{"id":6005,"date":"2016-10-10T10:45:30","date_gmt":"2016-10-10T08:45:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=6005"},"modified":"2024-12-16T12:49:34","modified_gmt":"2024-12-16T10:49:34","slug":"spuelservice-inklusive-der-finnische-laboralltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/spuelservice-inklusive-der-finnische-laboralltag\/","title":{"rendered":"Sp\u00fclservice inklusive &#8211; der finnische Laboralltag"},"content":{"rendered":"<p>Moi! Moi!<\/p>\n<p>Die erste Arbeitswoche liegt hinter mir, es ist Freitag und ich lasse die ersten Eindr\u00fccke des finnischen Laboralltags Revue passieren.<\/p>\n<p>Ich arbeite an der Universit\u00e4t Helsinki im Institut f\u00fcr Pharmazeutische Chemie und Technik. Mein Arbeitsbereich geh\u00f6rt zur Fakult\u00e4t f\u00fcr Pharmazie.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zu dieser Fakult\u00e4t geh\u00f6ren neben einigen Professoren auch zahlreiche Mitarbeiter, welche in verschiedenen Gruppen arbeiten. Diese Gruppen sind nach Themen unterteilt. Es gibt beispielsweise die Gruppe \u201emass spectrometry and metabolomics\u201c, in der ich arbeite oder die Gruppe f\u00fcr \u201edrug discovery\u201c und noch viele mehr. Die Grenzen zwischen den einzelnen Gruppen verwischen allerdings oftmals, so dass die Fakult\u00e4t nicht streng in Arbeitskreise unterteilt ist, so wie ich es aus Deutschland gewohnt bin. Ich arbeite an einer hier entwickelten Technik und besch\u00e4ftige mich vermehrt mit der Steroid-Chemie. Mein Arbeitstag beginnt um 9.00 Uhr und geht in der Regel bis 17.00 Uhr. Gerade jetzt am Anfang in der Vorbereitungsphase kann ich noch recht p\u00fcnktlich Feierabend machen. Im Vergleich zu Deutschland ist mir aufgefallen, dass die meisten Mitarbeiter oftmals zwischen 16.30 und 17.00 Uhr nach Hause gehen. Es ist eher ein 7-Stunden-Arbeitstag. Meine Mitbewohnerin hatte mir bereits berichtet, dass Finnen allgemein fr\u00fch Feierabend machen und dieses Klischee hat sich auch best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Positiv ist mir aufgefallen wie penibel hier im Labor auf Ordnung geachtet wird. Das Labor ist sehr aufger\u00e4umt. Ein unglaublicher Luxus ist der Sp\u00fclservice. Den w\u00fcrde ich gern mit nach Deutschland importieren. Benutzte Glasger\u00e4te sp\u00fclt man selbst grob mit Wasser, entfernt die Beschriftungen und stellt sie in daf\u00fcr vorgesehene Beh\u00e4lter. Einmal am Tag werden diese Beh\u00e4lter abgeholt und die Ger\u00e4te gereinigt.<\/p>\n<p>Es ist hier \u00fcblich in Hausschuhen und Schlappen durch das Institut zu laufen. Sobald die finnischen Mitarbeiter morgens in das B\u00fcro kommen, werden erst einmal die Schuhe gewechselt. Das war f\u00fcr mich sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig am Anfang. Vor allem da sie auch in Schlappen ins Labor gehen, auf Kittel und Schutzbrille wird vollkommen verzichtet. Ich wurde sogar etwas bel\u00e4chelt als ich zum Arbeiten meine Schutzbrille aufzog.<br \/>\nHausschuhe habe ich mir \u00fcbrigens bisher keine mitgenommen!<\/p>\n<p>In M\u00fcnster ist es \u00fcblich, um 11.30 Uhr mit dem gesamten Arbeitskreis in die Mensa zu gehen. Diese Zeit kam einem am Anfang des Studiums recht fr\u00fch vor. Hier in Finnland dagegen geht man bereits um 11.00 Uhr Mittagessen. Meine Betreuerin und ich gehen meistens mit zwei Kollegen aus dem B\u00fcro essen. Man bezahlt einen Festpreis von 5,70 \u20ac als Universit\u00e4tsmitarbeiter und bekommt ein St\u00fcck Obst, 3 Hauptg\u00e4nge, ein Salatbuffet, Brot, Wasser, S\u00e4fte und Milch zur freien Auswahl, auch was die Menge betrifft. Auff\u00e4llig ist allerdings wie viel Milch die finnischen Studenten und Mitarbeiter trinken. Wie fast alles im Leben ist auch das fr\u00fche Essen reine Gew\u00f6hnungssache und so erwische ich mich nun manchmal dabei, wie mir kurz vor 11.00 Uhr trotz Fr\u00fchst\u00fccks der Magen knurrt.<\/p>\n<p>Heute fand eine Verteidigung einer Doktorarbeit statt. Zu sp\u00e4t haben meine Betreuerin und ich davon Wind bekommen, denn nur allzu gern h\u00e4tte ich mir diese angeschaut, da die beteiligten Professoren hier in Finnland einen schwarzen Frack, Fliege und Zylinder w\u00e4hrenddessen tragen. Aber immerhin habe ich anschlie\u00dfend von der riesigen Torte zur Feier des Tages ein St\u00fcckchen abbekommen.<\/p>\n<p>Als Fazit: Die Arbeit verspricht spannend zu werden, die Atmosph\u00e4re hier im Institut ist sehr angenehm und ich habe sehr nette und hilfsbereite Kollegen. Es h\u00e4tte mich durchaus schlimmer treffen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Bis bald!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moi! Moi! 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