{"id":21103,"date":"2026-01-30T10:10:25","date_gmt":"2026-01-30T08:10:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=21103"},"modified":"2026-01-30T10:10:25","modified_gmt":"2026-01-30T08:10:25","slug":"anreise-und-erste-eindruecke-in-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/anreise-und-erste-eindruecke-in-china\/","title":{"rendered":"Anreise und erste Eindr\u00fccke in China"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe ein siebenw\u00f6chiges Industriepraktikum im chinesischen Qingdao bei dem Analytikdienstleister SGS gemacht. Im Folgenden schildere ich meine Erfahrungen vor und w\u00e4hrend dieses Praktikums.<!--more--><\/p>\n<p>Es war nicht das erste Mal, dass ich nach China flog. Dennoch war das Gef\u00fchl ein anderes. Auch hatte ich deutlich mehr Gep\u00e4ck dabei, denn ich blieb knapp 3 Monate. Nerv\u00f6s war ich nicht, zumindest so lange nicht, bis ich am Flughafen in Peking meinen Trolley vom Band holte. Der Rei\u00dfverschluss war aufgeplatzt\u2026 Da in Peking nur ein Umstieg nach Qingdao stattfand, nahm ich den Koffer lieber mit in die Kabine. Am Anfang fand ich es dumm, dass das Gep\u00e4ck nicht einfach direkt weitertransportiert werden konnte, wie sonst ja auch \u00fcblich. Aber dann hatte ich eher Gl\u00fcck, denn nichts war rausgefallen. Bei der Sicherheitskontrolle wurde leider noch das deutsche Bier einbehalten, was ich als Mitbringsel angedacht hatte\u2026 Aber gut.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise wurde ich am Zielflughafen empfangen. Und zwar von einem chinesischen Freund, dem ich \u00fcber meine Praktikumsdauer mein Zimmer in Deutschland untervermietet hatte; er flog wenige Tage sp\u00e4ter nach Deutschland. In den ersten Tagen kam ich im Hotel unter. Jedoch hatte ich mich dazu entschieden, eine eigene Wohnung zu mieten, um dem normalen Alltag hier n\u00e4herzukommen. Im Nachhinein betrachtet bedeutete das jedoch einen gro\u00dfen Verlust an Lebensqualit\u00e4t. Alleine die Wohnungssuche gestaltete sich sehr schwierig, da die meisten weder f\u00fcr Kurzzeitmiete noch f\u00fcr Ausl\u00e4nder bestimmt waren. Besonders deutlic<span style=\"font-size: 16px;\">h wurde dies, al<\/span><span style=\"font-size: 16px;\">s ich mit meinem Untermieter eine perfekte Wohnung besichtigte: Kurzmiete, sehr sauber, g\u00fcnstig, gute Lage. Der Vermieter hatte dem Makler schon den Vertrag aufs Handy geschickt; ich musste nur noch unterschreiben. Dann fragte ich, ob ich mit meinem vollen Namen unterschreiben soll<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1440}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21107 size-medium alignright\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251001_114223.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> oder in Schn\u00f6rkelschrift (wie es in Deutschland ja \u00fcblich ist). Daraufhin rief der Makler den Vermieter an. Als dieser h<\/span><span style=\"font-size: 16px;\">\u00f6rte, dass ein <\/span><span style=\"font-size: 16px;\">Ausl\u00e4nder die Wohnung mieten wollte, wurde er w\u00fctend und lehnte dies ab. Der Makler zeigte noch weitere Wohnungen, die jedoch alle sehr chaotisch waren. Der letzten stimmte ich widerwillig zu, da es ansonsten in diesem Stadtteil keine weiteren geeigneten Wohnungen g\u00e4be. Das Zimmer war richtig dreckig, besonders das Bad. Also putzte ich in den n\u00e4chsten Tagen das Zimmer, so gut es ging. Auch interessant war,<\/span><span style=\"font-size: 16px;\"> dass die Maklergeb\u00fchr in Qingdao, anders als in den meisten anderen St\u00e4dten, bei einer Monatsmiete anstelle einer halben liegt. F\u00fcr das Zimmer hie\u00df das knapp 200 Euro. Auf diesen Schreck reiste ich erst mal nach Peking, der Hauptstadt Chinas, um deutsche Kommilitonen zu treffen und vor dem Praktikumsbeginn noch ein bisschen vom Land zu sehen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_21106\" aria-describedby=\"caption-attachment-21106\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1440,&quot;h&quot;:1920}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21106 size-medium\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20250923_084449.jpg 1440w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21106\" class=\"wp-caption-text\">Bubble-Tea<\/figcaption><\/figure>\n<p>In China l\u00e4uft der Ticketkauf, wie auch alle anderen allt\u00e4glichen Dinge (Bezahlen von Eink\u00e4ufen und Restaurantbesuchen, Mietvertrag unterschreiben usw.), online ab. Deshalb darf man auf keinen Fall unvorbereitet nach China reisen. Eine Kreditkarte zum Koppeln mit den chinesischen Apps ist unerl\u00e4sslich. \u00dcbrigens: Auch im Restaurant oder Bubbletea-Laden wird online bestellt. Als Ausl\u00e4nder kann man nat\u00fcrlich auch auf das Gericht auf der Karte zeigen. Die meisten Chinesen gehen aber in den Laden, scannen den QR-Code und bestellen online, ohne ein Wort mit der Person hinter der Theke zu wechseln.