{"id":3993,"date":"2015-10-12T15:55:06","date_gmt":"2015-10-12T13:55:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=3993"},"modified":"2025-01-17T12:23:20","modified_gmt":"2025-01-17T10:23:20","slug":"barcelona-hauptstadt-kataloniens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/barcelona-hauptstadt-kataloniens\/","title":{"rendered":"Barcelona &#8211; Hauptstadt Kataloniens"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass Barcelona eine gro\u00dfe Stadt ist und von der Lage her kaum zu \u00fcbertreffen, wusste ich schon von einem Kurzaufenthalt w\u00e4hrend der Sommerferien vor ein paar Jahren. Die N\u00e4he zu den Pyren\u00e4en und Frankreich sowie die direkte Lage am Mittelmeer versprechen Abwechslung sowie\u00a0gutes Wetter und, wenn man dann noch den Statistiken Glauben schenkt, die Spanien zum beliebtesten Land f\u00fcr ERASMUS-Studierende erkl\u00e4rt, dann steht fest: ein l\u00e4ngerfristiger Aufenthalt in Barcelona wird mit Sicherheit unvergesslich!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der erste Eindruck, der sich mir bot, als\u00a0ich am 01.09.2015 meinen ersten Spaziergang in Form meines circa 1,5-st\u00fcndigen\u00a0\u00a0Heimwegs von der Arbeit unternahm, war: Barcelona ist riesig!<\/p>\n<p>Mit 1,6 Millionen Einwohner_innen auf 101 Quadratkilometern ist Barcelona die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Spaniens und au\u00dferdem Hauptstadt Kataloniens. Vor meiner Anreise hatte ich sicherlich schon einmal von der Region \u201eKatalonien\u201c geh\u00f6rt und dank des Film \u201eL&#8217;auberge espagnole\u201c ( Film von C\u00e9dric Klapisch, Trailer zum Film <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fZoCXYEg58U\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fZoCXYEg58U<\/a> ) auch gelernt, dass das hier gesprochene Katalanisch nicht automatisch zu verstehen ist, wenn man \u201eSpanisch\u201c sprechen kann (dass man statt \u201espanisch\u201c besser kastellanisch sagt, wei\u00df ich auch erst seit den paar Wochen, in denen ich nun hier bin), aber viel weiter reichte mein Wissensstand in Bezug auf Katalonien nicht.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise lag mein Anreisedatum jedoch gerade mal 10 Tage vor dem katalanischen Nationalfeiertag \u201eLa Diada\u201c, an welchem der Kapitulation Barcelonas vom 11.09.1714 gedacht und gleichzeitig von vielen Bewohner_innen ihr Wunsch nach einer erneuten Unabh\u00e4ngigkeit Kataloniens von Spanien\u00a0ge\u00e4u\u00dfert wird. Auch am 24.09. bot sich noch einmal die Gelegenheit, w\u00e4hrend der \u201eFiesta de la Merc\u00e8\u201c, einer f\u00fcnft\u00e4gigen Feier zu Ehren des Schutzpatrons von Barcelona, traditionellen T\u00e4nzen und Ereignissen sowohl spanischer als auch katalanischer Art beizuwohnen und etwas mehr \u00fcber Stadt, Region und Leute zu erfahren. Nur 3 Tage nach dem H\u00f6hepunkt der Festlichkeit fanden am 27.09. schlie\u00dflich Regionalwahlen in Katalonien statt, in denen die Einwohner_innen die Chance hatten, ihre Stimme f\u00fcr diejenigen Parteien abzugeben, die sich eine Unabh\u00e4ngigkeit der Region innerhalb der n\u00e4chsten 18 Monate als Ziel gesetzt hatten. Die Mehrheit der Stimmen blieb den separatistischen Parteien allerdings verwehrt. Auch, wenn es in Barcelona nicht so wirkt, gibt es also durchaus auch Gegner der Unabh\u00e4ngigkeit Katalaniens vom Rest Spaniens.