{"id":13870,"date":"2019-11-13T16:32:51","date_gmt":"2019-11-13T14:32:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=13870"},"modified":"2026-02-20T10:55:14","modified_gmt":"2026-02-20T08:55:14","slug":"ein-ehrliches-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/ein-ehrliches-fazit\/","title":{"rendered":"Ein ehrliches Fazit"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich drei Monate voller H\u00f6hen und Tiefen in Ungarn verbracht habe, bin ich nun seit etwas mehr als einer Woche zur\u00fcck auf deutschem Boden. Wie ich mich f\u00fchle? Innerlich schon ein bisschen zerrissen.<\/p>\n<p><!--more-->Einerseits bin ich unendlich gl\u00fccklich, endlich wieder meine Freunde und Familie um mich zu haben (und ja, der Hundeentzug war mit am schlimmsten), andererseits w\u00fcrde ich am allerliebsten sofort ein Flugticket zur\u00fcck nach Budapest buchen. Und das, obwohl meine Anfangszeit alles andere als einfach war.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13875\" aria-describedby=\"caption-attachment-13875\" style=\"width: 1280px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13875\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104.jpg 1280w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190902_173104-800x600.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13875\" class=\"wp-caption-text\">Die Kettenbr\u00fccke<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich will ehrlich sein. Der Anfang war furchtbar. Am ersten Tag ging alles schief, was irgendwie h\u00e4tte schief gehen k\u00f6nnen. Mein Vermieter, der mich eigentlich vom Busbahnhof abholen wollte, hat mich sitzen lassen. Mein Internet wollte nicht funktionieren \u2013 ja ich wei\u00df, das ist ein Luxusproblem, aber wenn man nach 19 Stunden Dosenheringsdasein in einem Bus ohne funktionierende Toilette \u00fcberm\u00fcdet und mit R\u00fcckenschmerzen in einem fremden Land ankommt und sich dank Internetmangel \u00fcberhaupt nicht zurechtfindet, dreht man schonmal durch. Gl\u00fccklicherweise habe ich relativ schnell einen freundlichen Taxifahrer gefunden, der mich aus N\u00e4chstenliebe zu meiner Wohnung gefahren und finanziell massiv \u00fcber den Tisch gezogen hat.<\/p>\n<p>Dort angekommen, musste ich feststellen, dass mein Vermieter \u00fcberhaupt nicht da war. Der Code f\u00fcr die elektronische Sicherung an dem Eingangsportal funktionierte erst beim vierten Anlauf, da dieses Ger\u00e4t schon bessere Zeiten gesehen hatte und die Kontakte ganz nach ihrem Gusto reagierten. Die Haust\u00fcr selbst konnte ich nur mit einer merkw\u00fcrdigen Ziehschiebdr\u00fcck-Technik \u00f6ffnen, die ich im Laufe der Monate perfektionierte. Einmal in der Wohnung, schlug mir direkt ein extremer Gasgeruch entgegen. Gut, dass niemand heimlich versucht hat, in der K\u00fcche zu rauchen, sonst h\u00e4tte ich diese Zeilen niemals schreiben k\u00f6nnen. Mein Zimmer selbst war ein kleiner, dunkler Raum mit riesigem Bett und einem winzigen, \u00fcber eine Leiter zu erreichendem Badezimmer. Das hatte an sich viel Potential, es w\u00e4re allerdings sch\u00f6n gewesen, wenn die Sp\u00fclung der Toilette vern\u00fcnftig funktioniert h\u00e4tte. Kaum f\u00fcnf Minuten \u201ezuhause\u201c, versuchte ich verzweifelt eine Verstopfung zu beseitigen, voller Angst mein Zimmer zu fluten. Das war der Punkt, an dem ich am liebsten sofort zur\u00fcck nach Deutschland gekommen w\u00e4re. Aber n\u00f6.<\/p>\n<p>Ich hatte mir das so ausgesucht und zurechtgespart, jetzt wollte ich es auch durchziehen. Dummerweise hatte ich den Mietvertrag so abgeschlossen, dass ich vorab bereits f\u00fcr alle drei Monate bezahlt hatte, damit ich mich mit diesen Zahlungen nicht weiter stressen musste. Falscher h\u00e4tte eine Entscheidung nie sein k\u00f6nnen. Aber damals wusste ich auch nicht, dass mir Chemiekrieg mit Silberfischchen, Fliegenschw\u00e4rmen und das Sp\u00fclbecken kolonialisierenden Ameisen bevorstehen w\u00fcrde. Sch\u00f6ner war nur der Kampf mit unserem Heizsystem, das teilweise bis zu dreimal t\u00e4glich von mir und meinen Mitbewohnern notd\u00fcrftig repariert werden musste, da wir andernfalls kein hei\u00dfes Wasser gehabt h\u00e4tten. Trotz hochtrabender Reden und Versprechungen meines Vermieters im August, den Boiler sowie meine Toilette zu reparieren, waren diese Einrichtungen bei meinem Auszug genauso defekt wie am Anfang. Danke daf\u00fcr. Nichtsdestotrotz versuchte ich mich irgendwie mit den herrschenden Verh\u00e4ltnissen zu arrangieren, ein Ende war ja absehbar.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13876\" aria-describedby=\"caption-attachment-13876\" style=\"width: 1280px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13876\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611.jpg 1280w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-600x338.