{"id":1719,"date":"2014-09-15T10:33:22","date_gmt":"2014-09-15T08:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=1719"},"modified":"2024-10-04T12:05:25","modified_gmt":"2024-10-04T10:05:25","slug":"in-lissabon-werden-meine-waden-wachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/in-lissabon-werden-meine-waden-wachsen\/","title":{"rendered":"In Lissabon werden meine Waden wachsen"},"content":{"rendered":"<p>Hallo. Ich bin Marius und das hier ist meine Erasmus-Blog-Feuertaufe. \u00a0Ich lebe in Lissabon mitten im Bairro Alto und bin auf der Suche nach einem guten Shop f\u00fcr Oropax.<\/p>\n<p>27. August. Flughafen K\u00f6ln\/Bonn. Halte meine Bordkarte nach Lissabon in den H\u00e4nden. In einem Akt aus Genie und Wahnsinn betr\u00e4gt mein Koffergewicht 23,0 Kilogramm, was mir ein zauberhaftes L\u00e4cheln der Dame am Schalter einbringt. Ich darf also einsteigen. \u00a0Nach einem 3-Stunden-Flug, der darin gipfelt, dass wir kurz vor der Landung einmal die komplette Stadt \u00fcberfliegen, landen wir also am Aeroporto Lisboa. In diesem Moment beschlie\u00dfe ich, dass ich es hier mag.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich freunde mich mit meinem Taxifahrer an. Er spricht kein Wort Englisch, es sei denn es geht darum Lieder im Radio mitzusingen. Dann bl\u00fcht er auf. Nachdem er anscheinend noch ein inoffizielles Formel-1-Casting gewinnen will, l\u00e4sst man mich an meiner neuen Bleibe heraus. Da ich ein sehr gut vorbereiteter Tourist bin, habe ich gelesen, dass &#8220;Bairro Alto&#8221;, mein neues Wohnviertel, am Tag ruhig ist und einen Dorfcharakter hat. Die ruhigsten Stra\u00dfen werden jedoch bei Nacht zu den mit Abstand wildesten. Noch h\u00f6re ich keinen Mucks. 13:45 Uhr. Ge\u00f6ffnet wird mir die T\u00fcr von Susana, einer stolzen Portugiesin, die mit ihrem Mann Vincent ganzj\u00e4hrig in Amsterdam wohnt und deshalb ihre Eigentumswohnung mit Freude an Studenten vermietet. Nach einer F\u00fchrung wei\u00df ich, dass ich hier nie wieder weg m\u00f6chte. 30 Minuten sp\u00e4ter kommt auch meine neue Mitbewohnerin Anna an. Wir gehen also standesgem\u00e4\u00df Tapas essen. Auspacken kann warten.<\/p>\n<p>Da Anna schon ein paar Tage in der Stadt ist, f\u00fchrt sie mich zum Pois-Cafe. Anscheinend war mein Kriterium f\u00fcr die Restaurantwahl, dass wir auf dem Weg dorthin m\u00f6glichst viele Steigungen und anschlie\u00dfende Gef\u00e4lle zur\u00fccklegen. Anna \u00fcbertrifft in dem Punkt sich selbst. Das Essen tut gut und ich \u00fcberlege innerlich, wie ich die n\u00e4chsten Tage angehe. Die Wahl f\u00e4llt auf &#8220;Tourist&#8221;. Ich beschlie\u00dfe alles zu sehen und das in m\u00f6glichst kurzer Zeit, um danach einen guten Alltag haben zu k\u00f6nnen. Die n\u00e4chsten Tage verbringe ich also mit Essen. Wandern. Fotografieren. Schlafen.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zum Bairro Alto. Gegen 22 Uhr kommen wir zur\u00fcck zu unserem Apartment. Besser gesagt wir probieren es. F\u00fcr den, der Bairro Alto kennt, den wird das hier nicht \u00fcberraschen, f\u00fcr die andern versuche ich es mal beispielhaft zu beschreiben: Es ist schweinevoll und hat Konzertlautst\u00e4rke. An dieser Stelle muss ich jedoch sofort selbst eingreifen. Wer denkt, dass das unangenehm w\u00e4re, der liegt falsch. S\u00e4mtliche Bars haben ge\u00f6ffnet. Da dort aber niemand reinpasst, holt man sich Cocktails &amp; Bier, begibt sich auf die Stra\u00dfe, quatscht mit fremden Leuten und bald neuen Freunden. Sitzt auf dem Boden. H\u00f6rt der Musik zu, die aus s\u00e4mtlichen Richtungen die Ohren durchflutet. Wandert zwischendurch durch eine leichte Wolke aus Marihuana, bahnt sich seinen Weg zur n\u00e4chsten Location. Bairro Alto ist ein in sich geschlossenes \u00d6kosystem aus guter Laune und Spa\u00df am Leben. In diesem Moment realisieren wir, wie gut wir es haben und wahrscheinlich auch noch eine lange Zeit haben werden.<\/p>\n<p>Wir beschlie\u00dfen es f\u00fcr heute gut sein zu lassen, holen uns noch schnell ein &#8220;Past\u00e9is de Nata&#8221;, ein in Bl\u00e4tterteig gebackenes Sahnepuddingt\u00f6rtchen beim Gesch\u00e4ft unseres Vertrauens (&#8220;Manteigaria Tradicional&#8221; in Rua do Loreto 2, Chiado, Lisboa) direkt an der Metrostation Baixa-Chiado\u00a0, dazu ein kleines Bier im Mini Mercado um die Ecke, schlie\u00dfen unsere Wohnung auf, setzen uns an meinen kleinen franz\u00f6sischen Balkon und beobachten von oben die Massen. So l\u00e4sst es sich aushalten, denken wir beide und sto\u00dfen auf eine gute Zeit an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo. Ich bin Marius und das hier ist meine Erasmus-Blog-Feuertaufe. \u00a0Ich lebe in Lissabon mitten im Bairro Alto und bin auf der Suche nach einem guten Shop f\u00fcr Oropax. 27. August. Flughafen K\u00f6ln\/Bonn. Halte meine Bordkarte nach Lissabon in den H\u00e4nden. 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