{"id":20995,"date":"2026-03-20T10:05:32","date_gmt":"2026-03-20T08:05:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=20995"},"modified":"2026-03-20T10:07:44","modified_gmt":"2026-03-20T08:07:44","slug":"meine-ersten-wochen-in-suedafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/meine-ersten-wochen-in-suedafrika\/","title":{"rendered":"Meine ersten Wochen in S\u00fcdafrika:"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Auch, wenn ich mich f\u00fcr diese Reise entschieden habe, hatte ich in meinem letzten Monat vor der Abreise gro\u00dfe Zweifel an meiner Entscheidung. Ich steckte mitten in den Reisevorbereitungen und sah nur, was ich alles hinter mir lassen w\u00fcrde und das f\u00fcr eine gro\u00dfe Unbekanntheit.<!--more--> Ich verabschiedete mich von meinen Freundinnen und Freunden, von meiner Familie, von meiner Wohnung und meinem Alltag in Deutschland. Die Reise erschien mir als gro\u00dfes Risiko, denn was, wenn mir meine Wg, mein Praktikum oder S\u00fcdafrika als vor\u00fcbergehende Heimat nicht gefallen w\u00fcrde?<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840.jpeg  data-size=\"{&quot;w&quot;:900,&quot;h&quot;:1600}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21354 alignright\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840-169x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840-169x300.jpeg 169w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840-576x1024.jpeg 576w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840-768x1365.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840-864x1536.jpeg 864w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840-600x1067.jpeg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840-800x1422.jpeg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/70e94cfa-9dde-4307-a213-2a393d92f840.jpeg 900w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Durch meine Angst stellte sich auch ein schlechtes Gewissen ein, denn ich hatte das Gef\u00fchl mein Privileg, diese Reise \u00fcberhaupt unternehmen zu k\u00f6nnen dadurch zu verleugnen. Wenn ich gefragt wurde, worauf ich mich am meisten in S\u00fcdafrika freute, antwortete ich meistens auf das Wetter, denn trotz zwei durchgearbeiteten Reisef\u00fchrern konnte ich mir mein Leben dort einfach nicht vorstellen. Aber ich wusste, dem europ\u00e4ischen Winter w\u00fcrde ich auf jeden Fall entkommen. An einem Abend, an dem meine \u00c4ngste und Sorgen sehr gro\u00df waren, schrieb ich eine Liste mit all den Dingen, vor denen ich Angst hatte und suchte f\u00fcr jeden Punkt eine L\u00f6sung. Danach ging es mir besser. Ich habe die Liste in mein Tagebuch geklebt und mir nach drei Wochen in S\u00fcdafrika angeschaut. Beim Lesen musste ich l\u00e4cheln, denn keine meiner Sorgen hatte sich best\u00e4tigt. Ich hatte meinen Flug nicht verpasst, meine Wg war nett, mein Praktikum hat mich erf\u00fcllt und ich hatte auch kein Heimweh.<\/p>\n<p><strong>Mein Zuhause in S\u00fcdafrika:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich wohne in einer Wg Muizenberg, das ist ein Vorort von Kapstadt, ungef\u00e4hr eine halbe Stunde entfernt. Die Wg besteht aus Sarah, Morgan, Selina und Marco. Sarah ist die Vermieterin, sie ist High School Lehrerin in Fishhoek, einem Nachbarort. Morgan kommt aus Johannesburg und arbeitet bei einer Marketingagentur f\u00fcr Safaris, nebenbei betreibt sie einen erfolgreichen Instagram \u00fcber nachhaltigen Wildlife-Tourismus . Selina kommt aus der Schweiz und macht einen Freiwilligendienst \u00fcber live&amp;learn bei einem Surfprojekt, das Surfen mit Jugendarbeit verbindet. Marco ist der Freund von Sarah, er hat Gelegenheitsjobs, haupts\u00e4chlich ist er Zimmermann. Unter der Woche passt Morgan auf Poppy auf, das ist der Hund ihrer Cousine. Poppy war urspr\u00fcnglich mal ein Stra\u00dfenhund und ist daher sehr sensibel. An meinem ersten Tag mussten wir daher extra ein Kennenlernen durchf\u00fchren. Das war sehr erfolgreich und seither gehen Morgan und ich nachmittags eine Runde mit ihr. Ich genie\u00dfe sehr, wie unterschiedlich jedes einzelne Wg Mitglied ist und wie unterschiedlich unsere Leben aussehen. Trotzdem sind wir keine Zweckwg, auch wenn die eine Person um 18 Uhr zu Abend isst und andere um 22 Uhr.