{"id":21658,"date":"2026-04-08T10:55:00","date_gmt":"2026-04-08T08:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=21658"},"modified":"2026-04-08T10:55:00","modified_gmt":"2026-04-08T08:55:00","slug":"durban-suedafrika-alltag-im-krankenhaus-im-chirurgischen-pj-tertial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/durban-suedafrika-alltag-im-krankenhaus-im-chirurgischen-pj-tertial\/","title":{"rendered":"Durban, S\u00fcdafrika \u2013 Alltag im Krankenhaus im chirurgischen PJ-Tertial"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Der Alltag im chirurgischen PJ-Tertial in Durban unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem, was ich aus Deutschland kannte und genau das machte diese Erfahrung so besonders. Jeder Tag begann fr\u00fch, meist noch vor Sonnenaufgang, wenn die Luft bereits warm und die Stadt langsam zum Leben erwachte. Im Krankenhaus angekommen, ging es direkt los: Visite, Patientenvorstellungen und die Planung der anstehenden Operationen bestimmten den Start in den Tag.<!--more--><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was mich von Anfang an beeindruckt hat, war die hohe Eigenverantwortung, die uns Studierenden \u00fcbertragen wurde. Anders als in vielen deutschen Kliniken war man hier nicht nur Beobachter, sondern ein aktiver Teil des Teams. Ich durfte regelm\u00e4\u00dfig im OP assistieren, kleinere Eingriffe unter Anleitung selbst durchf\u00fchren und war stark in die postoperative Betreuung eingebunden. Wundversorgungen, Drainagen ziehen oder das Schreiben von Anordnungen geh\u00f6rten schnell zur Routine.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die chirurgischen F\u00e4lle waren oft komplexer und weiter fortgeschritten als ich es gewohnt war. Viele Patientinnen und Patienten suchten erst sp\u00e4t medizinische Hilfe auf, sodass Krankheitsbilder h\u00e4ufig in einem fortgeschrittenen Stadium behandelt werden mussten. Das bedeutete nicht nur medizinisch spannende, sondern auch emotional fordernde Situationen. Gleichzeitig lernte ich, mit begrenzten Ressourcen umzugehen, ein Aspekt, der mir noch einmal ganz neue Perspektiven auf die Medizin er\u00f6ffnet hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein typischer Tag war schwer planbar. Zwischen Notf\u00e4llen, spontanen OP-\u00c4nderungen und einer hohen Patientenzahl blieb wenig Raum f\u00fcr feste Strukturen. Flexibilit\u00e4t war daher eine der wichtigsten Eigenschaften, die man mitbringen musste. Dennoch funktionierte das Team erstaunlich gut. Die Zusammenarbeit war eng, der Umgang direkt und oft auch humorvoll, selbst in stressigen Situationen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Besonders pr\u00e4gend war f\u00fcr mich die Arbeitsatmosph\u00e4re. Trotz hoher Belastung herrschte eine bemerkenswerte Gelassenheit. Probleme wurden pragmatisch gel\u00f6st, Hierarchien waren sp\u00fcrbar, aber weniger starr als erwartet. Fragen zu stellen war jederzeit m\u00f6glich, und Engagement wurde gesch\u00e4tzt. Wer Interesse zeigte, bekam auch die Chance, viel zu lernen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach langen Arbeitstagen endete der Alltag oft mit einem starken Kontrast: W\u00e4hrend man tags\u00fcber mit herausfordernden medizinischen Situationen konfrontiert war, konnte man abends am Meer abschalten und das Erlebte verarbeiten. Dieser Wechsel zwischen intensiver klinischer Arbeit und der entspannten Atmosph\u00e4re Durbans war einzigartig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Insgesamt war der Krankenhausalltag im chirurgischen PJ-Tertial in Durban intensiv, lehrreich und manchmal auch anstrengend, aber genau diese Mischung hat ihn so wertvoll gemacht. Ich habe nicht nur fachlich enorm profitiert, sondern auch gelernt, mich in einem v\u00f6llig anderen Gesundheitssystem zurechtzufinden und \u00fcber den eigenen Tellerrand hinauszublicken.<a href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_4907.heic\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21660\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_4907.heic\" alt=\"\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_4968.heic\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21659\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_4968.heic\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Alltag im chirurgischen PJ-Tertial in Durban unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem, was ich aus Deutschland kannte und genau das machte diese Erfahrung so besonders. 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