{"id":4533,"date":"2015-12-16T16:11:06","date_gmt":"2015-12-16T14:11:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=4533"},"modified":"2025-01-17T12:18:05","modified_gmt":"2025-01-17T10:18:05","slug":"nicht-nur-von-aussen-modern-forschen-promovieren-und-leben-an-der-radboud-universiteit-nijmegen-nl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/nicht-nur-von-aussen-modern-forschen-promovieren-und-leben-an-der-radboud-universiteit-nijmegen-nl\/","title":{"rendered":"Nicht nur von au\u00dfen modern \u2013 Forschen, Promovieren und Leben an der Radboud Universiteit Nijmegen (NL)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Mein dreimonatiges Forschungspraktikum absolviere ich im Bio-Organisch Chemischen Institut der Radboud Universtit\u00e4t in Nijmegen (NL). Die Arbeitsgruppe, in der ich arbeite, forscht vor allem an Polymeren (Kunststoffen) und Peptiden (kleine Proteine).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Besondere ist, dass mein Forschungsprojekt beide Bereiche umfasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im weitesten Sinne synthetisiere ich amphiphile Molek\u00fcle (besitzen einen wasser- und einen fettliebenden Teil) auf Peptidbasis, die sich zu Fasern zusammenlagern, sowie in einem starken Magnetfeld ausgerichtet werden k\u00f6nnen. Ein \u00e4u\u00dferes Polymernetzwerk soll f\u00fcr eine weitere Stabilisierung sorgen. Das Ziel ist es, die so ausgerichteten Fasern zu nutzen, um die Anlagerung von Nervenzellen und ein gerichtetes Wachstum selbiger zu erm\u00f6glichen. Da die Fasern in einem starken Magnetfeld ausgerichtet werden m\u00fcssen, wird dieses Projekt erst durch eine enge Zusammenarbeit mit dem HFML (High Field Magnet Laboratory) m\u00f6glich. Dieses befindet sich direkt hinter dem Institutsgeb\u00e4ude und ist eine der wenigen Forschungsinstitutionen weltweit, die Forschung mit starken Magnetfeldern erm\u00f6glicht. Dieses Projekt stellt somit f\u00fcr mich eine einmalige Chance dar. Auch die Labore im Institut selbst sind gro\u00dfz\u00fcgig ausgelegt, gut ausgestattet und bieten gerade in den Abendstunden eine wundersch\u00f6ne Aussicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/photo_2015-12-14_18-20-58.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-4536 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/photo_2015-12-14_18-20-58-300x225.jpg\" alt=\"photo_2015-12-14_18-20-58\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/photo_2015-12-14_18-20-58-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/photo_2015-12-14_18-20-58-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/photo_2015-12-14_18-20-58-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/photo_2015-12-14_18-20-58.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einmalig war auch die Verleihung des \u201eNetherlands Award for Supramolekular Chemistry\u201c an den Nobelpreistr\u00e4ger Jean-Marie Lehn Ende September, der ich beiwohnen konnte. Dieser ist f\u00fcr die Entgegennahme des Preises nach Nijmegen gereist und hat einen inspirierenden Vortrag \u00fcber seine Forschung und vor allem auch seine Erfahrungen gehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Vortrag war aber nicht der Einzige, dem ich w\u00e4hrend meines Aufenthaltes folgen durfte. Neben der Interdisziplinarit\u00e4t wird n\u00e4mlich auch die Kommunikation in und unter den Arbeitsgruppen gro\u00dfgeschrieben. Die Arbeitsergebnisse und auch Probleme werden in den w\u00f6chentlich stattfindenden Vortr\u00e4gen und Besprechungen im kleinen oder gr\u00f6\u00dferen Rahmen vorgestellt und diskutiert, wodurch neue Blickwinkel und Ans\u00e4tze f\u00fcr das eigene Projekt erm\u00f6glicht werden. Aufgrund der Internationalit\u00e4t der Gruppe werden Vortr\u00e4ge grunds\u00e4tzlich in englischer Sprache gehalten, damit auch jeder mit eingebunden werden kann. Eine Ausnahme bildet hier die Kurzpr\u00e4sentation bei der Verteidigung der Doktorarbeit zur Erlangung des Doktorgrades, der grunds\u00e4tzlich in der Landessprache, also Dutch, gehalten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Den Doktorgrad erlangt man in den Niederlanden in der Regel nach einer Forschungszeit von 4 Jahren. Die Verteidigung und die Verleihung des Titels selbst werden an der Radboud Universit\u00e4t geradezu zelebriert. Zu meinem Erstaunen wurde zu Beginn und am Ende gebetet. Dieser Brauch geht auf die katholischen Wurzeln der Universit\u00e4t zur\u00fcck, die bis 2004 noch \u201eKatholieke Universiteit Nijmegen\u201c hie\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr ein bisschen Abwechslung vom Arbeitsalltag sorgten beispielsweise die arbeitsgruppen\u00fcbergreifenden Sportveranstaltung auf dem nahegelegenen sehr gro\u00dfen Sportgel\u00e4nde der Uni und der \u201eNolte-Meijer-Cup\u201c in Eindhoven. Zudem gab es f\u00fcr mich auf diversen Unternehmungen (Eislaufen, Bowling, \u2026 ) viele M\u00f6glichkeiten meine Mitpraktikanten, Arbeitskollegen, neue Freunde und die Eigenarten verschiedenster Kulturen und Br\u00e4uche n\u00e4her kennenzulernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein dreimonatiges Forschungspraktikum absolviere ich im Bio-Organisch Chemischen Institut der Radboud Universtit\u00e4t in Nijmegen (NL). 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