{"id":14812,"date":"2020-03-17T11:55:26","date_gmt":"2020-03-17T09:55:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=14812"},"modified":"2025-11-12T13:20:23","modified_gmt":"2025-11-12T11:20:23","slug":"arbeitsalltag-in-taschkent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/arbeitsalltag-in-taschkent\/","title":{"rendered":"Arbeitsalltag in Taschkent!"},"content":{"rendered":"<p>Um euch meine Arbeit hier an der Wirtschaftsuniversit\u00e4t n\u00e4her zu bringen, schildere ich euch gerne einmal meinen Alltag. Ich wohne in dem Studentenwohnheim direkt auf dem Campus der Universit\u00e4t, was nat\u00fcrlich einen immensen Vorteil hat, was meinen Arbeitsweg angeht. Innerhalb von 5 Minuten Gehweg kann ich jedes Geb\u00e4ude, von Mensa bis Lehrstuhl, erreichen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Wohnheim selbst ist bestens ausgestattet: Ich habe rund 17 qm f\u00fcr mich allein, mit eigenem K\u00fchlschrank, Schreibtisch, zwei Schr\u00e4nken und einem kleinen Badezimmer mit Toilette und Dusche. Es gibt flie\u00dfend Warmwasser, ich habe dauerhaft WLAN und die Putzfrauen sind sehr ordentlich und putzen jeden zweiten Tag! Auch meine W\u00e4sche darf ich bei ihnen abgeben und bekomme die Hemden sogar geb\u00fcgelt zur\u00fcck. Diesen Service werde ich definitiv sehr vermissen! \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Fast jeden Morgen gucke ich einmal in der wohnheimsinternen Cafeteria vorbei, in der es Kaffee, Tee und v. a. leckeres Geb\u00e4ck gibt. Von einer Art \u201eSchweizer Wecken\u201c \u00fcber Milchbr\u00f6tchen gef\u00fcllt mit Marmelade bis hin zu W\u00fcrstchen im Teigmantel ist morgens schon eine kalorienhaltige Mahlzeit m\u00f6glich\u2026 Anschlie\u00dfend begebe ich mich zum Lehrstuhl, in dem ich meine Materialien parken kann, Unterricht vorbereite und mich mit den anderen Dozierenden und Praktikanten absprechen kann.<\/p>\n<p>Universit\u00e4t wird hier jedoch anders verstanden als in Deutschland, da die Studierenden weiterhin in Klassenverb\u00e4nden mit festem Stundenplan organisiert sind und die Anwesenheit \u00fcberpr\u00fcft wird. Jeden Tag guckt ein Mitarbeiter des Dekanats kurz in den Raum, vergleicht die Kursliste und notiert alles sorgf\u00e4ltig. Der Unterricht ist dabei vielf\u00e4ltig, da ich verschiedene Studienjahre unterrichte und somit von A1- bis B1-Niveau alles mit dabei ist. Die Studierenden sind dabei, auch \u00e4hnlich wie in Deutschland, unterschiedlich motiviert. Teilweise sagen viele leider gar nichts, versuchen aber aufmerksam mitzuarbeiten, w\u00e4hrend andere motiviert sind und teilweise in die Klasse rufen. Es ist ein interessanter Mix, zum einen Studierende zu ermutigen sich auch zu beteiligen, w\u00e4hrend die anderen dazu aufgefordert werden m\u00fcssen, nicht st\u00e4ndig das eigene Wissen kundzutun.<\/p>\n<p>Auch unter den Dozierenden herrscht dabei ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis, was sich z. B. dadurch \u00e4u\u00dfert, dass wir jeden Mittag gemeinsam in die Mensa essen gehen und sich gegenseitig eingeladen wird. Dabei wird sich oft \u00fcber Materialien ausgetauscht, aber nat\u00fcrlich auch mal \u00fcber private Dinge, hier jedoch in beschr\u00e4nktem und oberfl\u00e4chlichem Umfang, v. a. wenn M\u00e4nner und Frauen gemeinsam am Tisch sitzen.<\/p>\n<p>Wann mein Unterricht endet, ist jeden Tag unterschiedlich. Meist gehe ich danach zur\u00fcck zum Lehrstuhl und bereite dort den Unterricht so gut es geht f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage vor, bevor ich den Weg zur\u00fcck in mein Zimmer antrete. Ich habe einen gesunden Mix aus Arbeit und Freizeit, was zul\u00e4sst, dass ich fast jeden Abend zur freien Verf\u00fcgung habe. Mit den anderen Praktikanten innerhalb der Uni sowie Praktikanten und Freiwilligen des Goethe-Instituts hat sich eine sch\u00f6ne freundschaftliche Gruppe um mich herum aufgebaut, innerhalb derer wir \u00f6fter abends noch etwas unternehmen. Das ist hier in Taschkent sehr gut m\u00f6glich, da hier von Bowling \u00fcber Essen gehen bis hin zu gem\u00fctlichen Getr\u00e4nken in einer Bar alles dabei ist. Und selbst wenn ein Tag mal anstrengend war, hat nat\u00fcrlich jeder Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wenn man abends mal Zeit f\u00fcr sich braucht. Alles in allem vergehen die Tage wie im Flug und es ist super sch\u00f6n den Fortschritt bei vielen Studierenden zu beobachten und die Dankbarkeit, die einem dabei entgegengebracht wird. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass mir das ein wenig in deutschen Unis fehlt, einfach, dass Seminare und Lehre nicht selbstverst\u00e4ndlich sind und Dozierenden evtl. nicht immer die Aufmerksamkeit und Dankbarkeit f\u00fcr ihre Arbeit erhalten. Ich hoffe, ich konnte euch meinen Arbeitsalltag halbwegs gut schildern und konnte euer Interesse wecken! Nat\u00fcrlich ist jeder Tag hierbei anders und vielf\u00e4ltig und kann nicht so pauschal erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Falls ihr also mal Interesse an einem DaF-Praktikum entwickelt habt, kann ich euch nur ermutigen es zu tun! Ich finde es klasse!<\/p>\n<p>Beste Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Ruben<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um euch meine Arbeit hier an der Wirtschaftsuniversit\u00e4t n\u00e4her zu bringen, schildere ich euch gerne einmal meinen Alltag. Ich wohne in dem Studentenwohnheim direkt auf dem Campus der Universit\u00e4t, was nat\u00fcrlich einen immensen Vorteil hat, was meinen Arbeitsweg angeht. Innerhalb von 5 Minuten Gehweg kann ich jedes Geb\u00e4ude, von Mensa bis Lehrstuhl, erreichen.<\/p>\n","protected":false},"author":767,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1259,2038,2071,2042,1284,2050],"tags":[9,586,1371,1186,492],"class_list":["post-14812","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-asien","category-forschung-und-wissenschaft","category-lehramt","category-soziales-und-paedagogik","category-usbekistan","category-wirtschaftswissenschaften","tag-auslandspraktikum","tag-daf","tag-interkulturelles","tag-praktikumsalltag","tag-promos"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14812"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/767"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14812"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14812\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14860,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14812\/revisions\/14860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}