{"id":2959,"date":"2015-02-18T18:04:09","date_gmt":"2015-02-18T16:04:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=2959"},"modified":"2019-07-23T10:26:02","modified_gmt":"2019-07-23T08:26:02","slug":"fazit-meines-praktikums-in-derby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/fazit-meines-praktikums-in-derby\/","title":{"rendered":"Fazit meines Praktikums in Derby"},"content":{"rendered":"<p>Hallo zusammen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>jetzt ist mein Auslandspraktikum schon wieder vorbei und mein Alltag in Deutschland geht so langsam wieder los. Die letzten Tage habe ich mit ein paar Freundinnen noch in London verbracht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben wir die \u00a0Standardsachen (Buckingham Palace, Westminster Abbey, Big Ben, Globe Theatre, Tower Bridge, Tower of London etc.) besichtigt. Hierf\u00fcr haben wir uns f\u00fcr einen Tag einen Londonpass gekauft (http:\/\/www.londonpass.de\/index.html?aid=17&amp;gclid=CMq82sWp68MCFcsBwwod4wYAlA), mit dem man in die gr\u00f6\u00dften Sehensw\u00fcrdigkeiten Londons umsonst reinkommt. Nach meiner Meinung lohnt sich der Pass schon, jedoch nur wenn man vorher genau plant, was man besuchen m\u00f6chte, inklusive der Wege von einem zum anderen Punkt. Was sich meiner Meinung nach nicht lohnt, ist die Travelcard, die man dazubuchen kann. Erstens kann man die oben aufgef\u00fchrten Sehensw\u00fcrdigkeiten alle zu Fu\u00df erreichen und zweitens schlie\u00dft die Travelcard die Zonen 1-6 ein, f\u00fcr die meisten Sachen braucht man aber nur\u00a0Zonen 1-2, vielleicht noch 3. F\u00fcr Stadtf\u00fchrungen kann ich verschiedene Touren empfehlen, bei denen man immer so viel bezahlt, wie man meint (meist ca. 5 Pf.).<\/p>\n<p>Neben dem genannten Standardkram kann ich das Eastend und Camdentown empfehlen.\u00a0Ersteres ist ein &#8220;alternatives&#8221; Viertel, welches schon immer ein Einwaderungsviertel war und sich durch seine hohe Dichte an Street Art und Graffiti auszeichnet. Hierbei lohnt es sich auch eine der oben genannten F\u00fchrungen mitzumachen, da man so erst auf die verschiedenen kleinen Kunstwerke, die man sonst vielleicht \u00fcbersehen w\u00fcrde, aufmerksam gemacht wird. Camden Town\u00a0ist sicherlich auch ein sehr interessanter Ort.\u00a0Besonders\u00a0 haben mir da die vielen kleinen L\u00e4den gefallen, die sich gr\u00f6\u00dftenteils in einem gro\u00dfen Marktkomplex, einem ehemaligen Pferdegest\u00fct, befinden.<\/p>\n<p>Im gleichen Viertel gibt es auch einen kleinen H\u00fcgel namens Primrose Hill. Von dort raus hat man einen super Blick auf die gesamte\u00a0Stadt. Wer ein bisschen um die H\u00e4user ziehen will, ist in Camdentown auch gar nicht so falsch.\u00a0Wir haben abends eine gef\u00fchrte Kneipentour (http:\/\/www.weareundiscovered.com\/london\/camden-pub-crawl\/?gclid=CN-p7ZSt68MCFTDHtAod9w0AsQ)\u00a0mitgemacht, f\u00fcr die man sich vorher Karten kaufen musste und bei der man dann zus\u00e4tzlich\u00a0Getr\u00e4nkerabatte und einen\u00a0Kurzen in jeder Kneipe bekam.\u00a0Es hat sich nicht so sehr wegen der Getr\u00e4nke als viel mehr wegen der vielen Leute, die wir kennengelernt haben, und einfach der F\u00fchrung durch die Kneipen an sich (ohne diese h\u00e4tte man wahrscheinlich recht planlos\u00a0nach guten Kneipen gesucht) gelohnt. Des weiteren\u00a0m\u00f6chte ich betonen, dass das Hostel, in dem wir gewohnt haben (http:\/\/www.astorhostels.com\/our-hostels\/victoria\/), echt super war. Nicht nur die Lage (10 min Fu\u00dfweg von der Victoria Coach Station, 15 min Fu\u00dfweg vom Buckingham Palace\/Big Ben\/Westminster Abbey), sondern auch die Sauberkeit, das Fr\u00fchst\u00fcck, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals\u00a0sowie die Ausstattung der Gemeinschaftsr\u00e4ume waren super.<\/p>\n<p>Mein\u00a0Praktikum an der Littleover Community School in Derby hat mir alles in allem auch sehr gut gefallen. Die Kollegen waren sehr nett und ich war ehrlich traurig, als ich gehen musste. Zudem konnte ich, auch wenn ich, wie im vorherigen Beitrag beschrieben, gerne mehr selbst\u00e4ndig unterrichtet h\u00e4tte, durch die T\u00e4tigkeit als Assistenzlehrer im fremdsprachlichen Deutschunterricht viele Eindr\u00fccke und Ideen mitnehmen, die ich sp\u00e4ter als Englischlehrer auf jeden Fall nutzen werde. Das gilt besonders f\u00fcr die unteren Klassen. Ich hatte den Eindruck, dass man es an englischen Schulen bzw. vielleicht auch auch nur speziell an meiner Praktikumsschule, sehr gut versteht, das Fremdsprachenlernen durch viele Spiele sowie kreative Aufgabenstellungen, Darstellungs- und Erkl\u00e4rungsformen aufzulockern.