{"id":5102,"date":"2016-04-26T07:54:55","date_gmt":"2016-04-26T05:54:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=5102"},"modified":"2025-01-13T12:27:21","modified_gmt":"2025-01-13T10:27:21","slug":"ein-abenteuer-geht-zu-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/ein-abenteuer-geht-zu-ende\/","title":{"rendered":"Ein Abenteuer geht zu Ende"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\">Die letzten sechs Wochen in Usbekistan waren in jeglicher Hinsicht eine \u00e4u\u00dferst interessante und ertragreiche Zeit f\u00fcr uns, vor allem, weil es die bisher spannendste und exotischste Reise unseres Lebens war. Als wir uns dazu entschlossen hatten, das Praktikum in Usbekistan anzutreten, wussten wir nur sehr wenig von dem Land. Jetzt \u2013 sechs Wochen sp\u00e4ter \u2013 haben wir eine Vielzahl an Eindr\u00fccken und Erlebnissen sammeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><!--more--><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">An den Wochenenden machten wir uns auf, das Land zu erkunden: So ging es in die Berge, in die alten St\u00e4dte Samarkand und Buchara und in die von Taschkent weiter entfernte Museumsstadt Chiwa. Die zahlreichen historischen Baudenkm\u00e4ler der St\u00e4dte sind Meisterwerke orientalischer Architektur und garantieren ein reizvolles Ambiente von Tausendundeine Nacht.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160326_092503-169x300.jpg\" alt=\"20160326_092503\" width=\"198\" height=\"351\" \/>Unter der Woche waren wir mit dem Unterrichten am Lyzeum sowie der Unterrichtsvorbereitung besch\u00e4ftigt. W\u00e4hrend unserer Freizeit, haben wir uns mit den sehr an der deutschen Sprache und Kultur interessierten usbekischen Studenten zum Essen, Picknicken, Spazierengehen oder Shoppen auf dem Basar verabredet und haben so eine Menge vom usbekischen Alltag kennengelernt. Schnell ist uns aufgefallen, dass ein bestimmtes Thema die Jugendlichen besch\u00e4ftigt: Der Unterschied in der Zukunftsplanung der deutschen und usbekischen Studierenden. In Usbekistan ist es n\u00e4mlich \u00fcblich, dass die Eltern den Heiratspartner w\u00e4hlen und vor allem die M\u00e4dchen fr\u00fch heiraten und Kinder bekommen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Hervorzuheben ist zudem die lebhafte Beteiligung der gesamten Bev\u00f6lkerung an Feiertagen und Festen. Die Menschen fiebern diesen Tagen nicht nur mit Freude entgegen, sie beginnen mindestens zwei Wochen fr\u00fcher mit aufwendigen und pomp\u00f6sen Feiern.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" aligncenter\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/851316696_106313-300x169.jpg\" alt=\"851316696_106313\" width=\"448\" height=\"251\" \/><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Zentrum stehen immer gutes Essen, traditioneller Tanz und viel Musik. Wir haben uns davon anstecken lassen, feierten das Navruz-Fest und den 8. M\u00e4rz \u2013 den Weltfrauentag \u2013 mit und versuchten einige der typischen Tanzschritte zu erlernen. Tanzen kann in Usbekistan n\u00e4mlich jeder! Egal ob M\u00e4nner, Frauen oder Kinder, es scheint eine von Geburt an vorhandene Fertigkeit zu sein. Die Menschen zeichnen sich dabei stets durch Offenherzigkeit und Gastfreundschaft aus, aber auch durch Interesse an den deutschen Traditionen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" aligncenter\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160313_135339-300x169.jpg\" alt=\"20160313_135339\" width=\"352\" height=\"199\" \/><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir waren nicht nur begeistert von Land und Leuten, auch der Unterricht am Lyzeum hat uns sehr viel Freude bereitet. Im Vergleich zu einem Praktikum an einer deutschen Schule, das gr\u00f6\u00dftenteils aus Hospitationen besteht, konnten wir die Initiative ergreifen und sechs Wochen eigenst\u00e4ndig unterrichten. Schnell haben wir einsehen m\u00fcssen, dass sechs Wochen nicht gen\u00fcgen f\u00fcr eine intensive