{"id":18769,"date":"2024-09-27T08:53:11","date_gmt":"2024-09-27T06:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=18769"},"modified":"2025-02-05T10:47:01","modified_gmt":"2025-02-05T08:47:01","slug":"arbeiten-am-caltech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/arbeiten-am-caltech\/","title":{"rendered":"Arbeiten am Caltech"},"content":{"rendered":"<p>Hallo Leute! In diesem Blog-Eintrag m\u00f6chte ich genauer auf meinen Arbeitsalltag\u00a0 w\u00e4hrend des Praktikums, die Arbeitskultur und die Universit\u00e4t eingehen, ohne mich dabei zu sehr in fachspezifischen chemischen Details meiner Arbeit zu verlieren. Bevor ich mich zu sehr in der Arbeit verliere, wollte ich im ersten Absatz auf Organisatorisches eingehen, was vor dem eigentlichen Praktikum anf\u00e4llt und erledigt werden muss. <!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Einreise und zum Absolvieren eines Praktikums an einer Universit\u00e4t in den USA ben\u00f6tigt man ein Studentenvisum, entweder das J-1 oder F-1 Visum. Um dieses zu erhalten, muss man einiges an Papierkram erledigen. Dementsprechend empfehle ich jedem, sich zeitig vor Praktikumsbeginn darum zu k\u00fcmmern. Ich pers\u00f6nlich habe damit knapp ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Praktikumsstart begonnen, vermutlich reicht aber weniger Vorlauf auch aus. Wichtig zu erw\u00e4hnen ist, dass das Visum nicht g\u00fcnstig ist und man pers\u00f6nlich bei einem Termin im Konsulat in M\u00fcnchen, Frankfurt oder Berlin erscheinen muss, nachdem die Universit\u00e4t in den Staaten ein paar Formulare ausgestellt hat. Ich hatte dabei eine Ansprechpartnerin im Arbeitskreis an der Universit\u00e4t, die mir mit den ganzen Dokumenten geholfen hat. Soweit ich es mitbekommen habe, ist das an anderen Universit\u00e4ten auch oft der Fall. Vor Ort musste ich nichts mehr in Bezug auf das Visum erledigen und konnte nach verschiedenen fachbezogenen Sicherheitseinweisungen direkt anfangen zu arbeiten.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu den meisten Universit\u00e4ten in Deutschland, bei denen die einzelnen Fachbereiche und Institute an mehreren Standorten \u00fcber die ganze Stadt verteilt sind, findet sich in den USA h\u00e4ufig alle Geb\u00e4ude der Universit\u00e4t auf einem gro\u00dfen Campus und man f\u00fchlt sich wie in einem Film an einem amerikanischen College. Bei der Caltech handelt es sich um eine vergleichsweise kleine Universit\u00e4t mit einem starken Fokus auf Natur- und Ingenieurswissenschaften. Der Campus hat trotz der geringen Gr\u00f6\u00dfe einiges zu bieten. Es gibt ein f\u00fcr Studierende kostenloses Fitnessstudio, einen Pool und viele weitere Angebote. Es gibt eine zentrale Cafeteria und einen kleinen Supermarkt, an dem man morgens, mittags und abends essen kann und vollst\u00e4ndig versorgt ist.<\/p>\n<p>Meinen Arbeitsalltag kann ich eigentlich im Rahmen meines Projekts relativ frei gestalten und ich arbeite mit zwei erfahrenen Doktoranden an einem Projekt zusammen. An der Caltech wird sechs Tage die Woche gearbeitet und ich habe mir meistens den Samstag freigenommen. Samstags habe ich dann Sightseeing gemacht und LA sowie seine Umgebung mit den vielen Nationalparks kennengelernt. Die anderen Doktoranden sowie das gesamte Team mit etwa 20 Leuten waren sehr hilfsbereit, freundlich und offen, sodass ich mich sehr schnell eingelebt habe und gut ins Team integriert war. Soweit ich es mitbekommen habe, ist dies h\u00e4ufig der Fall und man wird sehr gut aufgenommen, da die Menschen hier in Kalifornien sehr kontaktfreudig sind.<\/p>\n<p>Jetzt noch ein paar kurze fachbezogene Worte zu meinem Projekt. Ich arbeite auf dem Gebiet der organischen Totalsynthese; auf diesem Gebiet hat die Gruppe von Prof. Stoltz viel Erfahrung. Das Ziel der Totalsynthese ist die Herstellung verschiedenster Naturstoffe, die vielversprechende biologische Eigenschaften haben und beispielsweise als Medikamente oder Agrochemikalien eingesetzt werden k\u00f6nnten. Die Synthese dieser komplexen Verbindungen dient zudem als Triebkraft zur Entwicklung neuer Reaktionen und Methoden. Ich habe in meinem Projekt an der Synthese eines bestimmten Naturstoffs gearbeitet. Allgemein sind die allgemeinen Arbeitsmethoden und die Ausstattung vergleichbar mit den mir schon bekannten aus Deutschland; die Chemie ist und bleibt letztendlich \u00fcberall dieselbe. Trotzdem habe ich durch die Arbeit viele neue Techniken erlernt. Zudem habe ich durch die Arbeit auf einem eigenen Projekt gelernt, selbstst\u00e4ndig zu arbeiten. Durch die Gruppenmeetings und Diskussionen im Labor habe ich neben dem praktischen auch viel neuen theoretischen Input bekommen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend bleibt mir noch \u00fcbrig zu sagen, dass ich durch dieses Forschungspraktikum einen Einblick in ein neues Feld der organischen Chemie bekommen habe. Ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft viel von den hier gesammelten Erfahrungen profitieren kann und bin sehr gl\u00fccklich diese M\u00f6glichkeit erhalten zu haben und kann jedem, dem sich so eine M\u00f6glichkeit ebenfalls bietet, nur empfehlen unabh\u00e4ngig vom Fachbereich ein Auslandspraktikum zu absolvieren, da man sehr seinen eigenen Horizont erweitert und gezwungen ist seine Komfort-Zone zu verlassen und viele neue Menschen kennenlernt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Leute! In diesem Blog-Eintrag m\u00f6chte ich genauer auf meinen Arbeitsalltag\u00a0 w\u00e4hrend des Praktikums, die Arbeitskultur und die Universit\u00e4t eingehen, ohne mich dabei zu sehr in fachspezifischen chemischen Details meiner Arbeit zu verlieren. Bevor ich mich zu sehr in der Arbeit verliere, wollte ich im ersten Absatz auf Organisatorisches eingehen, was vor dem eigentlichen Praktikum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1132,"featured_media":18780,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1261,2059,2038,1273],"tags":[1840,34,2153,2165],"class_list":["post-18769","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-amerika","category-chemie-und-pharmazie","category-forschung-und-wissenschaft","category-usa","tag-arbeitsalltag","tag-forschungspraktikum","tag-los-angeles","tag-visum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18769"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1132"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18769"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18769\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19022,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18769\/revisions\/19022"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18780"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}