{"id":6329,"date":"2016-11-03T13:00:35","date_gmt":"2016-11-03T11:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=6329"},"modified":"2024-12-16T12:15:11","modified_gmt":"2024-12-16T10:15:11","slug":"forschen-in-birmingham","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/forschen-in-birmingham\/","title":{"rendered":"Forschen in Birmingham"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin im Rahmen des Projektmoduls meines Chemie-Masterstudiengangs an der University of Birmingham. Das Modul umfasst 12 Credits, kann jedoch mehr oder weniger beliebig lange ausgeweitet werden. Auch ich bleibe etwas l\u00e4nger als unbedingt erforderlich, n\u00e4mlich ganze 12 Wochen, an der britischen Uni. Uns wurde schon vor zwei Jahren eindringlich von einigen Professoren empfohlen, dieses Modul im Ausland zu absolvieren und da dieser typische ERASMUS-Austausch im Bachelorstudiengang in Chemie nicht m\u00f6glich ist, wollte ich diese Gelegenheit beim Schopf packen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe, die ich besuche, ist in der \u201aSchool of Chemistry\u2018 zentral auf dem Unicampus untergebracht. Das Geb\u00e4ude ist schon sehr alt, aber wie ich finde architektonisch stilvoll mit recht viel Holz gestaltet. Vom eigentlichen Studentenleben bekomme ich nicht so viel mit, da ich keine Vorlesungen besuche, sondern ausschlie\u00dflich im Labor und B\u00fcro der Arbeitsgruppe arbeite. Die Arbeitsgruppe ist mit drei Doktoranden und einer Postdoktorandin deutlich kleiner, als ich gedacht hatte \u2013 die Aufstellung auf der Homepage des Arbeitskreises war wohl schon veraltet. Dennoch hatte ich gleich einen positiven Eindruck. Auch wenn w\u00e4hrend des Tages jeder mehr oder weniger seiner Arbeit nachgeht, da die wenigstens Projekte geteilt werden, ist der Umgang stets freundlich und zuvorkommend.<\/p>\n<p>In meinem Projekt geht es um die Synthese von Metallkomplexen, die potentiell eine Antitumorwirkung haben sollen. Diese Komplexe wurden in der Arbeitsgruppe bereits vor etwa 10 Jahren hergestellt, allerdings fehlen einige biologische Studien, die ich nach der erfolgreichen Synthese noch nachholen soll. In den ersten zwei Wochen habe ich die Ausgangsstoffe hergestellt und mich etwas mehr eingelesen. Seitdem versuche ich mich an der Synthese verschiedener Isomere meines Komplexes, die durch unterschiedliche Reaktionsbedingungen gebildet werden sollen. Dies funktioniert jedoch nur bedingt gut, da ich h\u00e4ufig ein Isomerengemisch am Ende der Reaktion erhalte. Aus diesem Grund versuche ich die Bedingungen zur Aufreinigung per S\u00e4ulenchromatographie zu verbessern. Auch dies gestaltet sich schwierig. Sobald ich saubere Verbindungen hergestellt habe, geht es f\u00fcr mich an die biologischen Studien, die f\u00fcr mich als Chemiestudentin jedoch v\u00f6llig neu sind. Auf diese Erfahrung freue ich mich schon ganz besonders.<\/p>\n<p>Ich darf sehr frei und selbstst\u00e4ndig arbeiten und werde von der ganzen Arbeitsgruppe eher wie eine Doktorandin behandelt. Mein Arbeitstag beginnt meist gegen kurz vor 8.30 Uhr und endet meist gegen 17 Uhr. P\u00fcnktlichkeit ist nicht zwingend notwendig, es sei denn, man hat bestimmte Ger\u00e4te gebucht. Ich stehe sehr viel im Labor, muss aber zwischendurch auch immer wieder die Analytik der dargestellten Verbindungen auswerten oder mal in Ruhe \u00fcberlegen, wie es am besten weitergeht. Es gibt hier kaum feste Zeiten, die eingehalten werden m\u00fcssten. Da auch keine Mensa, wie ich sie aus Deutschland kenne, vorhanden ist, essen alle immer ihr selbstmitgebrachtes Essen, wann es ihnen am besten passt. Vortr\u00e4ge werden sehr selten angeboten; ich habe in den letzten Wochen nur zwei geh\u00f6rt. Arbeitsgruppenseminare finden alle zwei Wochen zusammen mit einer anderen Arbeitsgruppe statt. Diese bestehen aus den Vortr\u00e4gen der Doktoranden \u00fcber deren Forschung und Literaturvortr\u00e4gen. Etwa ein bis zweimal pro Woche spreche ich mit meinem Professor \u00fcber meine Ergebnisse und er gibt mir noch umzusetzende Ideen. \u00dcber diese Anregungen bin ich sehr dankbar, weil ich bei meinem ersten quasi eigenst\u00e4ndigen Projekt doch von Zeit zur Zeit mal ins Stocken gerate und dann gl\u00fccklicherweise nicht so viel Frust aufkommt.<\/p>\n<p>Allgemein bin ich sehr zufrieden mit meinem Projekt und dankbar daf\u00fcr, schon einmal Luft schnuppern zu d\u00fcrfen, wie sich der Arbeitsalltag als Doktorandin gestalten k\u00f6nnte. Schade finde ich, dass im Arbeitskreis wenig gemeinsame Aktivit\u00e4ten unternommen werden, allein schon weil der gemeinsame Gang in die Mensa einfach fehlt. Von der wissenschaftlichen Seite her w\u00fcnsche ich mir noch ein paar sch\u00f6ne Ergebnisse, bevor ich mich wieder nach Deutschland begebe, und einen gro\u00dfen Lerneffekt bez\u00fcglich meiner F\u00e4higkeiten in den biologischen Arbeitstechniken und vor allem auch f\u00fcr mein Englisch.<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6330\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341-300x225.jpg\" alt=\"School of Chemistry\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0341.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_6331\" aria-describedby=\"caption-attachment-6331\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0344.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6331\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0344-225x300.jpg\" alt=\"Der Turm mit der Uhr hat mir schon \u00f6fter bei der Orientierung geholfen\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0344-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0344-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0344-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0344-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0344.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6331\" class=\"wp-caption-text\">Der Turm mit der Uhr hat mir schon \u00f6fter bei der Orientierung geholfen<\/figcaption><\/figure>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6332\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342-300x225.jpg\" alt=\"Studierendencenter mit Restaurants, Imbiss und einigen Shops\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSCN0342.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin im Rahmen des Projektmoduls meines Chemie-Masterstudiengangs an der University of Birmingham. 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