{"id":16788,"date":"2023-03-20T16:22:54","date_gmt":"2023-03-20T14:22:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=16788"},"modified":"2025-03-17T10:28:18","modified_gmt":"2025-03-17T08:28:18","slug":"coucou-montpellier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/coucou-montpellier\/","title":{"rendered":"Coucou, Montpellier!"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, ich hei\u00dfe Lenja und ein paar von euch haben meinen Namen hier vielleicht schon einmal gesehen. Vor knapp zehn Monaten habe ich meinen Auslandsaufenthalt in Schottland beendet und noch bevor ich zur\u00fcck nach Deutschland gereist bin, habe ich mich f\u00fcr einen neuen Auslandsaufenthalt beworben. Dazu haben mich mehrere Aspekte motiviert. <!--more-->Einerseits hatte ich in Schottland eine unglaubliche Zeit, die mich total gepr\u00e4gt hat. Sowohl das Land und die Leute als auch meine Zeit als Fremdsprachenassistentin an der Schule haben mir extrem gut gefallen. Andererseits studiere ich neben Englisch und Geschichte auch Franz\u00f6sisch und ich hatte schon vor der Zeit in Schottland vor, auch die franz\u00f6sische Kultur und Sprache besser kennenzulernen. Da mir die Arbeit an einer Schule im Ausland so viel Spa\u00df gemacht hat und ich besonders das Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache sehr mochte, fand ich den Gedanken sehr sch\u00f6n, auch in Frankreich an eine Schule zu gehen. Die L\u00f6sung daf\u00fcr, in welcher Form ich das tun k\u00f6nnte, fand ich auf der Seite des Zentrums f\u00fcr Lehrerbildung M\u00fcnster. Schon vor meiner Zeit in Schottland habe ich an einer Informationsveranstaltung teilgenommen und daher wusste ich, dass das ZfL viele Partnerschulen im Ausland hat. Bei meiner Recherche vor einem Jahr stie\u00df ich dann auf die M\u00f6glichkeit, das Praxissemester im Ausland zu machen, und dies schien wie f\u00fcr mich gemacht zu sein. Da ich im Oktober den Master in Englisch und Geschichte anfangen wollte, passte es perfekt und nach einem Beratungsgespr\u00e4ch schickte ich im Mai meine Bewerbung ab. Mein Erstwunsch war dabei das Lyc\u00e9e Georges Cl\u00e9menceau in Montpellier. Ich wusste, dass es mehrere Bewerber gab, aber ich hatte Gl\u00fcck. Die Schule beschloss sogar, zwei Praxissemesterstudierende aufzunehmen und so sind eine weitere Studentin aus M\u00fcnster und ich Ende Februar nach Montpellier gereist.<\/p>\n<p>Um ein Zimmer habe ich mich bereits Ende letzten Jahres gek\u00fcmmert und ich hatte es recht leicht, weil mir meine WG von einer ehemaligen Praxissemesterstudierenden empfohlen wurde. Die Entscheidung, hier einzuziehen, habe ich bisher keine Sekunde bereut. Die WG ist sehr international und dadurch haben wir ein sehr aktives WG-Leben, was mir viel Spa\u00df macht. Eine (internationale) WG hat sich f\u00fcr mich als die beste Wohnsituation f\u00fcr einen Auslandsaufenthalt bew\u00e4hrt, da man immer Leute um sich haben kann, wenn einem danach ist, und man viel zusammen unternehmen kann.<\/p>\n<p>Angereist bin ich mit dem Zug \u00fcber Paris. Dies hat mir tats\u00e4chlich in den Wochen vor der Anreise etwas Sorgen bereitet, da die Bahn in Frankreich zu dieser Zeit jede Woche mindestens einen Tag gestreikt hat, aber wieder hatte ich Gl\u00fcck, denn genau die Woche meiner Anreise war eine Ausnahme, daf\u00fcr wurde es allerdings noch extremer, nachdem ich angekommen bin, aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Ich bin so angereist, dass ich erst einmal 1 \u00bd Wochen Zeit hatte, um mich einzuleben, bevor die Schule anfing. Das war super, denn so konnte ich schon ein wenig die Stadt, die Umgebung und meine Mitbewohner kennenlernen. Wie bereits erw\u00e4hnt, hatte ich mit der WG wirklich Gl\u00fcck, sodass ich mich sehr schnell eingelebt habe. Auch die Stadt finde ich toll. Von der Einwohnerzahl her ist sie \u00e4hnlich gro\u00df wie M\u00fcnster und die Innenstadt ist mindestens genauso sch\u00f6n, ich w\u00fcrde sagen vielleicht sogar noch ein bisschen sch\u00f6ner. Ein weiterer Aspekt, den M\u00fcnster und Montpellier gemeinsam haben, ist, dass es viele junge Menschen gibt. Die gr\u00f6\u00dfte Umstellung, im positiven Sinn, war f\u00fcr mich das Wetter. Man merkt schon sofort, dass das Klima hier anders ist als in Deutschland. Jetzt im M\u00e4rz ist es auch noch nicht hei\u00df, aber wir kratzen regelm\u00e4\u00dfig an der 20 Grad Marke und in der Sonne f\u00fchlt es sich noch viel w\u00e4rmer an! Auch wenn ich eigentlich nichts gegen das Wetter in Deutschland habe (und es auch in Schottland nicht schlimm fand!), muss ich schon sagen, dass es einen ganz sch\u00f6nen Einfluss auf meine Stimmung hat. F\u00fcr mich f\u00fchlt es sich irgendwie an als w\u00e4ren durchgehend Sommerferien und das, obwohl ich in die Schule gehe.