{"id":21232,"date":"2026-01-28T13:43:47","date_gmt":"2026-01-28T11:43:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=21232"},"modified":"2026-03-13T12:33:07","modified_gmt":"2026-03-13T10:33:07","slug":"die-schweiz-kennenlernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/die-schweiz-kennenlernen\/","title":{"rendered":"Die Schweiz kennenlernen"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe schon l\u00e4nger dar\u00fcber nachgedacht, einen Teil meines praktischen Jahres des Medizinstudiums in der Schweiz zu absolvieren. Aber warum genau die Schweiz?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><!--more-->Wie mittlerweile sehr viele andere Studierende der Medizin, hat mich die viel gelobte Lehre aber eben auch die hohe Lebensqualit\u00e4t, die gegeben sein soll, gelockt. Da ich mich verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sp\u00e4t f\u00fcr ein Tertial in der Schweiz entschieden habe, habe ich mich \u201eerst\u201c ca. ein Jahr im Voraus beworben. Damit war ich f\u00fcr Bewerbungsphasen in der Schweiz schon eher sp\u00e4t dran. Auf sehr beliebte Stellen sollte man sich gut und gerne drei Jahre vorher bewerben.Ich hatte Gl\u00fcck und in Laufenburg gab es f\u00fcr meinen gew\u00fcnschten Zeitpunkt noch eine freie Stelle als sogenannte \u201eUnterassistentin\u201c.Ein Jahr sp\u00e4ter begann ich also, mich auf meine schweizer Zeit vorzubereiten: Koffer gepackt, eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, Handyvertrag f\u00fcr die Schweiz. Daneben machte ich mir nat\u00fcrlich auch viele Gedanken dar\u00fcber, wie ich als Deutsche im schweizer Spital ankommen w\u00fcrde. Da ich vorher noch nie in der Schweiz gewesen war, hatte ich keine genaue Vorstellung davon, was mich erwarten w\u00fcrde. Schwyzer-D\u00fctsch als quasi neue Sprache und das Verst\u00e4ndnis der solchen machten mir am meisten Sorgen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ankommen in Laufenburg<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am 7.9. trat ich dann meine Reise ins ca. 700 km weit entfernte Laufenburg an. Laufenburg ist ein kleines St\u00e4dtchen direkt an der deutschen Grenze. So gibt es eine Stadt mit diesem Namen in Deutschland und auch in der Schweiz, beide durch eine kleine, alte Br\u00fccke verbunden \u00fcber den Rhein, der die nat\u00fcrliche Grenze darstellt. Neben der sch\u00f6nen Landschaft ist es aber sonst ein eher verschlafenes kleines D\u00f6rfchen. Ein gro\u00dfer Pluspunkt war die gute Anbindung an Basel. Mit dem Zug erreicht man diese sch\u00f6ne Stadt in 35 Minuten. Die im Dreil\u00e4nder-Dreieck aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich gelegene Stadt liegt direkt am Rhein und hat viel zu bieten, vor allem hinsichtlich des Kulturangebotes. Meine Anreise mit dem Zug nach Laufenburg klappte auf jeden Fall reibungslos. Auch der Empfang im Krankenhaus fiel sehr herzlich aus. Anschlie\u00dfend erhielt ich Schl\u00fcssel und eine Beschreibung , wo ich mein Zimmer \u2013 mein Zuhause f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Monate &#8211; finden sollte.Die Unterassistent:innen sowie ein paar Assistenz\u00e4rzt:innen wohnten direkt gegen\u00fcber vom Spital, auf einer kleinen Anh\u00f6he in einem alten Herrenhaus. In meinem Fall sogar mit sch\u00f6nem Blick vom Balkon auf den Rhein.<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874.jpeg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1440}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21233 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874-600x450.jpeg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874-800x600.jpeg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_7874.jpeg 1920w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u201eWie bitte?