{"id":16887,"date":"2023-04-27T10:37:13","date_gmt":"2023-04-27T08:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=16887"},"modified":"2025-02-28T13:49:07","modified_gmt":"2025-02-28T11:49:07","slug":"slan-tuamgraney-abschied-und-fazit-meiner-praktikumszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/slan-tuamgraney-abschied-und-fazit-meiner-praktikumszeit\/","title":{"rendered":"Sl\u00e1n Tuamgraney &#8211; Abschied und Fazit meiner Praktikumszeit"},"content":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte diesen Blogeintrag nutzen, um \u00fcber meine Praktikumszeit in Irland zu reflektieren.<br \/>\nJa, es regnet tats\u00e4chlich viel in Irland. Und ja, der irische Akzent ist schon besonders. Aber \u00fcber die vergangenen drei Monate habe ich das Land und die Menschen echt zu sch\u00e4tzen gelernt. Dabei sind es vor allem die kleinen Dinge, die ich im Vergleich zu Deutschland echt vermissen werde. Die super entspannte Atmosph\u00e4re beim Einkaufen, Toiletten in fast jedem Supermarkt, extrem zuvorkommende andere Verkehrsteilnehmer*innen oder die generelle irische Mentalit\u00e4t.<br \/>\nNicht zu vergessen, die Landschaft. <!--more-->Ich habe mir vor meinem Aufenthalt so gut wie keine Bilder aus Irland angesehen. Gut, Google Maps einmal ausgenommen, weil ich nat\u00fcrlich wissen wollte, wo die Schule liegt. Aber das, was ich vor Ort gesehen habe, hat mich vollkommen vom Hocker gehauen. Auf Bildern kommt die Sch\u00f6nheit der Landschaft, besonders der Westk\u00fcste, kaum r\u00fcber. Sattes Gr\u00fcn, gepaart mit einer bergigen Landschaft und dem t\u00fcrkisblauen Atlantik, bilden einen wunderbaren Kontrast zu den dunkelgrauen Felsen an der K\u00fcste. Das alles ist in County Clare zu sehen, in welchem sich auch die Schule befindet. Vom \u201eLough Derg\u201c im Osten bis hin zu den ber\u00fchmten \u201eCliffs of Moher\u201c im Westen mit richtig viel Gr\u00fcn dazwischen ist Clare extrem abwechslungsreich. Kein Wunder also, dass es viele Menschen aus Dublin oder Galway hier hin zieht. Aber nicht nur von dort, die Gegend ist insgesamt super international. An der Schule finden sich viele Sch\u00fcler*innen mit Wurzeln in Brasilien, Spanien, \u00d6sterreich oder sogar Deutschland.<\/p>\n<p>Ein landschaftlicher Geheimtipp ist der \u201eBurren\u201c, eine durch Erosion zur Tage bef\u00f6rderte, weitl\u00e4ufige Felsformation im Westen von County Clare. Dort sind nicht nur Grabst\u00e4tten \u00e4lter als die Pyramiden von Gizeh zu sehen, sondern auch eine spektakul\u00e4re K\u00fcste! Die Felsen reichen bis ins Wasser hinein und in den zahlreichen Felsspalten finden sich unz\u00e4hlige Muscheln, Seeanemonen und sogar Meeresschnecken.<\/p>\n<p>Aus meinem Praktikum nehme ich definitiv einiges mit nach Deutschland und in mein sp\u00e4teres berufliches Leben. Die wirklich offene Diskussionskultur in meiner Klasse hat mich sehr \u00fcberzeugt, auch wenn sie in dem beobachteten Format etwas zeitintensiv ist. Im Unterricht haben die Sch\u00fcler*innen beispielsweise zusammen erarbeitet und diskutiert, wie eine gute Definition des mediterranen Klimas aussehen kann, anstatt eine vorgefertigte zu \u00fcbernehmen. Ebenfalls interessant fand ich, dass die Lehrerin fast w\u00f6chentlich neue B\u00fccher f\u00fcr lesebegeisterte Sch\u00fcler*innen mitgebracht hat. Diese konnten sie lesen und anschlie\u00dfend bewerten, ob die B\u00fccher in die Schulbibliothek aufgenommen werden sollten.<\/p>\n<p>Etwas, dass ich an einer Regelschule in Deutschland noch nie beobachtet habe, war die Menge an kreativer Arbeit. Angefangen beim Klassenheft, welches von jedem Sch\u00fcler und jeder Sch\u00fclerin individuell und aufwendig gestaltet war bis hin zu 45 Minuten Bl\u00f6cken von reinem Malen mit musikalischer Begleitung von einem schulnahen Mitarbeiter. Dies fand ca. alle zwei Wochen statt und wurde von den Kindern gut angenommen! Gemalt bzw. gezeichnet wurde hierbei an einem einzigen gro\u00dfen Bild, welches anschlie\u00dfend im Klassenraum aufgehangen wurde.<br \/>\nInsgesamt habe ich aber das Gef\u00fchl, dass bei den Sch\u00fcler*innen eher wenig h\u00e4ngen bleibt. W\u00e4hrend manche gut mitarbeiten, sind andere sichtlich gelangweilt und zeichnen oder spielen Karten w\u00e4hrend des regul\u00e4ren Unterrichts, ohne dass die Lehrkr\u00e4fte eingreifen. Ich vermute, dass das vor allem an der langsamen Arbeitsgeschwindigkeit in der Klasse liegt. F\u00fcr bestimmte Sch\u00fcler*innen scheint das Waldorfkonzept daf\u00fcr aufzugehen, besonders f\u00fcr diejenigen mit Lernschwierigkeiten wie Lese-Rechtschreibschw\u00e4che. Der Rest w\u00e4re vermutlich an einer regul\u00e4ren Schule besser aufgehoben.<\/p>\n<p>In den vergangenen drei Monaten sind mir das Land, die Sch\u00fcler*innen und das Kollegium echt ans Herz gewachsen und ich blicke gerne auf diese Zeit zur\u00fcck. F\u00fcr mich ist jetzt schon klar, dass ich der Insel irgendwann wieder einen Besuch abstatten werde. Denn in Irland muss nicht immer alles perfekt sein, es reicht manchmal einfach ein \u201eGrand\u201c!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte diesen Blogeintrag nutzen, um \u00fcber meine Praktikumszeit in Irland zu reflektieren. Ja, es regnet tats\u00e4chlich viel in Irland. Und ja, der irische Akzent ist schon besonders. Aber \u00fcber die vergangenen drei Monate habe ich das Land und die Menschen echt zu sch\u00e4tzen gelernt. 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