{"id":3517,"date":"2015-07-07T09:31:29","date_gmt":"2015-07-07T07:31:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=3517"},"modified":"2019-07-29T14:22:47","modified_gmt":"2019-07-29T12:22:47","slug":"il-tempo-vola-praktikum-finito-mein-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/il-tempo-vola-praktikum-finito-mein-fazit\/","title":{"rendered":"Il tempo vola \u2013 Praktikum finiTO, mein Fazit"},"content":{"rendered":"<p>Ich kann kaum fassen, dass mein dreimonatiges Praktikum am Goethe-Institut schon vorbei sein soll, aber tats\u00e4chlich habe ich letzte Woche zum letzten Mal die historische Piazza San Carlo \u00fcberquert, um meinen finalen Arbeitstag zu absolvieren. Im Anschluss habe ich noch ein paar Tage am Meer in Ligurien verbracht, das in nur 2 Stunden von Turin aus erreicht werden kann. Es gab zum Abschied noch einen sch\u00f6nen Aperitivo im Institut, so dass ich mich geb\u00fchrend von den Kollegen und vom italienischen Essen (wir hatten allerlei Antipasti und Dolci besorgt) verabschieden konnte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-3519 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11705227_919438221447961_1830032674088718614_n-300x225.jpg\" alt=\"11705227_919438221447961_1830032674088718614_n\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11705227_919438221447961_1830032674088718614_n-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11705227_919438221447961_1830032674088718614_n-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11705227_919438221447961_1830032674088718614_n-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11705227_919438221447961_1830032674088718614_n-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11705227_919438221447961_1830032674088718614_n.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wenn ich ein Fazit ziehen soll, muss ich sagen, dass meine Erwartungen an dieses Praktikum als auch an die Stadt Turin\u00a0nicht nur erf\u00fcllt, sondern sogar \u00fcbertroffen wurden. Das Praktikum war zwar von Anfang an auf Unterrichtshospitationen ausgelegt, ohne jedoch die Garantie auf eigenst\u00e4ndige Unterrichtsplanung und -durchf\u00fchrung. Doch gleich zu Beginn traute die Leiterin der Sprachabteilung uns beiden Praktikantinnen zu, uns ohne verpflichtendes Arbeitspensum selbst zu organisieren und unseren Interessen nachzugehen. Wer sich also als Lehrkraft f\u00fcr Deutsch als Fremdsprache ausprobieren und tats\u00e4chliche Praxiserfahrung sammeln m\u00f6chte, ist im Goethe-Institut in Turin genau richtig. Ich habe im Endeffekt neben der \u00dcbernahme von Teilsitzungen, in denen die eigentliche Lehrkraft anwesend war und mir danach wertvolles Feedback geben konnte, komplett eigene Stunden auf verschiedenen Niveaustufen\u00a0in Vertretung f\u00fcr andere Lehrer vorbereitet und durchgef\u00fchrt. Dieses <em>learning by doing<\/em> war zu Beginn nicht leicht, die elektronische Tafel (mit dem schicken Namen\u00a0<em>Smartboard<\/em>) musste richtig bedient werden und ich habe auch viele Dinge vergessen, die ich mir urspr\u00fcnglich vorgenommen hatte. Doch schon bald habe ich mir F\u00e4higkeiten angeeignet, die ich durch alleiniges Zuschauen niemals erreicht h\u00e4tte, Didaktisierungen durch Recherchen erarbeitet, auf die ich ohne die alleinige Verantwortung f\u00fcr die ganze Stunde wohl kaum gesto\u00dfen w\u00e4re. Es hat mir viel Spa\u00df gemacht zu beobachten, ob das Stundenkonzept aufgeht und die Kursteilnehmer neue grammatische Strukturen richtig anwenden k\u00f6nnen, oder ob ein missverst\u00e4ndlicher Ausdruck von mir und ein fehlendes Beispiel gleich zum Chaos f\u00fchren. Ich bin durch dieses Praktikum als Lehrerpers\u00f6nlichkeit gewachsen und kann mir gut vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten. Am liebsten w\u00e4re ich gleich dort geblieben (dann aber gegen Bezahlung&#8230;), doch leider musste ich nach Deutschland zur\u00fcckkehren um meine letzten Pr\u00fcfungen abzulegen.\u00a0Die fehlende Bezahlung ist tats\u00e4chlich das einzige Manko eines Praktikums am Goethe-Institut (weltweit), welches zwar durch die Wertsch\u00e4tzung, die man erf\u00e4hrt, und die pers\u00f6nliche Erfahrung wettgemacht wird, doch ohne ein Erasmus-Stipendium und\/oder die Unterst\u00fctzung der Eltern kommt man kaum \u00fcber die Runden.