<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682.jpeg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1440,&quot;h&quot;:1920}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21357 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-225x300.jpeg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-600x800.jpeg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-800x1067.jpeg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-380x507.jpeg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682-247x330.jpeg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_1682.jpeg 1440w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Mein Praktikum bei live&amp;learn:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mein Praktikum in S\u00fcdafrika ist bei der Organisation live&amp;learn im Bereich Marketing und Kommunikation. Die Organisation wird von Antje und Alex gef\u00fchrt. Beide sind vor 30 Jahren von Deutschland nach Kapstadt ausgewandert. Die Organisation vermittelt Freiwilligendienste, Praktika, Sabbaticals und Sprachreisen nach S\u00fcdafrika. Die Reisen werden f\u00fcr Abiturienten, Studierende und Arbeitnehmende angeboten. Dabei k\u00f6nnen die Teilnehmenden in dem gro\u00dfen Angebot der Einsatzstellen ausw\u00e4hlen, welches Projekt am besten zu ihren eigenen F\u00e4higkeiten und Anspr\u00fcchen an den Auslandsaufenthalt passt. Antje begleitet den Auswahlprozess und hat durch ihre langj\u00e4hrige Erfahrung auch ein gutes Gesp\u00fcr daf\u00fcr, wer am besten in welches Projekt passt. Sie kennt jede Einsatzstelle, die zugeh\u00f6rigen Unterk\u00fcnfte sowie Ansprechpartnerinnen und -partner und wei\u00df daher genau, auf was sich Teilnehmende einstellen m\u00fcssen oder mit welchen Erwartungen sie anreisen sollten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das live&amp;learn-B\u00fcro ist bei Antje und Alex, den Gr\u00fcndern, zuhause. Ich werde meist von Luzie, der H\u00fcndin von Antje und Alex begr\u00fc\u00dft. Manchmal gehen wir gemeinsam vor der Arbeit Surfen. Durch das Homeoffice und auch den Kontext der Reise ist das Arbeitsverh\u00e4ltnis sehr pers\u00f6nlich. Antje und Alex sind sehr bem\u00fcht, dass man sich dort wohlf\u00fchlt und nicht wie ein Eindringling.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um 9 Uhr gehe ich zur Arbeit. Das B\u00fcro ist nur 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt. Mit Antje bespreche ich meine Aufgaben f\u00fcr den Tag. Die Aufgaben kommen entweder von Antje oder von mir. Oftmals werde ich von Antje auch nach meiner Einsch\u00e4tzung oder Meinung zu Posts, Strategien oder Texten gefragt. Das finde ich ungew\u00f6hnlich, aber auch richtig sch\u00f6n, weil ich das erste Mal bei einem Praktikum als Expertin behandelt werde und nicht nur in der Position des Lernens bin. Bei der Umsetzung meiner Aufgaben lerne ich dennoch viel dazu, zum Beispiel, wie neue Designprogramme funktionieren oder, wie man bestimmte Blogeinstellungen auf WordPress einsetzt. Haupts\u00e4chlich bin ich f\u00fcr neue Blogbeitr\u00e4ge, den Newsletter, die Spendenkampagne f\u00fcr die live&amp;learn Stiftung und f\u00fcr die Social-Media-Kan\u00e4le zust\u00e4ndig. In den ersten Wochen habe ich mir die Hauptkonkurrenten von live&amp;learn angesehen und eine Analyse gemacht, dabei konnte ich verstehen, was live&amp;learn so besonders macht, welche Zielgruppen noch konkreter angesprochen werden m\u00fcssen und wie sich live&amp;learn durch seine \u00d6ffentlichkeitskommunikation am besten von den anderen Anbietern absetzen kann. Die Umsetzung der Ergebnisse dauerte meine gesamte Zeit bei live&amp;learn an. Nachmittags gehe ich meistens an den Strand, lese oder erkunde die Gegend. Es gibt einen kleinen Weg direkt am Meer entlang, den gehe ich meist bis nach St. James oder Kalk Bay. Dort gibt es kleine Gesch\u00e4fte, Tidal Pools und B\u00e4ckereien.