{"id":16251,"date":"2022-11-29T15:17:10","date_gmt":"2022-11-29T13:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=16251"},"modified":"2025-03-24T12:42:17","modified_gmt":"2025-03-24T10:42:17","slug":"tuamgraney-16-wochen-irland-irgendwo-im-nirgendwo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/tuamgraney-16-wochen-irland-irgendwo-im-nirgendwo\/","title":{"rendered":"Tuamgraney &#8211; 16 Wochen Irland irgendwo im nirgendwo"},"content":{"rendered":"<p>Vor bald 13 Wochen ging f\u00fcr mich die gro\u00dfe Reise los, 3 1\/2 Monate in Tuamgraney. Ich habe fr\u00fch aufgeh\u00f6rt zu z\u00e4hlen, wie oft man mich gefragt hat, ob dieser Ort wohl mehr Schafe als Einwohner haben wird. In Tuamgraney liegt meine Praktikumsschule, der Ort meiner Gastfamilie hei\u00dft Ballina und hier hat man zumindest 2 Superm\u00e4rkte und einige Cafes und Bars. Alles also gar nicht sooo klein wie vorher bef\u00fcrchtet.<!--more--><\/p>\n<p>Die Orte liegen n\u00f6rdlich von Limerick, direkt am River Shanon und quasi im zentralsten Irland. Von hier ist gef\u00fchlt alles innerhalb von maximal 2 Stunden erreichbar. Meine Gastfamilie besteht aus einer \u00e4lteren Dame, ihrer Enkelin und einem weiteren Gastsch\u00fcler aus England. Dadurch dass wir die erste Kohorte waren, die \u00fcber die Uni an die Schule gekommen ist, war es nicht einfach eine Familie zu finden und am Ende haben wir wirklich das genommen, was wir finden konnten. Gott sei dank lief das aber alles ganz ordentlich. Ich habe ein sehr entspanntes Verh\u00e4ltnis zu meiner Gastfamilie.<\/p>\n<p>Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir bei der Ankunft den Gastpapa einer anderen Studentin, der geb\u00fcrtig aus Dublin kommt, meinte, dass im County Clare alle die landen, die sonst nirgendwo einen Platz finden. Meine bisherigen Erfahrungen best\u00e4tigen das ziemlich gut und das ist gar nicht negativ gemeint, sondern macht die Region hier eher besonders interessant. Zum einen hat man sehr viele Nationen und Auswanderer unterschiedlicher Generationen, was auch f\u00fcr eine gro\u00dfe Auswahl an englischen Akzenten sorgt. Ich hatte tats\u00e4chlich vor Abflug die Sorge, dass das tiefst-d\u00f6rfliche irisch-englisch schwer zu verstehen sein wird, was sich allerdings gar nicht best\u00e4tigt hat. Gleichzeitig gibt es hier auch viele Menschen mit Weltbildern, die sehr von meinem pers\u00f6nlichen abweichen. Viele der Leute hier treten einem aber auch sehr offen gegen\u00fcber, wodurch es Spa\u00df macht \u00fcber unterschiedliche Dinge zu diskutieren und Meinungen auszutauschen.<\/p>\n<p>Die Infrastruktur hier ist etwas schlechter\/unorganisierter als ich zu Beginn erwartet hatte. Paypal kennen die wenigsten Internetseiten, was Buchungen ohne eigene Kreditkarte nat\u00fcrlich ein wenig erschwert. Es gibt eine Busverbindung nach Limerick, die allerdings nur 4-5 Mal pro Tag f\u00e4hrt und auch nicht wirklich in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden und von den Zugfahrpl\u00e4nen will ich gar nicht erst anfangen&#8230; Was hier allerdings dicke, dicke Pluspunkte sind, sind zum einen die Ticketpreise (8\u20ac bis nach Waterford, 2 1\/2 Stunden Fahrt) und die P\u00fcnktlichkeit, die man von der DB nicht kennt. Wenn man sich also ein wenig dadurchfuchst, kann man hier zu seeehr g\u00fcnstigen Preisen sehr viel vom Land gesehen haben.<\/p>\n<p>Bevor ich hierhergekommen bin, dachte ich, dass die irische Kultur seeeehr viel mehr Parallelen zur britischen Kultur aufweist (weist bitte weder Iren noch Briten darauf hin, dass sich deren irish bzw. english breakfast kaum unterscheidet), was sich auch in gewissen Dingen best\u00e4tigen lies, in vielen aber auch nicht. F\u00fcr Iren spielt beispielsweise ihre Landessprache irish\/gaelic eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle, als mir vorher bewusst war. Beispielsweise ist hier vieles &#8216;good craic&#8217; wobei craic aus dem irischen kommt und so viel wie Spa\u00df bedeutet. Bisher hatte ich auch das Gef\u00fchl, dass Iren eine etwas offenere Lebensweise an den Tag legen. Beispielsweise hat uns in Galway eine Frau dabei helfen wollen, dass Menu eines Restaurants lesen zu k\u00f6nnen, was drau\u00dfen hing und mittlerweile v\u00f6llig verwaschen war. Sie hatte so einen Spa\u00df an der Situation, dass sie irgendwann eine Kellnerin rausholte und um Hilfe bat. Mein Gott konnte diese Frau fluchen, lachen und generell reden \ud83d\ude00 Aber trotzdem wirkte sie irgendwie sympathisch, wenn auch etwas &#8216;dr\u00fcber&#8217;.<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen muss ich sagen, dass ich wenig Vorurteile vor Abflug hatte, wodurch sich auch wenig wiederlegen oder best\u00e4tigen konnte. Ich erlebe aber sehr viel, wodurch ich viel \u00fcber Land, Leute und aber auch mich selber lernen darf. Es war zwar nicht immer einfach, aber ich freue mich sehr doll auf die letzten 3 1\/2 Wochen und alles was dann noch kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor bald 13 Wochen ging f\u00fcr mich die gro\u00dfe Reise los, 3 1\/2 Monate in Tuamgraney. Ich habe fr\u00fch aufgeh\u00f6rt zu z\u00e4hlen, wie oft man mich gefragt hat, ob dieser Ort wohl mehr Schafe als Einwohner haben wird. 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