{"id":3162,"date":"2015-03-31T09:59:44","date_gmt":"2015-03-31T07:59:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=3162"},"modified":"2019-07-23T11:27:24","modified_gmt":"2019-07-23T09:27:24","slug":"lugo-kommt-mir-galicisch-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/lugo-kommt-mir-galicisch-vor\/","title":{"rendered":"Lugo \u2013 kommt mir galicisch vor!"},"content":{"rendered":"<p>Vor Antritt meiner Reise in meine neue Heimat f\u00fchlte ich mich recht gut auf das Leben in <a href=\"http:\/\/www.lugo.es\/cs\/Satellite?pagename=Lugo%2FPage%2FLugoInicio\" target=\"_blank\">Lugo<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.xunta.es%2Fportada&amp;h=NAQEstvD4\" target=\"_blank\">Galicien<\/a>, vorbereitet. Ich hatte bereits eine Menge Erfahrungen aus zahlreichen Urlauben und zuletzt aus zehn Monaten Auslandsstudium in Oviedo, Asturien, gesammelt. \u201eUnd Asturien liegt ja direkt neben Galicien\u201c, dachte ich, \u201eau\u00dferdem kennst du Galicien schon von einigen Reisen, unter anderem auf dem Jakobsweg, also wei\u00dft du ja, was dich dort erwarten wird.\u201c<!--more--><\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3168\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2-225x300.jpg\" alt=\"Marie-Kopp-Bild-2\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-2.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Die Stadt selbst war einige der wenigen hier im Norden, die ich noch nicht kannte. Da sie mit ca. 100.000 Einwohnern relativ klein ist, hatte ich vor meiner Ankunft nicht erwartet, dass sie doch sehr lebendig ist \u2013 wenn nicht gerade die traditionelle Siesta gehalten wird (ob nun mit oder ohne Schlaf). Denn nach dem (sehr sp\u00e4ten) Mittagessen, zwischen 14 und 17 Uhr, sind die sonst auf den Stra\u00dfen so pr\u00e4senten Spanier in ihren H\u00e4usern verschwunden. Daf\u00fcr geht das Leben am sp\u00e4ten Nachmittag erst so richtig los und bis in den sp\u00e4ten Abend sind alle Stra\u00dfen und Caf\u00e9s voller Menschen, sowohl im Zentrum als auch im Rest der Stadt.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-3.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3169\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-3-300x225.jpg\" alt=\"Marie-Kopp-Bild-3\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-3-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-3-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-3-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-3-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-3.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Uhren ticken hier also buchst\u00e4blich anders: Der Tag beginnt nicht vor 9 Uhr, die Superm\u00e4rkte \u00f6ffnen sogar erst um 9.30 Uhr, was hier auch die arbeitende Bev\u00f6lkerung nicht zu st\u00f6ren scheint \u2026 Was jetzt ja auch mich betrifft, denn zum ersten Mal bin ich also in Spanien, um zu arbeiten. An die neuen Tageszeiten konnte ich mich anfangs erst nicht recht gew\u00f6hnen, nach ein paar Wochen hatte sich meine innere Uhr aber ganz gut angepasst.<\/p>\n<p>Als unerwartet schwierig hat sich leider meine Wohnungssuche herausgestellt und mir meinen Start in Lugo etwas schwerer gemacht, als geplant. Das eigentliche Problem liegt dabei weniger an nicht vorhandenen Wohnungen, wie ich es aus Deutschland und ganz besonders aus M\u00fcnster gewohnt war. Ich kannte zwar auch schon die etwas \u201espeziellen\u201c Mietkonditionen in Spanien allgemein, war aber wohl noch zu sehr an die in Deutschland insgesamt doch viel bessere Situation gew\u00f6hnt. W\u00e4hrend sich daheim sowohl Mieter als auch Vermieter