<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1075,&quot;h&quot;:1920}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-21315 size-medium\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto-168x300.jpg\" alt=\"\" width=\"168\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto-168x300.jpg 168w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto-573x1024.jpg 573w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto-768x1372.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto-860x1536.jpg 860w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto-600x1072.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto-800x1429.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Weihnachtsfoto.jpg 1075w\" sizes=\"(max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/a><\/p>\n<div>\n<p>Durch meine Arbeit mit Einsatzstellen f\u00fcr Freiwillige komme ich regelm\u00e4\u00dfig mit den Themen Voluntourismus und White Saviorism in Ber\u00fchrung. Im Folgenden m\u00f6chte ich die Erkenntnisse teilen, die ich w\u00e4hrend meines Praktikums im Umgang mit diesen beiden Ph\u00e4nomenen gewonnen habe. Dabei soll keine Werbung f\u00fcr live&amp;learn gemacht werden. Dennoch halte ich fest, dass die Organisation engagierte Arbeit leistet und sich sowohl der genannten Problematiken als auch ihrer \u00dcberschneidungen bewusst ist. Da live&amp;learn bislang meine einzige praktische Erfahrungsstelle im Zusammenhang mit Voluntourismus und White Saviorism darstellt, st\u00fctzt sich meine Darstellung ausschlie\u00dflich auf pers\u00f6nliche Eindr\u00fccke und erhebt keinen Anspruch auf Objektivit\u00e4t. Gleichzeitig befinde ich mich als Praktikantin in einer besonderen Zwischenposition: Einerseits bin ich f\u00fcr einen begrenzten Zeitraum Teil der Organisation, andererseits noch neu und ausreichend distanziert, um Beobachtungen aus einer eher externen Perspektive zu machen.<\/p>\n<p>Der Begriff <strong>Voluntourismus<\/strong> bezeichnet die Verbindung von Reisen und freiwilligem Engagement und beschreibt den Versuch, w\u00e4hrend eines Auslandsaufenthalts etwas \u201eGutes\u201c zu tun. Idealerweise steht dabei das Ziel im Vordergrund, die Lebensbedingungen der Menschen in den Projektl\u00e4ndern nachhaltig zu verbessern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>White Saviorism<\/strong>\u00a0beschreibt das Ph\u00e4nomen, bei dem wei\u00dfe Menschen aus dem globalen Norden das Bed\u00fcrfnis versp\u00fcren, Menschen im globalen S\u00fcden \u201ehelfen\u201c zu m\u00fcssen. Hinter dieser gut gemeinten Haltung verbirgt sich jedoch h\u00e4ufig eine paternalistische Machtstruktur, die bestehende Ungleichheiten verst\u00e4rkt und neue Abh\u00e4ngigkeiten schafft.<\/p>\n<div>\n<p>Da live&amp;learn neben Praktika auch internationale Freiwilligendienste vermittelt, l\u00e4sst sich der Vorwurf des Voluntourismus nicht vollst\u00e4ndig ausschlie\u00dfen. Die Organisation ist sich dieser Problematik jedoch bewusst und legt gro\u00dfen Wert auf nachhaltige sowie langfristig angelegte Kooperationen mit lokalen Projektpartnern. Vor allem in den Einf\u00fchrungsgespr\u00e4chen mit Antje pr\u00fcft sie, welche F\u00e4higkeiten und Kenntnisse Praktikanten oder Freiwillige mitbringen, um diese optimal in Projekten einzusetzen. Eine der Einsatzstellen von live&amp;learn kann beispielsweise keine Ergotherapeutin anstellen, weil dazu die Gelder fehlen. Live&amp;learn kann dann gezielt Ergotherapeutinnen in dem Projekt einsetzen und so einen Mehrwert f\u00fcr die Organisation bringen.