\u201c- Die kleinen sprachlichen H\u00fcrden <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Sprache hatte mir im Vorhin schon einiges an Sorgen bereitet. Es dauerte auch einige Wochen, bis ich mit der neuen Sprache vertrauter wurde und ein gutes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Schwyzer D\u00fctsch entwickelte. Anfangs musste ich noch h\u00e4ufig bei Patient:innen um eine Erkl\u00e4rung bitten. Dabei begegneten mir die allermeisten jedoch sehr freundlich und wechselten oft automatisch ins Hochdeutsche. Die Klangmelodie der Sprache ist ganz anders als im Hochdeutschen, da die Schweizer meist die erste Silbe in W\u00f6rtern betonen, in denen ich die Betonung auf die zweite legen w\u00fcrde, wie z.B. beim \u201eWC\u201c oder auch W\u00f6rter wie \u201eB\u00fcro\u201c oder \u201eFondue\u201c klingen so direkt anders. Daneben gibt es aber auch W\u00f6rter, die es so im Hochdeutschen nicht gibt oder auch andere Bedeutungen haben. So bedeutet im schweizerischen \u201eDort\u201c \u201eHier\u201c, was regelm\u00e4\u00dfig bei mir f\u00fcr Verwirrung gesorgt hat. Sehr klassisch ist nat\u00fcrlich das Gr\u00fcezi, aber auch &#8220;Hoi&#8221; oder \u201eGute Morge\u201c h\u00f6rt man oft, wenn es um Begr\u00fc\u00dfungsfloskeln geht. F\u00fcr Abschiedssituationen lernte ich mich von meinem \u201eTsch\u00fcss\u201c zu verabschieden, das in der Schweiz nur informell genutzt wird, und stattdessen mehr \u201eAde\u201c oder \u201eAdieu\u201c zu verwenden. Auch W\u00f6rter wie \u201elosen\u201c f\u00fcr zuh\u00f6ren und \u201eschnufen\u201c f\u00fcr Atmen waren mir schnell nicht mehr fremd.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Zwischen Wandern und Weihnachtsmarkt<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was sich sonst zum Land sagen l\u00e4sst, ist, dass es landschaftlich wirklich sehr viel zu bieten hat, wenn man gerne in der Natur ist. Ich konnte wundersch\u00f6ne Wanderungen machen w\u00e4hrend meiner Zeit dort. Im Winter Ski zu fahren, durfte nat\u00fcrlich auch nicht fehlen. Die Schweiz ist ein kleines Land, daher ist das meiste mit dem Auto schnell zu erreichen- selbst von so einem n\u00f6rdlichen Punkt wie Basel aus. Ein Vorurteil, welches tats\u00e4chlich absolut zutrifft, ist die P\u00fcnktlichkeit der Schweizer Bahn. Eine Versp\u00e4tung von 5 Minuten wird oft schon argw\u00f6hnisch begutachtet: in Deutschland w\u00e4re dies noch mehr als p\u00fcnktlich. W\u00e4hrend der vier Monate konnte ich sowohl Bern, als auch Luzern und Z\u00fcrich besuchen: Alle St\u00e4dte liegen nur ungef\u00e4hr 1-2h Zugfahrt entfernt von Basel. Auch ein klassisches Klischee, welches nicht aus der Luft gegriffen ist, ist wohl die K\u00e4se-Vielfalt. Wird Fondue bei mir im Ruhrgebiet eher nur zu Festlichkeiten gemacht, gab es in Basel einige \u201eFondue-St\u00fcbli\u201c und auch ein \u201eCh\u00e4sb\u00e4ngli\u201c auf dem Weihnachtsmarkt (Ein ausgeh\u00f6hltes Brot mit Fondue K\u00e4se).<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346.jpeg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1440}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-21234\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346-600x450.jpeg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346-800x600.jpeg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8346.jpeg 1920w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018.jpeg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1440}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-21235\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018-600x450.jpeg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018-800x600.jpeg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_8018.jpeg 1920w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1440,&quot;h&quot;:1920}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-21236\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f23318d1-208c-4bde-91f6-7ebab252974b.jpg 1440w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe schon l\u00e4nger dar\u00fcber nachgedacht, einen Teil meines praktischen Jahres des Medizinstudiums in der Schweiz zu absolvieren. 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