00f6nnte man sagen, dass die Portugiesen gem\u00e4\u00df dem Motto \u201eGo with the Flow\u201c leben. Allerdings bringt diese Lebensart auch \u00dcberraschungen mit sich. Man darf sich beispielsweise bei Busverbindungen nicht allzu sehr auf die Zeitangaben verlassen. Da kann es schon mal sein, dass der Bus 10 Minuten zu sp\u00e4t, p\u00fcnktlich oder gar 5 Minuten zu zeitig abf\u00e4hrt. Wenn etwas nicht so verl\u00e4uft wie geplant, wird eben ein anderer neuer Weg gefunden, ohne sich gro\u00df \u00fcber das Misslungene zu \u00e4rgern. Sowieso habe ich noch keinen Portugiesen extrem ver\u00e4rgert oder au\u00dfer sich gesehen. Das empfinde ich als sehr angenehm.<\/p>\n<p>Diese bisher beschriebenen Eindr\u00fccke best\u00e4tigen mir, dass die Wahl des Landes f\u00fcr mein Praktikum gut gelungen ist. Ich f\u00fchle mich hier sehr wohl und hoffe, dieses positive Lebensgef\u00fchl sp\u00e4ter auch nach Deutschland mitbringen zu k\u00f6nnen.<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_2088.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-846\" alt=\"IMG_2088#\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_2088-300x185.jpg\" width=\"300\" height=\"185\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKann denn Fado fade sein?\u201c, so lautet der Titel eines Buches, mit dem ich mich auf den Alltag in Portugal einstimmen wollte. 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