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite habe ich aber in manchen Situationen auch das deutsche Bildungssystem zu sch\u00e4tzen gelernt. Denn obwohl der Fremdsprachenunterricht an meiner Praktikumsschule scheinbar sehr inhaltsbasiert und damit auf den sp\u00e4teren Zweck der Sprache als Kommunikationsmedium ausgerichtet war, konnte er meiner Absicht nach diesem Anspruch nicht voll gerecht werden. Oft wurden lediglich Phrasen oder f\u00fcr Arbeiten gar ganze Texte auswendig gelernt und Grammatik, welche aus meiner Erfahrung im\u00a0Fremdsprachenunterricht in Deutschland (noch) eine\u00a0recht wichtige Rolle\u00a0spielt, war nur nebens\u00e4chlich. Nat\u00fcrlich muss es Ziel eines jeden Fremdsprachenunterrichts sein, den authentischen Gebrauch einer Sprache als Kommunikationsmedium zu schulen. Dies kann\u00a0jedoch meiner Meinung nicht\u00a0NUR \u00fcber die simple Erlernung von situationsspezifischen\u00a0Phrasen und ohne ein gewisses Verst\u00e4ndnis der Struktur einer Sprache erreicht werden, da\u00a0reale\u00a0Kommunikationssituationen zu verschieden und komplex sind, als dass man f\u00fcr\u00a0jede dieser Situationen vorgefertigte Phrasen lernen k\u00f6nnte.\u00a0Die SuS m\u00fcssen daher auf Basis eines fundierten Verst\u00e4ndnisses der Struktur einer Sprache darauf vorbereitet werden,\u00a0ihre individuelle\u00a0Sprachkompetenz kontinuierlich und selbst\u00e4ndig weiterzuentwickeln. Zu diesem Thema und allgemein zum englischen Schulsystem k\u00f6nnte ich noch viel mehr schreiben. Das w\u00fcrde aber hier den Rahmen sprengen.<\/p>\n<p>Was das Leben in England bzw. in Derby betrifft, kann ich nur Positives berichten. Ich hatte sehr viel Gl\u00fcck mit meinem Vermieter bzw. Mitbewohner, der mir sehr viel geholfen hat und mit dem ich sehr viel unternommen habe.\u00a0Meinem gr\u00f6\u00dften Hobby, der Musik,\u00a0konnte ich durch die\u00a0Teilnahme an\u00a0mehreren Orchestern,\u00a0bei denen\u00a0ich sehr herzlich aufgenommen wurde,\u00a0auch nachgehen. Besonders gut gefallen haben mir die englischen Pubs mit ihrer typisch englischen Livemusik, Pooltischen, Dartscheiben und nat\u00fcrlich das typische Englische Bier Ale, welches\u00a0nat\u00fcrlich nicht an das deutsche Bier herankommt, ich aber trotzdem zu sch\u00e4tzen gerlernt habe ;). Derby an sich ist jetzt nicht die sch\u00f6nste Stadt Englands, sie\u00a0ist aber ein super Ort, um Leute kennenzulernen, da es dort aufgrund der St\u00e4dtepartnerschaft mit Osnabr\u00fcck sowie aufgrund der gro\u00dfen dort ans\u00e4ssigen Industriefirmen viele junge Leute aus ganz Europa gibt. Zudem ist die Lage Derbys auch nicht die schlechteste, da die Stadt sich w\u00f6rtlich genommen mitten in England befindet und somit ein guter Startpunkt f\u00fcr Reisen ist.<\/p>\n<p>Mein Englisch hat sich meiner Meinung nach auch ein wenig verbessert, was nat\u00fcrlich als angehender Englischlehrer eines meiner Hauptziele war. Ich plane aber trotzdem nach dem Master noch einmal nach England zu gehen, da ich einerseits mein\u00a0 Englisch weiter verbessern m\u00f6chte und andererseits noch mehr von England bzw. dem gesamten Vereinigten K\u00f6nigreich sehen m\u00f6chte, auch wenn ich in den zur\u00fcckliegenden Monaten schon recht viel gesehen habe.<\/p>\n<p>Als Resum\u00e9 kann ich sagen, dass dieser Auslandsaufenthalt eine tolle Erfahrung war, die\u00a0mir sowohl sehr viel Spa\u00df und sch\u00f6ne Erinnerungen bereitet hat als auch mich in\u00a0vielen Bereichen\u00a0auf pers\u00f6nlicher sowie professioneller Ebene weitergebracht hat.\u00a0Besonders\u00a0 betonen\u00a0m\u00f6chte ich aber, was eigentlich allgemein bekannt ist und worin ich durch\u00a0meinen Auslandsaufenthalt noch weiter best\u00e4tigt wurde, dass es f\u00fcr einen angehenden Fremdsprachenlehrer unbedingt notwendig ist, einige Zeit in einem Land der Zielsprache zu verbringen. Denn nur wenn man die Sprache wirklich im Alltag benutzt oder vielmehr benutzen muss sowie intesiv mit einer anderen Kultur in Kontakt kommt, kann man eine solche Sprach- und Kulturkompetenz entwicklen, mit der man sp\u00e4ter der Aufgabe, den\u00a0SuS als Beispiel f\u00fcr authentischen und fl\u00fcssigen Sprachgebrauch sowie kulturelle Offenheit zu dienen, gerecht werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen \ud83d\ude42 jetzt ist mein Auslandspraktikum schon wieder vorbei und mein Alltag in Deutschland geht so langsam wieder los. 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