<\/p>\n<p>Turin als Stadt, um ein Praktikum oder Auslandssemester zu machen, ist absolut empfehlenswert. In etwa 2 Stunden sind Meer oder Berge erreichbar, das Aostatal und die Region Piemont haben ebenfalls viel zu bieten. Die Stadt selbst \u00fcberzeugt durch ihr gr\u00fcnes Gesicht (Fiat liegt ja etwas au\u00dferhalb), den riesigen Valentino-Park und die Fl\u00fcsse Po und Dora. Es finden st\u00e4ndig Kulturfestivals statt, in deren Rahmen Veranstaltungen umsonst und drau\u00dfen stattfinden, wie etwa das Classic Music Festival (die Oper Carmen gratis auf der Piazza San Carlo \u2013 Wahnsinn!), das Jazz Music Festival, das Interplay Tanzfestival oder eins der zahlreichen Parkfeste. Man kann kaum alles wahrnehmen, was man m\u00f6chte, so viel Kultur wird einem geboten. Ein Highlight war dann nat\u00fcrlich noch San Giovanni am 24. Juni, ein Feiertag zu Ehren des Stadtheiligen, an dem abends ein riesiges, halbst\u00fcndiges Feuerwerk \u00fcber dem Po zu bewundern ist. Musikalisch untermalt bestaunen dann mehrere tausend Menschen vom Piazza Vittorio Veneto\u00a0aus, einem der gr\u00f6\u00dften Pl\u00e4tze Europas, dieses Ereignis. Auch die Architektur Turins ist wundersch\u00f6n, w\u00e4hrend im Zentrum die breiten Stra\u00dfen, die fast je 1 km langen Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen Via Roma und Via Garibaldi und enormen Pl\u00e4tze vorherrschen, auf denen sich stets Menschen tummeln, gibt es auch Stadtteile wie San Salvario oder Quadrilatero, die wie kleine D\u00f6rfer innerhalb der Stadt wirken und mit ihrer Masse an Lokalen zum Essen und Trinken einladen. Auch der Markt von Crocetta ist f\u00fcr Modeinteressierte empfehlenswert, w\u00e4hrend man auf dem gr\u00f6\u00dften un\u00fcberdachten Marktplatz Porta Palazzo seine 7 Sachen stets im Blick haben sollte \u2013 definitiver Diebstahlalarm. Das superg\u00fcnstige und qualitativ hochwertige Obst und Gem\u00fcse oder die Brioche f\u00fcr 50 Cent sind einen Besuch nat\u00fcrlich trotzdem wert, man muss ja nicht gleich eines der geklauten Fahrr\u00e4der erwerben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3518\" aria-describedby=\"caption-attachment-3518\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11692695_919438238114626_5033869372793295100_n.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3518 size-medium\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11692695_919438238114626_5033869372793295100_n-225x300.jpg\" alt=\"11692695_919438238114626_5033869372793295100_n\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11692695_919438238114626_5033869372793295100_n-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11692695_919438238114626_5033869372793295100_n-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11692695_919438238114626_5033869372793295100_n-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11692695_919438238114626_5033869372793295100_n-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11692695_919438238114626_5033869372793295100_n.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3518\" class=\"wp-caption-text\">Tagliatelle nere con le vongole &#8211; mhhhhh<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die italienische Lebensart fehlt mir jetzt schon, das Geplapper und die Musik der alten Menschen auf den Pl\u00e4tzen, das Gerede vor, bei und nach dem Essen \u00fcber Essen, die Minimum 3 Espressi am Tag und die deutsche Insel &#8220;Goethe-Institut&#8221; mittendrin.\u00a0Ich hatte das Gl\u00fcck durch Mitbewohnerinnen, Partner und Freunde au\u00dferhalb der Arbeit stets von Italienern umringt zu sein, so dass ich sprachlich und das allt\u00e4gliche Leben betreffend viel f\u00fcr mich mitnehmen konnte. Wer dagegen auch in seiner Freizeit viel mit Deutschen zu tun hat, sollte sich ein Praktikum am Goethe-Institut zur Verbesserung der Sprachkenntnisse lieber zweimal \u00fcberlegen, im Unterricht und im Institut spricht man schlie\u00dflich Deutsch. Die Kursteilnehmer freuen sich nat\u00fcrlich zu sehen, dass auch die Lehrerin nicht perfekt ist, wenn man selbst mal einen Fehler auf Italienisch macht, grundlegende Kenntnisse sollten aber unbedingt vorhanden sein bzw. ausgebaut werden.<\/p>\n<p>Ich freue mich schon jetzt auf meinen n\u00e4chsten Urlaubsbesuch in Apulien im August und sage Arrivederci Torino \u2013 Auf ein (baldiges) Wiedersehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kann kaum fassen, dass mein dreimonatiges Praktikum am Goethe-Institut schon vorbei sein soll, aber tats\u00e4chlich habe ich letzte Woche zum letzten Mal die historische Piazza San Carlo \u00fcberquert, um meinen finalen Arbeitstag zu absolvieren. 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