{"id":1443,"date":"2014-07-23T10:08:48","date_gmt":"2014-07-23T08:08:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=1443"},"modified":"2019-07-16T10:31:54","modified_gmt":"2019-07-16T08:31:54","slug":"berlin-die-coolste-stadt-europas-praktikum-im-duitsland-instituut-amsterdam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/berlin-die-coolste-stadt-europas-praktikum-im-duitsland-instituut-amsterdam\/","title":{"rendered":"&#8220;Berlin? Die coolste Stadt Europas!&#8221; Praktikum im Duitsland Instituut Amsterdam"},"content":{"rendered":"<p>Hashtag \u2013 Weidmann, Hashtag \u2013 Dag van de Duitse taal, Hashtag \u2013 Deutsches Kino\u2026 was sich f\u00fcr den Laien eher wie ein \u201eHatschi\u201c anh\u00f6rt, kennen Social-Media-Experten l\u00e4ngst als\u00a0 Erkennungszeichen f\u00fcr Themen bei Twitter.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Twittern, das ist die gro\u00dfe Leidenschaft der Niederl\u00e4nder, und eben auch des Duitsland Instituuts. Dabei entsteht oft eine lebendige Diskussion, in die sich jeder einbringen kann \u2013 vom Privatmensch bis zum Politiker und Journalisten. Was f\u00fcr mich als Social Media-Skeptiker zun\u00e4chst wie ein un\u00fcbersichtlicher Buchstaben- und Zeichensalat aussah, lernte ich mit der Zeit irgendwie sch\u00e4tzen. Es ist sch\u00f6n zu sehen, wie verschiedenste Akteure am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen. Ja, man kann tats\u00e4chlich sagen, dass ich meine Meinung \u00fcber soziale Medien w\u00e4hrend meines Praktikums \u00fcberdacht habe\u2026<\/p>\n<p>Seit vier Monaten bin ich nun in der Presseabteilung des Duitsland Instituuts Amsterdam besch\u00e4ftigt. Das Institut hat sich als wissenschaftliche Einrichtung der Erforschung Deutschlands und der Stimulation der deutsch-niederl\u00e4ndischen Beziehungen verschrieben. Anhand von vielf\u00e4ltigen Publikumsaktivit\u00e4ten und Bildungsprogrammen richtet es sich au\u00dferdem an die breite \u00d6ffentlichkeit und m\u00f6chte das Wissen und Interesse bez\u00fcglich des \u00f6stlichen Nachbarlandes f\u00f6rdern. Genau an dieser Stelle kn\u00fcpft die Abteilung Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit an. Sie ist Ansprechpartner f\u00fcr die Presse, organisiert Lesungen, Konferenzen, kulturelle Veranstaltungen und unterst\u00fctzt die Forschungsabteilung bei ihren Expertentagungen. Das alles darf ich hautnah miterleben. Meist beginnt mein Tag mit der Pressebeobachtung: in welchen Medien wurde das Duitsland Instituut erw\u00e4hnt, und zu welchem Thema? Wann und wo war der Direktor im Radio, und f\u00fcr welche Zeitung schrieb einer der wissenschaftlichen Mitarbeiter einen Hintergrundartikel? Die via Web und Pressedatenbank gefundenen Beitr\u00e4ge archiviere ich, und lerne dabei jede Menge \u00fcber das derzeitige Deutschlandbild der Niederlande. Zumindest was das \u00f6ffentliche Meinungsbild betrifft. Und das scheint sich in den letzten Jahren tats\u00e4chlich ver\u00e4ndert zu haben: die deutsche Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft sei vorbildhaft, so hei\u00dft es, und Berlin die coolste Hauptstadt Europas (dabei dachte ich, das sei Amsterdam?!)&#8230;<\/p>\n<p>Was Social Media betrifft, habe ich mittlerweile detektivische F\u00e4higkeiten entwickelt: regelm\u00e4\u00dfig mache ich mich auf die Suche nach Neuigkeiten, Veranstaltungen und Kuriosit\u00e4ten zum Thema Deutschland und den niederl\u00e4ndisch-deutschen Beziehungen. Je origineller und relevanter dabei die Meldung, desto besser. Schlie\u00dflich soll sie einen Mehrwert f\u00fcr die Community bieten. Das kann zum Beispiel ein Konzert von Nina Hagen in den Niederlanden sein oder ein interessantes Statement von Maxima zum Thema Deutsch lernen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfig stattfindende Filmreihe \u201eDeutsches Kino\u201c telefoniere ich dann sp\u00e4ter mit Filmproduzenten und Distributionsfirmen, um die Sache mit den Vorf\u00fchrrechten zu kl\u00e4ren und Angebote einzuholen. Dann noch Bildmaterial anfordern, Texte f\u00fcr den Flyer schreiben und ein bisschen layouten mit Publisher \u2013 fertig ist die Filmreihe f\u00fcr den Herbst. Naja, fast zumindest\u2026<\/p>\n<p>Eine fr\u00f6hlich-angespannte Stimmung herrscht bei den Institutsmitarbeitern, wenn eine wichtige Veranstaltung auf der Agenda steht. Zum Beispiel ein Besuch des Bundesbank-Chefs Jens Weidmann und seines niederl\u00e4ndischen Kollegen Klaas Knot. Auch ich darf bei diesem Event dabei sein, den G\u00e4sten am Empfang Fragen beantworten und sie zu ihren Pl\u00e4tzen verweisen. Bei der anschlie\u00dfenden Fragenrunde laufe ich mit dem Mikro im Saal herum. Ein \u00e4lterer Professor schaut mich flehend an, eine Frage m\u00f6chte er noch stellen. Um mich herum Reporter, Politiker, Bankenmanager, Blitzlichtgewitter. Der Anchorman der Hauptnachrichtensendung <i>Nieuwsuur<\/i>, Twan Huys . Alle h\u00f6ren sie gebannt zu. Und wirken trotz des hohen Besuchs entspannt und unaufgeregt, auch beim Plausch nach der Veranstaltung. Alles geht ein bisschen lockerer, informeller zu als in Deutschland. Das mag ich.<\/p>\n<p>Bei der anschlie\u00dfenden Mittagspause f\u00e4llt alle Anspannung ab. Mit meiner Kollegin setze ich mich an die Gracht gleich hinterm Institut \u2013 unser Stammplatz. Zufrieden schaue ich aufs Wasser, bei\u00dfe in mein <i>broodje<\/i> \u00a0&#8211; und denke wie so oft: \u201eWat een leuke dag!\u201c Was f\u00fcr ein toller Tag!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hashtag \u2013 Weidmann, Hashtag \u2013 Dag van de Duitse taal, Hashtag \u2013 Deutsches Kino\u2026 was sich f\u00fcr den Laien eher wie ein \u201eHatschi\u201c anh\u00f6rt, kennen Social-Media-Experten l\u00e4ngst als\u00a0 Erkennungszeichen f\u00fcr Themen bei Twitter.<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,1248,1254],"tags":[119,9,1384,39,64,57,1186],"class_list":["post-1443","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogbeitraege","category-europa","category-niederlande","tag-amsterdam","tag-auslandspraktikum","tag-duitsland-instituut","tag-erasmus","tag-kulturbereich","tag-niederlande","tag-praktikumsalltag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1443"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1443"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1443\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1452,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1443\/revisions\/1452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}