<br \/>\nAuch das Bahnfahren in China kann sich kaum st\u00e4rker als zu dem in Deutschland unterscheiden. Nicht nur, dass die Z\u00fcge so gut wie immer p\u00fcnktlich sind, sondern auch die \u00fcberdimensional gro\u00dfen Bahnh\u00f6fe, die fast schon auf einen Flughafen schlie\u00dfen lassen. Es gibt an s\u00e4mtlichen Bahnh\u00f6fen (und auch Metro-Stationen) einen Sicherheitscheck mit R\u00f6ntgenscanner f\u00fcr Gep\u00e4ck. Die Ticketpreise \u00e4ndern sich meist nicht stark, auch wenn man am selben Tag bucht. Und generell sind die Preise g\u00fcnstiger.<br \/>\nDer S\u00fcdbahnhof in Peking geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Chinas und besitzt 24 Gleise, alle parallel zueinander.<\/p>\n<figure id=\"attachment_21109\" aria-describedby=\"caption-attachment-21109\" style=\"width: 313px\" class=\"wp-caption alignright\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1440}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21109\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"313\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251003_134355.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21109\" class=\"wp-caption-text\">Park im Nordwesten Pekings<\/figcaption><\/figure>\n<p>Peking kenne ich nun schon ein wenig und konnte dementsprechend die Touri-Basics auslassen. Interessant hingegen war es, zusammen mit <span style=\"font-size: 16px;\">\u00e4lteren Chinesen am Sommerpalast im Kanal schwimmen zu gehen. Da f\u00fchlt man sich fast schon wie ein Local. Leider habe ich nicht beachtet, dass aufgrund des Mondfestes die Hotelpreise extrem angestiegen waren. Also ging ich per Hochgeschwindigkeitszug ins deutlich g\u00fcnstigere Jinan. Diese Stadt ist f\u00fcr ihre vielen nat\u00fcrlichen Quellen bekannt. Wenn man in der \u201eN\u00e4he\u201c ist, sollte man auf jeden Fall mal vorbeischauen. Weil ich noch eine andere Stadt sehen wollte, ging ich spontan zum Bahnhof und sprach eine Gruppe Gleichaltriger f\u00fcr eine Empfehlung an. Daraufhin fuhr ich in die \u201eNachbarstadt\u201c (100 km entfernt) Zibo und suchte auf chinesischem Social Media ein Tagestrip-Programm.<\/span><\/p>\n<p>In China sind die meisten ausl\u00e4ndischen Social-Media-Dienste (Insta, WhatsApp, YouTube etc.) gesperrt. Dies zu umgehen ist nicht erlaubt, wird aber trotzdem von sehr vielen Chinesen und Reisenden gemacht. Aus Gr\u00fcnden, die mir bis heute ein R\u00e4tsel sind, kann ich mit meiner alten SIM-Karte auf WhatsApp Textnachrichten und Anrufe t\u00e4tigen, Bilder und Audios klappen aber nicht. Als wichtigste Begleiter im Alltag dienen die chinesischen Apps Alipay (zum Bezahlen und Buchen), Gaode (Karten-App, auch Taxis buchbar) und Wechat. Mit letzterer kann man aufgrund sogenannter Mini-Apps, die intern ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen, ohne heruntergeladen werden zu m\u00fcssen, so ziemlich alles machen: Chatten, Videos gucken, Bezahlen, Essen bestellen, Mietangelegenheiten, Hotels, Z\u00fcge, Fl\u00fcge und Attraktionen buchen. Spotify kann man \u00fcbrigens normal nutzen; vor allem Videopodcasts auf Spotify k\u00f6nnen so manches YouTube-Video ersetzen.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1440,&quot;h&quot;:1920}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21111 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_20251005_163639.jpg 1440w\" sizes=\"(max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a>In Zibo wurde ich random von zwei Jungs angesprochen, die ihr Englisch austesten wollten (das passiert \u00f6fters mal). Wir kamen gut ins Gespr\u00e4ch und sie nahmen mich den gesamten Tag \u00fcber mit durch die Stadt. Auf einem Markt probierte ich frittierte Zikaden. Es gab auch Spinnen und Skorpione am Spie\u00df. Jedoch ist dabei ausdr\u00fccklich zu sagen, dass dies NICHT eine normale Mahlzeit f\u00fcr Chinesen darstellt, wie es hierzulande oft gemeint wird. Es handelt sich viel mehr um ein Erlebnis f\u00fcr Touristen oder dient als Mutprobe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe ein siebenw\u00f6chiges Industriepraktikum im chinesischen Qingdao bei dem Analytikdienstleister SGS gemacht. 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