Arbeit mit den Sch\u00fclerInnen, zumal diese nur einmal pro Woche Deutschunterricht haben. So ist es schwierig, wenn nicht sogar fast unm\u00f6glich gewesen, in dieser Zeit \u00c4nderungen f\u00fcr einen geregelten Unterricht zu erzielen. Es ging viel mehr darum, das Interesse der Sch\u00fclerInnen f\u00fcr die deutsche Sprache zu wecken. Im Mittelpunkt stand die interkulturelle Kommunikation: Unsere Intention war es, den Sch\u00fclerInnen ein authentisches Deutschlandbild zu vermitteln, mit uns Muttersprachlern als Sprachvorbild. Und tats\u00e4chlich sind wir auf neugierige und motivierte Jugendliche gesto\u00dfen, die offen f\u00fcr neue Lernmethoden und Lernstrategien waren. Es hat uns immer wieder gro\u00dfe Freude bereitet, die Begeisterung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu beobachten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160401_123002.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160401_123002-300x225.jpg\" alt=\"20160401_123002\" width=\"327\" height=\"245\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir betrachten das Praktikum als eine wertvolle Lernerfahrung f\u00fcr uns als angehende Lehrerinnen. Neben viel Praxiserfahrung, die wir im Unterricht sammeln konnten, standen wir vor der Herausforderung, einen Weg zwischen unseren gewohnten Unterrichtsvorstellungen und den tats\u00e4chlichen M\u00f6glichkeiten zu finden. Am Lyzeum gibt es keinen Internetzugang, keine Druck- und Kopierm\u00f6glichkeiten. Generell erschien uns vieles in der Organisation sehr langsam und kompliziert und wir hatten oft den Eindruck, dass wir besonders viel Geduld aufbringen m\u00fcssen. So haben wir gelernt, uns an die Gewohnheiten und Regeln des Landes zu halten, auch wenn man t\u00e4glich Kontroll- und \u00dcberwachungssituationen sowie der Ausgangssperre um 21 Uhr ausgesetzt ist. Wir konnten dieses System oft nicht nachvollziehen, haben so aber ein anderes Gesellschaftskonzept kennengelernt und verstanden, dass wir als G\u00e4ste angesehen werden, die es zu besch\u00fctzen gilt. Trotz dieser Umst\u00e4nde und den f\u00fcr uns gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Regeln im Land, war der Aufenthalt in Usbekistan eine\u00a0bereichernde und empfehlenswerte Erfahrung f\u00fcr uns. Wir haben ein spannendes Land, eine neue Kultur und viele interessante Menschen kennengelernt<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160320_104744-300x169.jpg\" alt=\"20160320_104744\" width=\"372\" height=\"209\" \/>\u00a0 \u00a0 \u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160320_104955-169x300.jpg\" alt=\"20160320_104955\" width=\"185\" height=\"327\" \/><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Zeit als Praktikantinnen hat uns in unserem Berufswunsch best\u00e4rkt und dar\u00fcber hinaus sind wir besonders dankbar daf\u00fcr, dass wir uns erstmals als Lehrerinnen im DaF-Unterricht erproben durften.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wir w\u00fcrden jedem, der Interesse an einem unbekannten Land samt seiner Menschen und Kultur hat, ermutigen, diesen Schritt in die Fremde zu wagen, um eine einmalige Zeit zu erleben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/713213009_129805-300x168.jpg\" alt=\"713213009_129805\" width=\"299\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns nun von Usbekistan sowie von unseren Sch\u00fclerInnen nach Unterrichtsschluss mit einem singenden \u201eDas war super, das war elegant!\u201c.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Laura, Juliane und Christine<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160409_121456-300x169.jpg\" alt=\"20160409_121456\" width=\"296\" height=\"166\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten sechs Wochen in Usbekistan waren in jeglicher Hinsicht eine \u00e4u\u00dferst interessante und ertragreiche Zeit f\u00fcr uns, vor allem, weil es die bisher spannendste und exotischste Reise unseres Lebens war. 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