{"id":4557,"date":"2015-12-28T10:53:33","date_gmt":"2015-12-28T08:53:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=4557"},"modified":"2025-01-17T10:11:09","modified_gmt":"2025-01-17T08:11:09","slug":"det-er-norge-erste-eindruecke-aus-oslo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/det-er-norge-erste-eindruecke-aus-oslo\/","title":{"rendered":"Det er Norge! Erste Eindr\u00fccke aus Oslo."},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eWo k\u00f6nnte ich denn wohl ein Praktikum machen\u2026\u201c<\/em> \u2013 so f\u00e4ngt die Praktikumssuche vielleicht bei Einigen an, so auch vor einigen Monaten bei mir. Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz stolperte ich im September \u00fcber die Praktikumsanzeige des Goethe-Instituts in Oslo.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Laufe meines Skandinavistik-Studiums hatte ich schon h\u00e4ufiger geh\u00f6rt, dass man sich dort mindestens ein Jahr im Voraus bewerben sollte, um \u00fcberhaupt eine Chance auf ein Praktikum dort zu haben. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf fragte ich trotz allem per E-Mail dort an, ob denn eine Praktikumsstelle f\u00fcr den Zeitraum November bis Februar frei w\u00e4re. Prompt erhielt ich eine Antwort, dass eine Praktikantin abgesprungen sei und ich mich schnellstm\u00f6glich bewerben sollte. Gesagt, getan &#8211; und innerhalb nur weniger Tage bekam ich die endg\u00fcltige Zusage. Die Unterzeichnung des Praktikumsvertrags ging auch ganz fix und schon war es sicher: Ich darf f\u00fcr drei Monate an\u2019s Goethe-Institut in Oslo!<\/p>\n<p>Einfach so f\u00fcr drei Monate nach Norwegen zu ziehen, das ist gar nicht so einfach. Einige Dinge mussten noch gekl\u00e4rt werden:<\/p>\n<p><strong>WOHNUNG:<\/strong> Zum Gl\u00fcck habe ich Freunde in Oslo, die mir direkt auch einen Schlafplatz f\u00fcr die Zeit anboten. Das w\u00e4re also schon mal gekl\u00e4rt. Ansonsten h\u00e4tte es auch schwierig werden k\u00f6nnen, denn Oslo ist eine sehr teure Stadt und es ist nicht einfach, dort eine Unterkunft zu finden. Einen Platz in einem Studentenwohnheim kann sich nur sichern, wer auch selbst in Oslo studiert, und private Wohnungen und WGs sind f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse kaum bezahlbar. Es finden sich aber auch andere M\u00f6glichkeiten wie z.B. <a href=\"https:\/\/www.couchsurfing.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Couchsurfing<\/a> (was allerdings schwierig wird f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit) oder <a href=\"https:\/\/www.airbnb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Airbnb<\/a>.<\/p>\n<p><strong>FINANZIERUNG:<\/strong> Das Goethe-Institut selbst bietet leider nur unbezahlte Praktika an. Das Erasmus-Stipendium f\u00fcr Praktika ist eine willkommene finanzielle Hilfe, deckt allerdings im teuren Norwegen nicht alle Kosten ab. Lebensmittel sind etwa doppelt bis dreifach so teuer wie in Deutschland, sodass es schon schwierig wird, das Geld gut einzuteilen oder den Lebensstil, den ich so aus Deutschland kenne, aufrecht zu erhalten. In meiner Anfangszeit in Norwegen habe ich oft lange Zeit im Supermarkt gestanden und Preise umgerechnet, nur um ver\u00e4rgert festzustellen, wie viel teurer dort die Lebensmittel sind und dann die Packung Kekse oder die Paprika zur\u00fcckzulegen. Mittlerweile versuche ich, es einfach so hinzunehmen und mich nicht immer nur vom Preis vergraulen zu lassen, sondern dann doch nach den Keksen oder dem Apfel zu greifen \u2013 schlie\u00dflich will ich meine Zeit auch so genie\u00dfen. Auch hier gibt\u2019s gute M\u00f6glichkeiten, trotzdem lecker und nicht allzu teuer zu essen, z.B., indem man mit mehreren zusammen kocht.