{"id":21073,"date":"2026-01-21T13:02:41","date_gmt":"2026-01-21T11:02:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=21073"},"modified":"2026-01-21T13:02:41","modified_gmt":"2026-01-21T11:02:41","slug":"mein-praktikum-an-der-university-of-queensland-ein-persoenlicher-einblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/mein-praktikum-an-der-university-of-queensland-ein-persoenlicher-einblick\/","title":{"rendered":"Mein Praktikum an der University of Queensland: Ein pers\u00f6nlicher Einblick"},"content":{"rendered":"<p>Nach meiner ersten Woche in Brisbane, in der ich vor allem versucht habe, den Jetlag zu \u00fcberlisten und nicht komplett in der W\u00e4rme zu schmelzen, ging es endlich mit meinem Praktikum an der University of Queensland los. Genauer gesagt an der School of Human Movement and Nutrition Sciences. Obwohl ich mich riesig darauf gefreut hatte, war ich am ersten Tag trotzdem ein bisschen nerv\u00f6s. Neuer Arbeitsplatz, neue Menschen, neue Aufgaben \u2013 und all das auf Englisch. Aber wie sich herausstellte, war meine Nervosit\u00e4t v\u00f6llig unbegr\u00fcndet.<!--more--><\/p>\n<p>Der St. Lucia Campus ist wundersch\u00f6n und schon beim ersten Kennenlernen in der Arbeitsgruppe wurde ich unglaublich warm empfangen. Meine Kolleg*innen sind offen, interessiert und haben mich direkt in Gespr\u00e4che einbezogen. Was mir schnell auffiel: Hier wirkt Arbeit viel weniger streng getrennt vom Privaten. Man redet \u00fcber Wochenendpl\u00e4ne, \u00fcber Sport, \u00fcber seine Familien und man nimmt sich dabei wirklich Zeit f\u00fcreinander \u2013 gerne immer bei einem gemeinsamen Kaffee im Saint Lucy\u2019s Cafe direkt neben dem B\u00fcro. Dieser entspannte Umgang nimmt einem viel Druck. Es f\u00fchlt sich eher an, als w\u00fcrde man in ein bestehendes, freundliches System hineinrutschen, statt sich m\u00fchsam einzuf\u00fcgen. Und gleichzeitig sind alle professionell und engagiert, was eine sehr angenehme Mischung ergibt. Schon nach ein paar gemeinsamen Kaffees verstehe ich die Strukturen im Arbeitsbereich viel besser und lerne mehr Kolleg*innen sowie spannende Projekte im Bereich Public Health kennen. Bereits in den ersten Tagen ergeben sich zahlreiche M\u00f6glichkeiten, mich einzubringen und Einblicke in unterschiedliche Themenfelder und Projekte zu bekommen.<br \/>\nNeben meiner Mitarbeit an zwei Systematic Reviews zum Thema Schlaf unterst\u00fctze ich die Datenerhebung in einem Food-Security-Projekt, das auf die Verbesserung des Zugangs zu gesunden Lebensmitteln und Getr\u00e4nken in abgelegenen Regionen Queenslands abzielt. Dar\u00fcber hinaus wirke ich an der Entwicklung eines digitalen Lernmoduls zum Thema Physische Aktivit\u00e4t f\u00fcr Fachkr\u00e4fte im Bereich Kind- und Familiengesundheit mit, das sie dabei unterst\u00fctzt, Eltern in den ersten 2000 Lebenstagen ihres Kindes zu begleiten. Die Vielfalt dieser Aufgaben erm\u00f6glicht mir einen besonders breiten Einblick in unterschiedliche Forschungsbereiche der Public Health. Genau das war auch mein Ziel: w\u00e4hrend meines kurzen Aufenthalts m\u00f6glichst viele verschiedene Projekte kennenzulernen.<br \/>\nAu\u00dferdem lerne ich gleich in den ersten paar Tagen ein paar andere Internationals kennen \u2013 PhD-Studierende und andere Praktikant*innen. Wir verstehen uns auf Anhieb richtig gut. Vielleicht, weil wir alle neu sind, weit weg von Zuhause und \u00e4hnliche Fragen, Unsicherheiten und Eindr\u00fccke teilen. Man verbindet sich auf eine besondere Art, wenn man gemeinsam versucht, sich in einer neuen Stadt, einem neuen Arbeitsumfeld und einem v\u00f6llig neuen Alltag zurechtzufinden. Diese Begegnungen machen den Start hier noch leichter und geben mir das Gef\u00fchl, Teil einer kleinen internationalen Gemeinschaft zu sein. Au\u00dferdem zeigen sie mir auch, wie ein m\u00f6glicher Alltag als PhD Student*in aussehen kann. Weil ich selbst eine Promotion in Erw\u00e4gung ziehe, ist es besonders spannend, diese Gespr\u00e4che zu f\u00fchren und einen direkten Einblick zu erhalten.<br \/>\nNat\u00fcrlich gibt es auch Momente, in denen mich die Hitze erschl\u00e4gt, ich mich im Bus verfahre oder mich frage, ob mein K\u00f6rper irgendwann wieder zu einer vern\u00fcnftigen Schlafroutine zur\u00fcckfindet. Aber genau diese Mischung aus Herausforderungen und kleinen Gl\u00fccksmomenten macht die Erfahrung so wertvoll. R\u00fcckblickend f\u00fchlt es sich an, als h\u00e4tte ich in sehr kurzer Zeit wahnsinnig viel erlebt. Gleichzeitig bin ich gespannt, was die n\u00e4chsten Wochen bringen. Es gibt noch so viel zu entdecken, auszuprobieren und zu lernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach meiner ersten Woche in Brisbane, in der ich vor allem versucht habe, den Jetlag zu \u00fcberlisten und nicht komplett in der W\u00e4rme zu schmelzen, ging es endlich mit meinem Praktikum an der University of Queensland los. Genauer gesagt an der School of Human Movement and Nutrition Sciences. 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