<\/p>\n<p>Jetzt beim Niederschreiben dieser Ereignissen wird mir klar, dass es sicherlich empfehlenswert ist, sich bei einem Besuch eines Museums zur katalanischen Geschichte noch intensiver mit der Historie\u00a0der Region Katalonien und nat\u00fcrlich Barcelona als deren Hauptstadt zu informieren. Bislang habe ich noch kein Museum hier besucht, werde das aber sicherlich demn\u00e4chst nachholen, immerhin hat Barcelona diesbez\u00fcglich einiges zu bieten: Museu d&#8217;Art Contemporani de Barcelona (MACBA), Museu Picasso, Museu Nacional d&#8217;Art de Catalunya und und und.<\/p>\n<p>Der Eindruck, dass Barcelona \u201eriesig\u201c ist, besteht auch noch nach 6 Wochen fort. F\u00fcr mich, die ich in Kassel geboren bin (ca. 300.000 Einwohner_innen) und in M\u00fcnster studiere (ca. 350.000 Einwohner_innen) ist die Gr\u00f6\u00dfe der Stadt nat\u00fcrlich aufregend, spannend, aber auch manchmal anstrengend und erm\u00fcdend. Das Ziel der ersten freien Tage bestand demnach erst einmal darin, sich einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber die Stadt und die einzelnen Viertel Barcelonas zu verschaffen. Am einfachsten l\u00e4sst sich dieser durch ausgiebige Spazierg\u00e4nge und das unvermeidbare Herumirren (insbesondere in den Vierteln \u201eEl Born\u201c und \u201eBarri Gotic\u201c) gewinnen. Das Zulegen eines Reisef\u00fchrers kann dabei sicherlich hilfreich sein, um etwas schneller ein wenig Orientierung zu erlangen, aber \u00fcber kurz oder lang findet sicher auch jede_r auf eigene Faust zu den Sehensw\u00fcrdigkeiten der einzelnen Viertel.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich betrachte eine Stadt gerne zun\u00e4chst einmal von oben und orientiere mich dann anhand einiger hervorstechender Merkmale. Ein Spaziergang auf den 200 Meter hohen Montjuic, an deren Fu\u00df sich das Viertel &#8220;El poble sec&#8221; befindet, lohnt sich aber nicht nur zum Verschaffen eines \u00dcberblicks \u00fcber die Stadt, sondern auch einfach f\u00fcr den \u00a0sch\u00f6nen Ausblick.<\/p>\n<p>Wer es lieber ein bisschen h\u00f6her und weiter weg von dem Wirrwarr der Stadt m\u00f6chte, kann sich bei einer Wanderung auf den Tibidabo oder einem Ausflug auf die Bunkerterrassen einer besonderen Aussicht erfreuen. Auf den Fernsehturm auf dem Tibidabo kann man als Student_in f\u00fcr knapp 4 Euro fahren.<\/p>\n<p>Ebenfalls empfehlenswert, wenn auch nicht gerade g\u00fcnstig, ist eine Fahrt mit einem der Touristenbusse, bei denen verschiedene Touren durch Barcelona abgefahren werden und man interessante Infos \u00fcber verschiedene Geb\u00e4ude, Viertel und Menschen \u00fcber den Audio-Guide erfahren kann. Zum Sammeln von Ausflugszielen sicherlich keine schlechte Idee.<\/p>\n<p>Nach 6 Wochen in Barcelona ist jetzt schon die H\u00e4lfte meines Aufenthalts rum, aber ich kann sagen, dass ich mich bereits ein wenig eingelebt habe und mich trotz der Gr\u00f6\u00dfe der Stadt, der Menge der Menschen, der vielen Tourist_innen und gro\u00dfen Auswahl an Unternehmungen ein wenig zu Hause f\u00fchle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Dass Barcelona eine gro\u00dfe Stadt ist und von der Lage her kaum zu \u00fcbertreffen, wusste ich schon von einem Kurzaufenthalt w\u00e4hrend der Sommerferien vor ein paar Jahren. 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