<\/p>\n<p><strong>TRANSPORT:<\/strong> Ich bin kein gro\u00dfer Fan vom Fliegen. Auf dem Hinweg lie\u00df es sich allerdings nicht vermeiden, und so flog ich mit SAS von Hamburg direkt nach Oslo. Das ist ja normalerweise der schnellste und einfachste Weg. Weihnachten wollte ich gerne im Norden Deutschlands bei meiner Familie verbringen, allerdings ungerne noch h\u00e4ufiger fliegen. So suchte ich dann lange nach verschiedensten Reisem\u00f6glichkeiten und fand zum Schluss eine gute Zugverbindung, die es mir m\u00f6glich machte, morgens aus Oslo aufzubrechen und abends zuhause in Deutschland anzukommen. Ich kann\u2019s nur empfehlen! F\u00fcr einen Weg habe ich etwa 80\u20ac gezahlt und konnte gem\u00fctlich mit dem Zug durch Norwegen, Schweden und D\u00e4nemark fahren. Ich musste nicht darauf achten, wie schwer mein Gep\u00e4ck ist (au\u00dfer, dass ich es nat\u00fcrlich schleppen musste\u2026) und hatte eine wirklich angenehme Fahrt, die mir ein Gef\u00fchl von Zeit gab, welches ich beim Fliegen immer vermisse.<\/p>\n<p>Aber wo wir schon beim Thema Transport sind: In Oslo selbst ist es sehr einfach, von A nach B zu kommen. Mit etwa 640.000 Einwohnern ist Oslo eine recht kleine Hauptstadt, was allerdings nicht hei\u00dfen muss, dass dies die Infrastruktur zug\u00e4nglicher macht. In Oslo ist es aber tats\u00e4chlich recht simpel: Es gibt Busse und Stra\u00dfenbahnen, die dich gut ans Ziel bringen, und die sogenannte <em>T-Bane<\/em> (T steht f\u00fcr \u201eTunnel\u201c \u2013 wobei die T-Bane auch sehr viel oberirdisch f\u00e4hrt). Sauber und eigentlich immer so leer, dass noch ein Platz frei ist, umf\u00e4hrt die T-Bane in einem Ring die Innenstadt und macht das Vorankommen wirklich sehr angenehm einfach.<\/p>\n<p>Sauber ist nicht nur die T-Bane, sondern die Stadt generell. Die Innenstadt selbst ist wirklich sehr gepflegt und hat viel zu bieten. Zahlreiche Museen und andere Sehensw\u00fcrdigkeiten lassen sich zu Fu\u00df gut erreichen. Bevor ich mich f\u00fcr das Praktikum bewarb war ich bereits zwei Mal f\u00fcr jeweils ein paar Tage in Oslo und hatte auch danach schon das Gef\u00fchl, die Stadt ganz gut kennengelernt zu haben. F\u00fcr mich wirkte sie nie typisch Norwegisch, sondern vielmehr wie eine moderne Stadt, die mit ihrem multikulturellen Angebot besticht. Was Oslo allerdings meiner Meinung nach als Stadt auszeichnet, ist die N\u00e4he zur Natur. Nur wenige Haltestellen vom Zentrum mit der T-Bane entfernt sind W\u00e4lder soweit das Auge reicht und naturbelassene Seen. Hier sieht man die Norweger abends nach der Arbeit oder am Wochenende joggen (auch oft genug mit Kinderwagen!), Fahrrad fahren, spazieren gehen oder auch Ski fahren (im Winter mit der klassischen Skier-Variante, im Sommer bzw. ohne Schnee dann einfach in der Rollschuh-Variante). Man merkt schnell, dass die Norweger eine andere Beziehung zur Natur und zum Drau\u00dfensein haben als die meisten Deutschen. Dieses Naturgef\u00fchl, das sogenannte <em>\u201efriluftsliv\u201c<\/em>, ist als Konzept auch in Schulen und Kinderg\u00e4rten fest verankert.<\/p>\n<p>Fast zwei Monate habe ich bereits in Oslo verbracht und kann neben den Erlebnissen in meinem Praktikum auch von dem Land und seinen Leuten viel lernen. Die Liebe zur Natur, die Gelassenheit und die Freundlichkeit der Norweger sind Eigenschaften, die ich sehr zu sch\u00e4tzen gelernt habe. Ich freue mich auf die n\u00e4chste Zeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWo k\u00f6nnte ich denn wohl ein Praktikum machen\u2026\u201c \u2013 so f\u00e4ngt die Praktikumssuche vielleicht bei Einigen an, so auch vor einigen Monaten bei mir. 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