{"id":17739,"date":"2024-03-22T11:56:47","date_gmt":"2024-03-22T09:56:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=17739"},"modified":"2025-02-05T14:16:53","modified_gmt":"2025-02-05T12:16:53","slug":"mein-arbeitsalltag-an-der-national-university-of-singapore","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/mein-arbeitsalltag-an-der-national-university-of-singapore\/","title":{"rendered":"Mein Arbeitsalltag an der &#8220;National University of Singapore&#8221;"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Hallo zusammen! Dieser zweite Beitrag von mir soll nun meinen Arbeitsalltag an der &#8220;National University of Singapore&#8221; (kurz NUS) behandeln. Ich arbeite hier, vermittelt durch Prof. Frank Glorius von der Uni M\u00fcnster, in der Forschungsgruppe von Prof. Ming Joo Koh an einem eigenen Projekt. Die Gruppe inkludiert ungef\u00e4hr zwanzig Doktoranden, PostDocs und Visiting Students.<!--more--><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An dieser Stelle m\u00f6chte ich zumindest einmal kurz erw\u00e4hnen, woran wir hier im Allgemeinen forschen, ohne zu tief in die Chemie dahinter einzusteigen: Die Gruppe von Prof. Koh ist aktuell sehr erfolgreich im Bereich der gr\u00fcnen Metallkatalyse. Katalyse ist unabdingbar f\u00fcr den Zugang zu verschiedensten Klassen an Chemikalien. Eine aktuelle Herausforderung ist, dass f\u00fcr die meisten Katalyse Zyklen noch Edelmetalle wie Palladium ben\u00f6tigt werden. Dieses ist gerade im Hinblick auf das abnehmende Vorkommen sowie bzgl. des aktuell h\u00f6chst relevanten Aspekts der nachhaltigen Chemie nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Die Gruppe arbeitet daran, Katalyse Zyklen nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Sie sucht nach M\u00f6glichkeiten Synthesesequenzen zu verk\u00fcrzen und in weniger Schritten zu den gesuchten Produkten zu gelangen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zuerst einmal: Wie funktioniert das mit dem Arbeiten in Singapur eigentlich? Denn es war gar nicht so einfach das zu organisieren. Um hier als Visiting Student zu arbeiten muss ein sogenannter \u201eTraining Employment Pass\u201c (kurz TEP) vom \u201eMinistry of Manpower\u201c ausgestellt werden. Bevor ich einreisen konnte, mussten einige Frageb\u00f6gen und Formulare ausgef\u00fcllt werden, die ich von meinem betreuenden Professor bekommen habe. Recht schnell habe ich dann meine Genehmigung bekommen, diese erlaubt einem zuerst einmal die Einreise. Vor Ort musste ich dann mit allen ausgedruckten Dokumenten zur \u00f6rtlichen Beh\u00f6rde, wo ein Foto, sowie Fingerabdr\u00fccke aufgenommen wurden und innerhalb weniger Tage habe ich meinen TEP ausgestellt bekommen. Dieser erlaubt es mir hier zu arbeiten. Au\u00dferdem gelte ich in dieser Zeit als \u201eSingapore Resident\u201c, sodass ich wie schon erw\u00e4hnt einige Verg\u00fcnstigungen erhalte. Das Ganze war auf jeden Fall ein bisschen Aufwand, aber in Singapur ist alles sehr gut organisiert, sodass alles recht schnell abgewickelt werden konnte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt erst einmal kurz was zur NUS im Allgemeinen: In Singapur sind die Aufnahmebedingungen der Universit\u00e4ten sehr streng, sodass nur sehr wenige Sch\u00fcler am Ende studieren k\u00f6nnen. Die NUS ist eine der besten und selektivsten Universit\u00e4ten der Welt und bietet perfekte Standards f\u00fcr eine gute Lernumgebung. Sie ist sehr weit entwickelt und bringt viele verschiedene Fachgebiete mit insgesamt acht Forschungsbereichen zusammen. Zwischen den verschiedenen Fachbereichen fahren jeden Tag Shuttle-Busse von der NUS, die man als Student kostenlos nutzen kann, so ist jede Fakult\u00e4t sehr schnell zu erreichen. Au\u00dferdem ist es uns erlaubt f\u00fcr sehr wenig Geld (weniger als 1 S$) die Fitnessstudios, sowie die Swimming-Pools zu nutzen. Im Allgemeinen sind die Geb\u00e4ude der NUS weitl\u00e4ufig \u00fcber die Innenstadt verteilt. Das \u201eHerz\u201c der Uni ist der sogenannte \u201eUniversity Town\u201c Campus. Hier ist keine bestimmte Fakult\u00e4t angesiedelt. Der Campus bietet einige M\u00f6glichkeiten zur Freizeitbesch\u00e4ftigung wie z.B. eine Kletterwand, einige Restaurants oder einen Pool, aber auch viele Study Areas und H\u00f6rs\u00e4le sind hier zu finden. Noch viel zu oft f\u00fchle ich mich wie in einer klassischen \u201eHigh-School-Serie\u201c und kann gar nicht glauben, dass ich tats\u00e4chlich hier bin.