deutlich mehr um die Wohnungen k\u00fcmmern, sind die meisten Wohnungen hier in eher schlechten Zust\u00e4nden \u2013 inklusive Neubauwohnungen, sodass ich meine erste Wohnung nach einigen Wochen wieder verlassen musste. Nach weiteren zwei Wochen Suche hatte ich dann aber endlich eine (f\u00fcr spanische Verh\u00e4ltnisse) perfekte Bleibe gefunden. Ein f\u00fcr die Arbeit und alles andere recht wichtiger Aspekt, sodass ich allen, die vorhaben, im Ausland zu studieren und vor allem zu arbeiten nur empfehlen kann, sich deutlich vor Beginn in Ruhe umzusehen.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-4.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3170\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-4-300x225.jpg\" alt=\"Marie-Kopp-Bild-4\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-4-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-4-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-4-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-4-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Marie-Kopp-Bild-4.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00dcber den recht holprigen Start hat mir jedoch eins gut hinweggeholfen: meine neue Heimat an sich. Lugo hat sich entgegen aller Erwartungen und Behauptungen vieler Galicier selbst als eine tolle Stadt zum Leben herausgestellt. \u201eKlein aber fein\u201c trifft es hier genau: Das gr\u00f6\u00dftenteils gut erhaltene Stadtzentrum ist sehr gem\u00fctlich und hat neben einer Kathedrale einiges an Bars und Caf\u00e9s, das Herz jedes spanischen Ortes, zu bieten. In letzteren gibt es au\u00dferdem nur hier zu jedem Getr\u00e4nk gratis Tapas \u2013 ein eindeutiger Pluspunkt, auch wenn das kulinarische Leben au\u00dferhalb der eigenen K\u00fcche f\u00fcr mich als Veganerin eher nichts zu bieten hat. Wie alle Spanier lieben die Galicier Fleisch, Fisch und Meeresfr\u00fcchte \u2013\u00a0ganz typisch in der Region ist der Tintenfisch, pulpo a la gallega. Auch die alte r\u00f6mische Stadtmauer ist sch\u00f6n anzusehen und l\u00e4dt zu Spazierg\u00e4ngen inklusive wunderbarem Ausblick auf die traumhafte galicische Landschaft ein. Galicien ist ein Naturparadies, in den Bergen gibt es tolle Wanderrouten und wer sich traut, kann im eiskalten Atlantik baden.<\/p>\n<p>Auch die Galicier und \u201eLucenses\u201c hatten mich mit ihrem liebenswerten und f\u00fcr spanische Verh\u00e4ltnisse sehr ruhigen Wesen schnell f\u00fcr sich gewonnen. Blo\u00df eins war am Anfang eine riesige Umstellung f\u00fcr mich. Spanisch spreche ich sehr gut, doch viel mehr als Spanisch wird hier die eigene Landessprache Galicisch gesprochen. Aber auch diese Herausforderung hatte ich nach kurzer Eingew\u00f6hnungszeit gemeistert \u2013 mit dem Verstehen klappt es ganz gut, nur das Sprechen selbst ist ohne Kurs jedoch eher schwierig. Das ist hier aber meistens gar kein Problem, alle wechseln problemlos ins Spanische und freuen sich \u00fcber alles, was man sprechen kann. Die Galicier pflegen neben der Sprache auch eindeutig ihre eigenen Traditionen, wie zum Beispiel die typische gaita (die einheimische Version vom Dudelsack), die hier zu jedem Anlass zu h\u00f6ren ist und neben viel Liebe zur neuen doch auch ein kleines bisschen morri\u00f1a (etwa: Sehnsucht, das wohl wichtigste galicische Wort und Lebensgef\u00fchl, \u00e4hnlich der portugiesischen saudade) nach der deutschen Heimat aufkommen l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Antritt meiner Reise in meine neue Heimat f\u00fchlte ich mich recht gut auf das Leben in Lugo, Galicien, vorbereitet. 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