{"id":4499,"date":"2015-12-08T16:00:47","date_gmt":"2015-12-08T14:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=4499"},"modified":"2025-01-17T12:48:46","modified_gmt":"2025-01-17T10:48:46","slug":"home-sweet-home","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/home-sweet-home\/","title":{"rendered":"Home Sweet Home"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt, da mein Praktikum vorbei ist, muss ich sagen, dass ich mich zuletzt wirklich auf Zuhause gefreut habe. Da hat sicher auch das bevorstehende Weihnachtsfest seine Finger im Spiel gehabt, aber auch die Sehnsucht nach der eigenen Wohnung, dem eigenen Essen und den Freunden hat mir zu schaffen gemacht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Essen an der Schule war immer gut, keine Frage, gerade f\u00fcr Kantinenessen. Allerdings war man immer auf die Men\u00fcs begrenzt und gerade was Salate anging, war nicht wirklich was zu machen. Das hatte zur Folge, dass ich einige Kilos zugenommen habe, zumal es alle f\u00fcnf Minuten Kuchen, Kekse oder Nachtisch gab. Da habe ich mich nicht nur einmal nach einem anst\u00e4ndigen Salat oder einfach einem Butterbrot gesehnt. Aber so ist die K\u00fcche eben \u00fcberall anders und h\u00e4tte ich dort nicht in der Schule gewohnt, h\u00e4tte ich ja kochen k\u00f6nnen, wie ich wollte.<\/p>\n<p>Ich habe auf jeden Fall festgestellt, dass ich diesen Beruf wirklich auch machen will. Die Arbeit mit den Kindern hat mir unheimlich viel Spa\u00df gemacht und gerade die etwas \u00e4lteren Gruppen habe ich sehr lieb gewonnen. Das hat mir auch nochmal best\u00e4tigt, dass ich richtigerweise nicht Grundschullehramt gew\u00e4hlt habe. Die kleinen waren zwar auch unheimlich niedlich und lieb, aber ich h\u00e4tte schlichtweg nicht die n\u00f6tige Geduld, jedes Mal wieder das gleiche zu erkl\u00e4ren und von vorne anzufangen. Das k\u00f6nnen andere Leute wesentlich besser und ich komme einfach besser mit Teenagern zurecht. Also alles richtig gemacht \ud83d\ude42 Aber die Erkenntnis, dass mir dieser Beruf auch in der Praxis wahnsinnig viel Spa\u00df macht und ich auch gutes Feedback bekommen habe, hat mich in meiner Berufswahl einfach unglaublich beruhigt. Man wei\u00df es eben einfach nicht, bevor man es nicht wirklich probiert. Die Schulpraktika in Deutschland waren zu passiv, um es wirklich beurteilen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was ich gemerkt habe an dieser Schule ist, dass mir das englische Schulsystem nicht ganz so gut gef\u00e4llt. Die Vorgaben in den Fremdsprachen sind sehr streng und lassen nicht viel Platz f\u00fcr die wirklich interessanten Dinge, die einen auch f\u00fcr das Fach oder Land begeistern k\u00f6nnen. Vielleicht wird sich da in den n\u00e4chsten Jahren allerdings einiges \u00e4ndern und der Schwerpunkt auf die m\u00fcndlichen Kompetenzen ist sicher auch ein Vorteil. Was ich am schwierigsten fand an der ganzen Schule, war die Tatsache, dass man immer aufpassen musste, dass den Eltern alles gef\u00e4llt, was man tut. Dadurch, dass die Eltern an die Schule so viel Geld bezahlen, wird nat\u00fcrlich auch eine Menge erwartet. Au\u00dferdem ist der Druck auf die Lehrer so ein ganz anderer, denn im Endeffekt zahlen die Eltern das Gehalt. Das kann schon mal zu schwierigen Situationen f\u00fchren und man kann sich seines Jobs nie so richtig sicher sein. Das w\u00e4re auf Dauer f\u00fcr mich nichts gewesen. Das h\u00e4ngt aber sicher auch mit der Tatsache zusammen, dass es eben eine Privatschule war, an der die Schulgeb\u00fchren horrend hoch waren. Die Lehrer an sich haben eigentlich ein ziemlich gutes Leben dort, einige haben nat\u00fcrlich viel zu tun, aber das ist ja \u00fcberall so.<\/p>\n<p>England als Land hat mir, wie erwartet, sehr gut gefallen. Auch als ich nach dem Abi in Irland war, war ich schon von der Offenheit der Leute dort begeistert. Ich habe supertolle Leute kennen gelernt, mit denen ich auch in Kontakt bleiben werde und werde auch das Kollegium und die Sch\u00fclerinnen vermissen. Man darf nicht vergessen, dass die M\u00e4dchen auf der Schule fast alle extrem gut erzogen und freundlich sind. Das wird man auf mancher \u00f6ffentlichen Schule so sicher nicht erleben und das ist mir auch bewusst.<\/p>\n<p>Das Land ist landschaftlich toll, mir gefallen die vielen gr\u00fcnen Fl\u00e4chen einfach total und ich mag den etwas h\u00fcgeligen Charakter, der besonders von den Malvern Hills aus super zu erkennen ist. Einmal bin ich im Nebel auf die H\u00fcgel gestiegen und konnte von oben aus im Sonnenschein auf die Nebeldecke herunter schauen, die die ganze Stadt eingenommen hat.<\/p>\n<p>Ich werde sicherlich noch einige Male r\u00fcberfahren oder fliegen und die Leute besuchen und ich will auch in keinem Fall ausschlie\u00dfen, dass ich irgendwann dauerhaft dort lande. Das kann ich einfach noch nicht sicher sagen. Allerdings m\u00f6chte ich ungern darauf verzichten, Englisch zu unterrichten und das k\u00f6nnte nat\u00fcrlich ein Problem werden, da ich Englisch ja hier als Fremdsprache studiere. Aber das hat alles noch Zeit, jetzt bin ich einfach erstmal gl\u00fccklich, dass ich so eine wundersch\u00f6ne Zeit dort hatte, so nette Leute getroffen und so tolle Dinge erlebt habe. Und jetzt kann ich in Ruhe die Weihnachtszeit hier genie\u00dfen und einen Gl\u00fchwein auf meine Freunde in England trinken, cheers!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt, da mein Praktikum vorbei ist, muss ich sagen, dass ich mich zuletzt wirklich auf Zuhause gefreut habe. 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