{"id":6550,"date":"2016-12-19T11:13:57","date_gmt":"2016-12-19T09:13:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=6550"},"modified":"2024-12-16T11:36:20","modified_gmt":"2024-12-16T09:36:20","slug":"famulatur-in-brisbane-australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/famulatur-in-brisbane-australien\/","title":{"rendered":"Famulatur in Brisbane, Australien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Australier sind wirklich locker im Umgang miteinander. Das merke ich \u00a0auch jeden Tag auf der Arbeit \u2013 es gef\u00e4llt mir sehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gescherzt und miteinander gelacht wird wohl \u00fcberall, aber der gr\u00f6\u00dfte Unterschied zu Deutschland ist wahrscheinlich die gegenseitige Anrede. Dies gilt nicht nur f\u00fcr Kollegen aller Hierarchiestufen (und davon gibt es in Krankenh\u00e4usern viele), sondern auch f\u00fcr alle Pflegekr\u00e4fte, andere Mitarbeiter, Patienten, sowie deren Angeh\u00f6rigen oder f\u00fcr z.B. das Ende einer Email. Da es im Englischen kein &#8220;Sie&#8221; als H\u00f6flichkeitsform gibt, wird einfach kurzerhand jeder mit du bzw. Vor- oder Spitznamen angesprochen. Ja, auch alle Patienten! Das l\u00e4sst gleich eine viel pers\u00f6nlichere Atmosph\u00e4re entstehen und man f\u00fchlt sich willkommen. Ich denke, dass es gerade auf Patientenebene einen gro\u00dfen Unterschied macht. Bei bevorstehenden Eingriffen, gibt eine solche Atmosph\u00e4re z.B. ein Gef\u00fchl\u00a0von Sicherheit, bei Arztgespr\u00e4chen das Gef\u00fchl von Menschlichkeit und bedingungsloser Akzeptanz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz alledem war ich zu Beginn der Famulatur (Medizinerdeutsch\u00a0f\u00fcr &#8220;Praktikum&#8221;) etwas verwirrt. Das beruhte vermutlich auf dem fehlenden Wissen \u00fcber das Australische Gesundheitssystm. Ich versuche es mal zu erkl\u00e4ren&#8230; Ich habe also eine Praktikumsstelle an einem privaten, \u00a0australischen Krankenhaus erhalten und einen f\u00fcr mich zust\u00e4ndigen Arzt, der an diesem Krankenhaus arbeitet. Jedoch bin ich nicht wie in Deutschland, jeden Tag in eben diesem Krankenhaus, sondern ungef\u00e4hr alle zwei Tage an einem anderen Krankenhaus. Also quasi montags und dienstags in Krankenhaus A, mittwochs und donnerstag in Krankenhaus B und freitags manchmal dann in Krankenhaus C, kann aber auch mal A oder B sein. Wieso ist das so? Ein selbstst\u00e4ndig arbeitender Arzt (&#8220;private practice&#8221;) kann seine Privatpatienten in verschiedenen privaten Krankenh\u00e4usern unterbringen und auch in verschiedenen H\u00e4usern Untersuchungsr\u00e4ume anmieten. Wie z.B. mein\u00a0Arzt, der als Gastroenterologe sehr viele Endoskopien und Coloskopien durchf\u00fchrt. Ich verbringe also den ganzen Tag mit meinem Betreuer, was ich auch wirklich gut finde, aber wechsel halt sehr oft meinen Arbeitsplatz. Das ist aber meiner Meinung nach nicht so schlimm, da man so viel sieht und eben nicht von einem Arzt zum N\u00e4chsten\u00a0weitergereicht\u00a0wird, sondern eine wirkliche Beziehung zueinander aufbauen\u00a0kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz des unerwarteten Arbeitsalltages, macht die Arbeit sehr viel Spa\u00df. Wir besprechen die verschiedenen Krankheitsbilder der Patienten und betrachten Krankheit im Allgemeinen auch einmal\u00a0aus anderen Blickwinkeln. Die Art und Weise wie er mir sein Wissen vermittelt, ist anders als ich es gewohnt bin und gerade deshalb finde ich es klasse. Nebenbei gibt&#8217;s vom anwesenden An\u00e4sthesisten immer wieder kurze Ausfl\u00fcge in sein Fachgebiet und Zeit f\u00fcr das ein oder andere pers\u00f6nliche Patientengespr\u00e4ch gibt es ebenfalls. Im Endeffekt kann ich also sagen, dass mein Praktikum hier zwar anders als in Deutschland und anders als erwartet ist, ich aber nicht\u00a0entt\u00e4uscht, sondern sehr zufrieden damit bin!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Australier sind wirklich locker im Umgang miteinander. 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