<\/p>\n<p>Die Mehrheit der Freiwilligen kommt aus Europa, insbesondere aus Deutschland oder der Schweiz, und verf\u00fcgt \u00fcber die finanziellen Ressourcen, um Reisekosten, Versicherungen und Projektbeitr\u00e4ge selbst zu tragen. Auch dies kann bestehende globale Ungleichheiten widerspiegeln. Gleichzeitig wird im organisatorischen Vorgehen deutlich, dass live&amp;learn bem\u00fcht ist, diesen Machtverh\u00e4ltnissen reflektiert und verantwortungsvoll zu begegnen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Zum einen versucht live&amp;learn durch den Mindestaufenthalt von 6 Wochen die Ressourcen der Einsatzstellen zu schonen. Teilnehmende m\u00fcssen nur einmal eingearbeitet werden und k\u00f6nnen sp\u00e4testens nach drei Wochen eigenst\u00e4ndig arbeiten. Teilweise werden im Volunteer-Business Projekte angeboten, bei denen die Freiwilligen nur eine Woche in einer Einsatzstelle sind, sodass sich die Einarbeitung nicht wirklich lohnt und mehr Ressourcen verbraucht als Arbeitskraft hinzugibt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gehen alle live&amp;learn Teilnehmer:innen zu Beginn ihres Aufenthalts auf eine eint\u00e4gige Stadttour, in denen ihnen die Geschichte Kapstadts, kulturelle Unterschiede und Einblicke in das politische System S\u00fcdafrikas gegeben wird. Antje und Alex treffen sich jeden Monat mit den Freiwilligen, um sich auszutauschen, Tipps zu geben oder bei Herausforderungen zu helfen.<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Freundschaften:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Durch das Netzwerk meines Praktikums habe ich direkt in den ersten Wochen Freundinnen gefunden. Das war erst etwas einsch\u00fcchternd, weil sie bereits vor einer Woche angereist waren und ich zu der Gruppe hinzugekommen bin. Aber ich wurde direkt aufgenommen und jedes Wochenende unternehmen wir gemeinsam etwas. Die Freundschaft hatte zun\u00e4chst eine ungewohnte Struktur, denn obwohl wir wom\u00f6glich das gr\u00f6\u00dfte Abenteuer unseres Lebens gemeinsam bestreiten, wussten wir so wenig voneinander. Die Freundschaft brauchte noch mehr Zeit und Gespr\u00e4che \u00fcbereinander, um der Intensit\u00e4t, die sie durch die Reise hatte, gerecht zu werden. Doch das hat sich mittlerweile ausgeglichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch, wenn ich mich f\u00fcr diese Reise entschieden habe, hatte ich in meinem letzten Monat vor der Abreise gro\u00dfe Zweifel an meiner Entscheidung. Ich steckte mitten in den Reisevorbereitungen und sah nur, was ich alles hinter mir lassen w\u00fcrde und das f\u00fcr eine gro\u00dfe Unbekanntheit.<\/p>\n","protected":false},"author":1204,"featured_media":21355,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2052,2043,2045,2042,1264],"tags":[9,1164],"class_list":["post-20995","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erziehungs-und-sozialwissenschaften","category-gesellschafts-und-geisteswissenschaften","category-kunst-kultur-und-gestaltung","category-soziales-und-paedagogik","category-suedafrika","tag-auslandspraktikum","tag-suedafrika"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20995"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1204"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20995"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20995\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21592,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20995\/revisions\/21592"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}