{"id":14150,"date":"2019-12-11T17:30:13","date_gmt":"2019-12-11T15:30:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=14150"},"modified":"2026-02-20T10:09:12","modified_gmt":"2026-02-20T08:09:12","slug":"ankunft-in-usbekistan-land-und-leute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/ankunft-in-usbekistan-land-und-leute\/","title":{"rendered":"Ankunft in Usbekistan &#8211; Land und Leute"},"content":{"rendered":"<p>Vor meinem Praktikum war die Aufregung und Vorfreude gro\u03b2, denn ich hatte mich schon seit langer Zeit in einem Seminar und nat\u00fcrlich auch Zuhause darauf vorbereitet. Zun\u00e4chst ging es f\u00fcr mich nicht sofort ins Praktikum, sondern auf eine ziemlich lange Reise. Sechs Wochen vor Praktikumsbeginn haben mein Freund und ich unsere Rucks\u00e4cke aufgesetzt und ab ging es mit dem Flugzeug nach Georgien.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In diesem wundersch\u00f6nen Land sind wir gute zwei Wochen geblieben und haben uns mehr als wohl gef\u00fchlt. Als sich diese Zeit leider dem Ende zuneigte, haben wir uns auf den Weg nach Baku gemacht, denn von dort haben wir das kaspische Meer auf der LKW-F\u00e4hre \u201cProfessor G\u00fcl\u201d, trotz st\u00fcrmischer See und einer Reise von vier anstatt wie geplant einem Tag, sicher \u00fcberquert. Da wir mit einigen LKW-Fahrern auf dem Boot (gen\u00fcgend Zeit hatten wir ja nun wirklich) Freundschaft geschlossen hatten, wurden wir nach einer stundenlangen Zollkontrolle in Kasachstan in einen riesigen LKW verladen und schon ging es Richtung Usbekistan. Viel zu sehen gab es auf der Fahrt nicht, aber einen unglaublichen Sternenhimmel und einen traumhaften Sonnenaufgang mit einer riesigen Kamelherde davor waren echte Highlights.<\/p>\n<p>Nachdem wir an der usbekischen Grenze \u00e4u\u03b2erst freundlich empfangen wurden, ging es mit einer anderen Truppe usbekischer LKW-Fahrer weiter bis wir endlich, m\u00fcde und ersch\u00f6pft, die Oasenstadt Chiva erreichten. Als wir dort gegen Abend unseren ersten Streifzug unternahmen, fehlten uns die Worte. Als wir durch die leeren Stra\u03b2en liefen und an den wundersch\u00f6nen blauen Kacheln der Moscheen und Medressen vorbeispazierten, kamen wir uns vor, als w\u00e4ren wir zu sp\u00e4t zu einem Filmdreh eines \u201c1000 und eine Nacht M\u00e4rchens\u201d gekommen und h\u00e4tten das ganze Filmset nun f\u00fcr uns.<\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DSC_0330.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14151 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DSC_0330.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"500\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die sandfarbene Stadtmauer und die alten Geb\u00e4ude gaben uns das Gef\u00fchl, in eine vergangene Zeit einzutauchen. In den Stra\u03b2en kann man den Menschen bei ihren Handwerken, wie dem Schnitzen von Holz oder dem Besticken von Stoffen, zusehen und das k\u00f6stliche usbekische Essen kann man in gem\u00fctlichen Restaurants genie\u03b2en. Unsere Reise f\u00fchrte uns noch durch viele andere usbekische St\u00e4dte wie Samarkand, Taschkent, Kokand und Margilan. Wir erlebten Usbekistan als interessantes Reiseland mit unz\u00e4hligen wundersch\u00f6nen,\u00a0 historischen Geb\u00e4uden, herzlichen Menschen, lauter Musik und leckerem Essen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner ersten Wochen im Praktikum, an der Universit\u00e4t in Buchara, wurde mir dann jedoch bewusst, dass ich nur einen Bruchteil der Kultur und des Landes kennengelernt hatte und mich immer noch viel Neues erwartete. So wurde ich an meinem ersten Praktikumstag auf eine usbekische Hochzeit eingeladen, die unz\u00e4hlige G\u00e4ste, leckeres Essen und ohrenbet\u00e4ubend laute Musik zu bieten hatte. Ob ich wollte oder nicht: ich habe getanzt und auf der Hochzeit in der n\u00e4chsten Woche auch eine Rede gehalten, was nat\u00fcrlich alles von dem professionellen Kamerateam, das vor Ort war, festgehalten wurde. Da meine Rede von der einzigen anwesenden Person, die auch Deutsch sprechen konnte, \u00fcbersetzt wurde, hoffe ich einfach, dass sie die <em>richtigen<\/em> Dinge gesagt hat. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Von der unendlichen Gastfreundschaft der Usbeken durfte ich noch mehr sp\u00fcren, denn ich wurde unentwegt eingeladen und wunderbar von den Studierenden hier an der Universit\u00e4t in Freizeitaktivit\u00e4ten eingebunden.<\/p>\n<p>In meiner ersten Woche erwartete mich dann auch noch eine kleine \u00dcberraschung; beim Mittagessen hie\u03b2 es pl\u00f6tzlich: \u201cUm 5 musst du zur Polizei\u201d. Davon etwas schockiert wartete ich nun also bis es endlich 5 Uhr war und zerbrach mir den Kopf, was ich wohl verbrochen haben k\u00f6nnte&#8230; Mit meinem Begleiter, einem Dozenten der Universit\u00e4t, bei der Polizei angekommen, stellte sich nun heraus, dass ich w\u00e4hrend meiner Reise nicht vorschriftsm\u00e4\u03b2ig registriert worden war, da mir die Hotels zwar ein Papier ausgestellt hatten, mich aber nicht\u00a0 beim Staat gemeldet hatten, um Geld zu sparen. Die Registrierung ist eines der vielen \u00dcberreste der einstigen Sowjetunion. Um diese Hotels nun zu belangen, sollte ich also eine schriftliche Aussage abgeben, die mein Begleiter dann \u00fcbersetzte. Meine Anspannung auf der Polizeistation legte sich schnell, als ich bemerkte, dass sich alle Anwesenden mehr f\u00fcr das Nationalspiel der usbekischen Fu\u03b2ballmannschaft interessierten, als f\u00fcr mich. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor meinem Praktikum war die Aufregung und Vorfreude gro\u03b2, denn ich hatte mich schon seit langer Zeit in einem Seminar und nat\u00fcrlich auch Zuhause darauf vorbereitet. Zun\u00e4chst ging es f\u00fcr mich nicht sofort ins Praktikum, sondern auf eine ziemlich lange Reise. 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