{"id":7202,"date":"2017-04-24T08:58:04","date_gmt":"2017-04-24T06:58:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=7202"},"modified":"2026-07-08T10:14:29","modified_gmt":"2026-07-08T08:14:29","slug":"zwischen-mayas-ladinos-und-garifunas-bienvenidos-a-guatemala","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/zwischen-mayas-ladinos-und-garifunas-bienvenidos-a-guatemala\/","title":{"rendered":"Zwischen Mayas, Ladinos und Gar\u00edfunas &#8211; Bienvenidos a Guatemala!"},"content":{"rendered":"<p>Hola und Buenos d\u00edas!<\/p>\n<p>Ich melde mich aus der guatemaltekischen Hauptstadt mit dem kreativen Namen Guatemala-Stadt, meinem Zuhause f\u00fcr die n\u00e4chsten 2 Monate. Ich bin Julia, 22 Jahre alt und studiere in Muenster den B.A. Politik und Wirtschaft. Ein Praktikum beim mittelamerikanischen Parlament PARLACEN f\u00fchrt mich nun in eine Region, die sich zurechtzufinden versucht zwischen westlichen Werten und den Traditionen der indigenen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Guatemala ist ein Land, das in vielfacher Weise sehr gespalten ist. Neben den 22 Maya-V\u00f6lkern sowie den von Europ\u00e4ern und Ind\u00edgenos abstammenden Ladinos gibt es an der Karibikk\u00fcste auch noch die Gar\u00edfunas, Nachfahren der zu Kolonialzeiten versklavten Afrikaner. Dieses Aufeinandertreffen f\u00fchrte und f\u00fchrt immer noch zu Spannungen, allem voran w\u00e4hrend des mehr als 30 Jahre andauernden B\u00fcrgerkrieges, der erst 1996 beendet werden konnte. Heute leben gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung unter der Armutsgrenze und haben nur wenig Zugang zu Bildung. All dies f\u00fchrt dazu, dass Guatemala nicht unbedingt als eines der sichersten Reisel\u00e4nder gilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vor meinem Praktikumsstart hatte ich die Gelegenheit, schon einige Orte dieses vielf\u00e4ltigen Landes zu erkunden. Ich hatte das Gl\u00fcck, hier zur Osterzeit zu sein. Die Semana Santa ist in Guatemala einer der wichtigsten Wochen des Jahres. Es finden die ganze Woche zu jeder Tageszeit Prozessionen statt, in denen die Ostergeschichte bis ins letzte Detail nachgespielt wird. Selbst in Regionen, in denen mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung den Maya angeh\u00f6ren, werden diese katholischen Br\u00e4uche durchgef\u00fchrt. Besonders sch\u00f6n fand ich die sogenannten Alfombras. Das sind Teppiche, die aus Blumen, Gem\u00fcse und allem was die Natur sonst so hergibt, vor dem eigenen Haus auf der Stra\u00dfe platziert werden. Die Familien beginnen dabei sp\u00e4t abends, diese Teppiche aufzubauen, was oft bis tief in die Nacht andauert.<\/p>\n<p>Bei meiner Reise durch das Land habe ich mich bisher nie unsicher gef\u00fchlt. Dies liegt vor allem an der dauerhaften Pr\u00e4senz von Milit\u00e4rpolizei, Touristenpolizei sowie der nationalen Polizei, die alle \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tze und vor allem die Touristenorten gut und schwer bewaffnet bewachen. Guatemala tut alles, um seinen Ruf als eines der kriminellsten L\u00e4nder loszuwerden. Wenn man au\u00dferdem die Regeln beachtet, dass man z.B. nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine unterwegs sein soll, niemals viel Bargeld und Wertgegenst\u00e4nde mit sich herumtr\u00e4gt, ist man hier recht sicher unterwegs.<\/p>\n<p>Seit ein paar Tagen bin ich nun in Guatemala-Stadt, wo ich bei einer Familie untergekommen bin. Ich habe ein eigenes Zimmer, w\u00e4hrend sich der Rest der Familie (die Gro\u00dfmutter, ihre zwei T\u00f6chter, drei der Enkel sowie immer mal wieder reinschneiende Verwandtschaft) die Betten in zwei Zimmer teilen. Das die ganze Familie, mehrere Generationen \u00fcberschneidend, in einem Haus auf so wenig Platz wohnt, ist hier jedoch eher die Regel als die Ausnahme und gibt mir die Gelegenheit, richtig in das guatemaltekische Leben einzutauchen. Insgesamt wohne ich in einer besseren Gegend, das Viertel hat einen Pf\u00f6rtner und ist komplett eingez\u00e4umt. Zur Arbeit werde ich mit dem Auto gebracht. Der Weg betr\u00e4gt gerade mal 6 km, aber aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ben\u00f6tigt man gut und gerne mal mehr als eine Stunde. Die Fahrt ist jeden Tag auf&#8217;s neue ein Abenteuer, Verkehrsregeln scheint es hier nicht zu geben. Die Tatsache, dass die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel und Taxis als nicht besonders sicher gelten, bedeutet ein noch h\u00f6heren Verkehrsaufkommen.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17918672_1519513181424761_290096120_n.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7215\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17918672_1519513181424761_290096120_n-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17918672_1519513181424761_290096120_n-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17918672_1519513181424761_290096120_n.jpg 540w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17965681_1519514008091345_1139132539_n.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7216\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17965681_1519514008091345_1139132539_n-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17965681_1519514008091345_1139132539_n-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/17965681_1519514008091345_1139132539_n.jpg 540w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7213\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCF1319.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hola und Buenos d\u00edas! 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