<\/p>\n<p>Die Schule selbst gef\u00e4llt mir auch wirklich gut, wir wurden total freundlich empfangen und vor allem die Deutschlehrer sind wahnsinnig offen daf\u00fcr, uns einzubinden und uns auch mal unterrichten zu lassen. Speziell zum Praxissemester, bei dem man ja einige Auflagen erf\u00fcllen muss, kann ich bisher nur sagen, dass einem auf jeden Fall klar sein muss, dass im Ausland keiner darauf eingestellt ist und man daher klar sagen muss, was genau man machen muss. Am besten spricht man direkt offen mit den Lehrern dar\u00fcber, bei denen man unterrichten oder ein Studienprojekt durchf\u00fchren m\u00f6chte. Bisher habe ich damit sehr positive Erfahrungen gemacht. Ich denke, dass es einfach eine unglaublich tolle M\u00f6glichkeit ist, das Praxissemester im Ausland machen zu k\u00f6nnen und so ein anderes Schulsystem und eine neue Perspektive kennenzulernen. Um an der Schule zurechtzukommen, braucht man je nach Fach auch keine sehr guten Franz\u00f6sischkenntnisse, obwohl diese nat\u00fcrlich von Vorteil sind, besonders wenn es um die Kommunikation mit den Sch\u00fclern geht. Schon am zweiten Tag an der Schule durfte ich hier etwas erleben, dass es in Deutschland so niemals geben w\u00fcrde. Es gab einen Generalstreik, an dem sich auch der Gro\u00dfteil der Lehrer beteiligt hat. Da ein Deutschkurs stattfinden sollte, bin ich trotzdem um 10 Uhr zur Schule gegangen und wurde da von etwas \u00fcberrascht, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte. Der Haupteingang war von Sch\u00fclern mit M\u00fclltonnen blockiert worden und eine Traube von Sch\u00fclern stand mit Plakaten daneben. Au\u00dferdem war die gro\u00dfe Eingangst\u00fcr mit Stickern beklebt worden, die sich gegen die Rentenreform richteten. Durch einen Seiteneingang konnten wir trotzdem in die Schule, dort wurde uns dann aber erkl\u00e4rt, dass wegen der Blockade durch die Oberstufensch\u00fcler keine Oberstufensch\u00fcler in die Schule gelassen w\u00fcrden. Dementsprechend war das Lyc\u00e9e fast ganz leer. Die Motivation der Sch\u00fcler kommt wohl nicht nur von der Ablehnung der Rentenreform, sondern vor allem von der Ablehnung der Regierung allgemein. Zu unserer \u00dcberraschung wurde uns au\u00dferdem gesagt, dass die Blockade auch Tage oder Wochen andauern k\u00f6nnte und dies dazu f\u00fchren k\u00f6nnte, dass Pr\u00fcfungen abgesagt werden. Das war f\u00fcr mich unvorstellbar. F\u00fcr den Rest der Woche blockierten die Sch\u00fcler den Eingang nicht, am darauffolgenden Dienstag hingegen aber schon. Ich bin wirklich gespannt, wie es damit weitergeht. Auch die Einstellung der Lehrer zu den Streiks und Blockaden ist sehr unterschiedlich. Einige empfinden es als st\u00f6rend, w\u00e4hrend andere der Ansicht sind, dass es wichtig ist, und es auch gut finden, dass sich die Sch\u00fcler engagieren. Aus deutscher Perspektive war das f\u00fcr mich alles sehr spannend zu beobachten.<\/p>\n<p>An den Wochenenden konnte ich mittlerweile schon einige Ausfl\u00fcge in die umliegenden St\u00e4dte machen. Ich war bereits in S\u00e8te, N\u00eemes, Arles und St. Guilhem le D\u00e9sert, ein mittelalterliches Dorf nicht weit von Montpellier. Es ist toll, so nah am Meer und an den Bergen zu sein, aber auch die kleineren St\u00e4dte haben wirklich viel zu bieten, da viele eine noch sichtbare und teils gut erhaltene r\u00f6mische Vergangenheit haben. Das ist besonders f\u00fcr mich als Geschichtsstudentin super spannend. Es werden sicher noch einige Ausfl\u00fcge folgen!<\/p>\n<p>Die ersten vier Wochen sind jetzt schon fast um und bisher gef\u00e4llt es mir wirklich gut. Ich kann sowohl die Gegend als auch die Schule sehr empfehlen. Ich bin sehr froh, dass ich mein Praxissemester im Ausland absolvieren darf und werde dar\u00fcber in den folgenden Eintr\u00e4gen auf jeden Fall noch mehr berichten. &#x1f60a;<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16792\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto1.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/> <\/a><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16793\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Foto2.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, ich hei\u00dfe Lenja und ein paar von euch haben meinen Namen hier vielleicht schon einmal gesehen. 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