{"id":20736,"date":"2025-12-05T13:31:55","date_gmt":"2025-12-05T11:31:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=20736"},"modified":"2025-12-10T13:32:21","modified_gmt":"2025-12-10T11:32:21","slug":"als-fremdsprachenassistenzkraft-ins-vereinigte-koenigreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/als-fremdsprachenassistenzkraft-ins-vereinigte-koenigreich\/","title":{"rendered":"Als Fremdsprachenassistenzkraft ins Vereinigte K\u00f6nigreich"},"content":{"rendered":"<p>Als Fremdsprachenassistenzkraft hilft man im Fremdsprachenunterricht. Meistens findet dies an Sekundarschulen statt, aber es gibt auch Universit\u00e4ten und eventuell auch ein paar wenige Grundschulen, die Fremdsprachenassistenzkr\u00e4fte anfordern.<!--more--> Das Verteilungsverfahren findet dabei \u00fcber den P\u00e4dagogischen Austauschdienst und das British Council statt. Ich wurde an die <em>King Edward VI High School for Girls<\/em> in Birmingham geschickt. Die Schule ist eine Privatschule f\u00fcr M\u00e4dchen, die sich allerdings das Gel\u00e4nde mit dem m\u00e4nnlichen \u00c4quivalent teilt. Als Privatschule unterscheidet sich die Schule von meinen vorherigen Praktikumsschulen. Die Schule hat einen Aufnahmetest und eine Schulgeb\u00fchr und der sozio\u00f6konomische Hintergrund der Mehrheit der Sch\u00fcler:innen ist dementsprechend. Es gibt aber auch Sch\u00fcler:innen mit einem Stipendium. Das akademische Level ist vergleichsweise hoch.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil meiner Arbeit bestand aus <em>Speaking Sessions<\/em>. Das hei\u00dft, ich hatte eine kleine Gruppe von Sch\u00fcler:innen und konzentrierte mich mit ihnen auf das Sprechen. Oft beschrieben wir Bilder oder haben Rollenspiele gemacht. Das soll die Sch\u00fcler:innen auch auf ihre Abschlusspr\u00fcfungen vorbereiten, denn diese beinhalten eine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung. Au\u00dferdem arbeitete ich auch in der Oberstufe. Hier unterrichte ich oft zu landeskundlichen Themen, wie der Geschichte Deutschlands, dem politischen System oder kulturellen Eigenheiten. Das gefiel mir am besten, denn als Geschichts- und Politikstudentin sind das nat\u00fcrlich die Bereiche, die mich selbst am meisten interessieren und wo ich mich am besten auskenne. Ich bekam so auch regelm\u00e4\u00dfig die Chance selbst Unterrichtsinhalte zu erstellen und durchzuf\u00fchren, was mir bei meiner zuk\u00fcnftigen Karriere sehr zugute kommen wird. Neben dem Beitrag zum Unterricht ist aber auch der kulturelle Austausch ein gro\u00dfer Teil der Arbeit. Die Sch\u00fcler:innen haben mir oft Fragen zur Kultur, Politik und Geschichte in Deutschland gestellt oder mich um meine Gedanken in Bezug auf weitverbreitete Stereotypen gefragt. So habe ich zum Beispiel mit meinen Sch\u00fclerinnen \u00fcber die Qualit\u00e4t von Brot und der gesellschaftlichen Einstellung zum Schlangestehen diskutiert und ihnen vor Reisen nach Deutschland kulinarische Tipps gegeben. Im Gegenzug haben mir meine Sch\u00fclerinnen Unterschiede zwischen britischem und US-amerikanischem Englisch erkl\u00e4rt, Ausflugstipps gegeben und mich nach meiner Perspektive auf das Leben in England gefragt. Dadurch konnte ich nicht nur meine Erfahrungen in England reflektieren, sondern auch eine neue Sicht auf das Leben in Deutschland erhalten. Meine Schule hat es mir au\u00dferdem erm\u00f6glicht auch in meinen eigentlichen zuk\u00fcnftigen Unterrichtsf\u00e4chern zu hospitieren und so wertvolle Eindr\u00fccke zu gewinnen.<\/p>\n<p>Das Kollegium an der Schule war sehr nett und hilfsbereit. Ich wurde \u00e4u\u00dferst warmherzig empfangen, was vieles im Land einfacher gemacht hat. Durch die Arbeit hat man direkt Anschluss und kennt Leute, denen man Fragen stellen kann. Au\u00dferdem hatte die Schule auch zwei Franz\u00f6sisch-Assistentinnen und eine Mandarin-Assistentin. So gab es Leute, die in der gleichen Situation waren und mit denen ich mich austauschen konnte. Des Weiteren war ich Teil einer What\u2018sApp-Gruppe aller Fremdsprachenassistenzkr\u00e4fte in England sowie in Birmingham und Umgebung, \u00fcber die man Anschluss finden konnte. So habe ich auch meine Freundinnen kennengelernt, mit denen ich jeden Donnerstag zum Pub-Quiz gegangen und viel gereist bin. Wir haben auch noch drei Monate nach unserer R\u00fcckkehr Kontakt zueinander.<\/p>\n<p>Durch meinen Aufenthalt konnte ich nicht nur meine Englisch-Kenntnisse verbessern, sondern auch meine Kompetenzen als Lehrkraft trainieren und Selbstbewusstsein im Unterrichten sammeln. Dies wird mir in meiner Zukunft sehr helfen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Fremdsprachenassistenzkraft hilft man im Fremdsprachenunterricht. 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