{"id":5984,"date":"2016-10-20T13:11:54","date_gmt":"2016-10-20T11:11:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=5984"},"modified":"2024-12-16T13:11:02","modified_gmt":"2024-12-16T11:11:02","slug":"wiskunde-en-natuurwetenschappen-der-arbeitsalltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wiskunde-en-natuurwetenschappen-der-arbeitsalltag\/","title":{"rendered":"wiskunde en natuurwetenschappen &#8211; Der Arbeitsalltag"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr mein Forschungspraktikum bin im am Institut f\u00fcr Analytische Biochemie, welches sich im ERIBA-Geb\u00e4ude des UMCG (Universit\u00e4tskrankenhaus) befindet. Das Geb\u00e4ude ist ziemlich neu und das Institut befindet sich im 6. Stock. Von meinem Schreibtisch aus habe ich einen tollen Blick \u00fcber Groningen und das Labor ist durch Dachfl\u00e4chenfenster meist sonnenlichtgeflutet. Ich h\u00e4tte es selber nicht geglaubt, aber jetzt wo es wieder fr\u00fcher dunkel wird ist es echt toll, wenn man quasi unter der Sonne arbeiten kann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In mein<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMAG04281.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6129 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMAG04281-169x300.jpg\" alt=\"imag04281\" width=\"217\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMAG04281-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMAG04281-576x1024.jpg 576w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMAG04281-600x1067.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMAG04281.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/a>em ersten Beitrag habe ich viel \u00fcber die Unterschiede zwischen uns und unseren Nachbarn berichtet. So unterschiedlich wir auch in unserer Freizeit oder bei den Essensgewohnheiten sind umso \u00e4hnlicher ist der Arbeitsalltag eines (angehenden) Wissenschaftlers. Meetings mit Kooperationspartnern und dem Professor oder Austausch mit Kollegen sind genauso an der Tagensordnung wie die Planung von Experimenten und die Verteilung von Messzeit an den Instrumenten. Das Einzige was sich deutlich unterscheidet ist, dass um 11:30 nicht der ganze Arbeitskreis zur Mensa aufbricht (ich hatte das Hagelslag-Mysterium ja bereits beschrieben) ;-).<\/p>\n<p>Zwar arbeite ich nat\u00fcrlich an einem f\u00fcr mich neuen Thema aber die Methoden im Labor sind doch nahezu identisch, was nat\u00fcrlich daran liegt, dass viele Methoden jahrelang etabliert wurden. Meine Experimente kann ich nahezu komplett selbstst\u00e4ndig planen, die Absprachen zur Nutzung von Ger\u00e4ten sind sowohl innerhalb des Instituts als auch anderen Instituten sehr unkompliziert. Bei Problemen oder Fragen hat meine Betreuerin immer ein offenes Ohr f\u00fcr mich, aber die selbst\u00e4ndige Planung meiner Experimente ist eine gute Vorbereitung f\u00fcr meine Masterarbeit.<\/p>\n<p>Ausserdem wurde meine Frustrationsgrenze hier sehr stark auf die Probe gestellt und ich konnte gleich beweisen wie ich mich im normalen Alltag eines Naturwissenschafters schlage, denn es gab einige Probleme wobei wir auf viele davon keinen Einfluss hatten. In meinem Projekt habe ich mich mit der Suche nach geeigneten Biomarkern f\u00fcr Geb\u00e4hrmutterhalskrebs besch\u00e4ftigt und daf\u00fcr eine Methode entwickelt, welche auf einem Nachweis mit Antik\u00f6rpern beruht. Neben nicht kompatiblen oder stark unspezifisch bindenen Antik\u00f6rpern hatten wir auch mit langen Lieferzeiten und einer Feiertagswoche in China zu k\u00e4mpfen. So waren wir eigentlich die gesamte Zeit unter Zeitdruck.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht wie es in anderen Studieng\u00e4ngen aussieht, aber die meisten Naturwissenschaftler unter euch werden es vermutlich verstehen. Es ist (zumindest f\u00fcr mich) hundertmal einfacher auf Englisch \u00fcber die Arbeit zu reden. Fast die gesamte Literatur ist auf Englisch, wodurch man gleich alle richtigen Vokabeln hat und au\u00dferdem gibt es oft einfach gar keine \u00dcbersetzung die eine Sache so auf den Punkt trifft wie das englische Original.<\/p>\n<p>So habe ich schon \u00f6fter festgestellt, dass es mir sehr leicht f\u00e4llt \u00fcber Massenspektrometrie oder Western Blots zu reden, aber wenn ich \u00fcber die Zust\u00e4nde in meiner WG-K\u00fcche\u00a0 reden m\u00f6chte, muss ich W\u00f6rter wie &#8220;ekelig&#8221;, &#8220;Lappen&#8221; oder &#8220;schimmelig&#8221; erst nachschlagen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines Aufenthalts in Groningen habe ich mittlerweile mit Studenten aus vielen verschiedenen L\u00e4ndern gesprochen und dabei immer wieder festgestellt, dass das Konzept des Masters (Chemie) in M\u00fcnster echt ziemlich gut ist. Neben der starken Verkn\u00fcpfung zwischen Theorie und Praxis ist es auch sehr leicht m\u00f6glich einen Forschungsaufenthalt im Ausland zu integrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr mein Forschungspraktikum bin im am Institut f\u00fcr Analytische Biochemie, welches sich im ERIBA-Geb\u00e4ude des UMCG (Universit\u00e4tskrankenhaus) befindet. Das Geb\u00e4ude ist ziemlich neu und das Institut befindet sich im 6. Stock. Von meinem Schreibtisch aus habe ich einen tollen Blick \u00fcber Groningen und das Labor ist durch Dachfl\u00e4chenfenster meist sonnenlichtgeflutet. 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