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_7976-1.jpeg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17797\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_7976-1-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_7976-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_7976-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/IMG_7976-1-600x800.jpeg 600w, 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Au\u00dferdem ist eine gro\u00dfe Kantine in wenigen Minuten zu Fu\u00df erreichbar. Diese hat montags bis samstags von morgens bis abends ge\u00f6ffnet, sodass man w\u00e4hrend der Arbeitstage sehr preiswert vollst\u00e4ndig an der Uni versorgt ist. Von Hauptgerichten bis zu Nachtisch und Getr\u00e4nken gibt es hier alles. \u201eFunfact\u201c an dieser Stelle: In Singapur ist die Kriminalit\u00e4t so gering, dass es v\u00f6llig normal ist seinen Platz in der Kantine mit seinem Laptop oder anderen Wertgegenst\u00e4nden zu reservieren, bevor man sich sein Essen holt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Meinen Arbeitsalltag hier kann ich komplett selbst bestimmen. Von Prof. Koh habe ich einen Doktoranden zugeteilt bekommen, der mich unterst\u00fctzen und vor allem einweisen sollte. So wurde mir an meinen ersten Tagen hier erkl\u00e4rt, was mein Projekt wird und wie hier alles funktioniert. Ich habe eine eigene Mitarbeiterkarte bekommen, mit der ich zu den normalen Arbeitszeiten Zutritt zu den B\u00fcros und den Laboren habe. Unser Labor befindet sich an der Faculty of Science der NUS im 14. Stock eines riesigen Geb\u00e4udes. Nebenbei habe ich also noch einen super Ausblick aus dem Labor heraus. In der Regel beginnen die meisten ihren Tag im Labor so gegen zehn Uhr, wenn ich also um neun Uhr loslege, sind noch nicht viele da. Hier ist es \u00fcblich einen Mittagsschlaf zu halten und daf\u00fcr bis sp\u00e4ter abends zu arbeiten. Alle Mitarbeitenden sind sehr freundlich und hilfsbereit, wenn ich zum Beispiel mal eine Chemikalie nicht finden konnte (was \u00f6fters vorkam, als ich zugeben will), haben sich direkt alle der Suche angeschlossen und mich immer unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcber mein genaues Projekt kann ich nicht zu detailliert berichten (und ich glaube auch nicht, dass das f\u00fcr \u201eNicht-Chemiker\u201c besonders spannend ist), aber im Allgemeinen bin ich hier in der organischen Synthesechemie im Bereich &#8220;skeletal editing&#8221; t\u00e4tig. Ich recherchiere klassischerweise also zuerst in chemischen Datenbanken, welche Versuche f\u00fcr meine gesuchten Molek\u00fcle und Reaktionen sinnvoll sein k\u00f6nnten, plane die Synthese dann selbstst\u00e4ndig und f\u00fchre sie nat\u00fcrlich durch. Am Ende arbeite ich die Reaktion dann auf und analysiere das (hoffentlich) entstandene Produkt. Im Allgemeinen funktioniert Chemie hier genauso wie in Deutschland. Trotzdem hat jeder seine speziellen Tricks und Ideen, sodass ich hier sehr viel neues Wissen erlangen konnte, das ich auch in den Laboren an der Uni in M\u00fcnster anwenden werde. Zus\u00e4tzlich habe ich hier gelernt vollkommen selbstst\u00e4ndig zu arbeiten, von der Syntheseplanung und Durchf\u00fchrung bis zur Auswertung und Analyse. In regelm\u00e4\u00dfiger Absprache mit Prof. Koh und meinem Betreuer Leroy bekomme ich viel neuen Input, kann aber auch ganz viele eigene Ideen liefern, die immer ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mein absolut gr\u00f6\u00dftes Learning ist aber, dass in der Forschung nicht immer alles geradeaus und gut l\u00e4uft. In meiner vergangenen Laborerfahrung hatte ich das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass die meisten Synthesen recht problemlos liefen. Wenn mal was nicht funktioniert hat, konnte ich immer schnell den Fehler finden und ihn beheben. Hier stehe ich allerdings ganz am Anfang eines Projekts, wo es erstmal v\u00f6llig normal ist, dass erstmal nicht viel funktioniert und man viele Umwege gehen muss. Ich habe gelernt, sehr viel \u00fcber die Theorie und die Mechanismen hinter den Versuchen nachzudenken und in den wissenschaftlichen Austausch zu treten, um neue Ans\u00e4tze ausprobieren zu k\u00f6nnen. Diese neue Frustrationsgrenze, sowie die F\u00e4higkeit wissenschaftliche Probleme rational anzugehen und aus verschiedensten Winkeln zu betrachten, kann ich stolz mit nach Deutschland nehmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Abschlie\u00dfend bleibt mir also f\u00fcr diesen Beitrag zu sagen, dass ich durch dieses Forschungspraktikum einen Einblick in ein ganz anderes Feld der organischen Synthesechemie bekommen habe. Ich habe f\u00fcr meine Zukunft in der Chemie sehr viel gelernt und an Sicherheit in allen Bereichen des wissenschaftlichen Arbeitens gewonnen, sodass ich mir sicher bin noch lange von diesen Erfahrungen zu profitieren. Zuletzt sch\u00e4tze ich mich sehr gl\u00fccklich diese M\u00f6glichkeit durch Prof. Glorius erhalten zu haben und kann jedem, dem sich so eine M\u00f6glichkeit ebenfalls bietet, nur w\u00e4rmstens empfehlen ein Auslandspraktikum zu absolvieren (ganz unabh\u00e4ngig vom Studiengang nat\u00fcrlich)!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen! Dieser zweite Beitrag von mir soll nun meinen Arbeitsalltag an der &#8220;National University of Singapore&#8221; (kurz NUS) behandeln. Ich arbeite hier, vermittelt durch Prof. Frank Glorius von der Uni M\u00fcnster, in der Forschungsgruppe von Prof. Ming Joo Koh an einem eigenen Projekt. 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