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-1200x675.jpg 1200w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-585x330.jpg 585w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20190914_162611-385x217.jpg 385w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13876\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf Budapest vom Elisabeth-Aussichtsturm<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was mich h\u00e4rter getroffen hat als ich jemals erwartet h\u00e4tte, war die Einsamkeit. Budapest mag zwar eine riesige Metropole voller Menschen sein, jedoch waren die Rahmenumst\u00e4nde am Anfang alles andere als ideal. Die \u00fcbrigen drei Zimmer in meiner zentral gelegenen Bruchbude wurden bis Mitte September an st\u00e4ndig wechselnde Touristen vermietet. Manchmal hatte ich Gl\u00fcck und f\u00fcr zwei, drei Tage einen Mitbewohner, mit dem ich auf einer Wellenl\u00e4nge lag und Unternehmungen starten konnte, teilweise wusste ich aber auch \u00fcberhaupt nicht, wer eigentlich grade im Nebenraum vor sich hin existierte.<\/p>\n<p>Sauberkeitstechnisch war es die reinste Katastrophe, da die meisten G\u00e4ste nach dem Leitsatz \u201enach mir die Sintflut\u201c hausten und mit ihrem Auszug ein Chaos hinterlie\u00dfen, das ich gezwungenerma\u00dfen beseitigen musste, wenn ich mich weiterhin halbwegs in der Wohnung wohlf\u00fchlen wollte. Folglich waren die intensiven sozialen Kontakte an dieser Front schwer begrenzt. Da ich all meine Arbeitsaufgaben via Home Office erledigte, sah ich auch meine kurzzeitig vorhandene Mitpraktikantin und Chefs nur einmal die Woche, und meistens auch nur meinen direkten Mentor Dom. Dementsprechend bin ich in meinen ersten anderthalb Monaten fast ausschlie\u00dflich auf eigene Faust losgezogen, was insofern ganz praktisch war, als dass ich meine Pl\u00e4ne komplett auf mich ma\u00dfschneidern konnte und somit extrem flexibel war.<\/p>\n<p>So fing ich doch an, das Alleinsein ein St\u00fcck weit zu genie\u00dfen und die Freiheit, die es mir brachte, wertzusch\u00e4tzen. Sich den Widrigkeiten des Lebens komplett allein zu stellen ist nervenaufreibend, vor allem f\u00fcr einen hypersozialen Menschen wie mich, die sich am wohlsten im Kreise ihrer Liebsten f\u00fchlt und keine drei Tage alleine in ihrem Zimmer hocken kann, ohne einen Lagerkoller zu bekommen. Dennoch w\u00e4chst man immens an dieser Herausforderung, man wird st\u00e4rker und bel\u00e4chelt irgendwann die anf\u00e4nglichen Probleme.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13872\" aria-describedby=\"caption-attachment-13872\" style=\"width: 1047px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13872\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n.jpg\" alt=\"\" width=\"1047\" height=\"1061\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n.jpg 1047w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n-296x300.jpg 296w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n-1010x1024.jpg 1010w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n-768x778.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n-60x60.jpg 60w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n-600x608.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/73082547_500168680585190_8259985931486887936_n-800x811.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1047px) 100vw, 1047px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13872\" class=\"wp-caption-text\">Sightseeing mit meinem liebsten Mitbewohner<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mitte September hat sich das Blatt dann endlich gewendet \u2013 ich bekam meinen ersten dauerhaften Mitbewohner, Diego aus Venezuela. Die Chemie stimmte zu 100 Prozent, wir wurden unzertrennlich. Schnell wurde ich in seinen Freundeskreis integriert und die Anzahl meiner sozialen Kontakte schoss in die H\u00f6he. Dar\u00fcber hinaus wurden auch die letzten beiden Zimmer in der Casa Chaos mit Langzeitbewohnern belegt, Hanna aus Polen und David aus \u00d6sterreich, der sich Diego und mir h\u00e4ufig anschloss, sei es bei einem Ausflug nach Gy\u0151r oder einem unserer allw\u00f6chentlichen Besuche in unserem liebsten Caf\u00e9.<\/p>\n<p>Dort kommt man in den Genuss der besten hei\u00dfen Schokolade der Welt, w\u00e4hrend einen die kalten, toten Augen hunderter Teddyb\u00e4ren beobachten. Mir gefiel dieser spezielle Charme, andere waren dezent verst\u00f6rt. \u00dcber Diego lernte ich auch Ariane kennen, eine taffe Frankokanadierin, die mich des \u00d6fteren unbewusst aus meiner Komfortzone gerissen und zu Leistungen angespornt hat, die ich mir niemals zugetraut h\u00e4tte. Dank dieser Frau bin ich, einer der gr\u00f6\u00dften Sportmuffel auf diesem Planeten, tats\u00e4chlich offtrack \u00fcber diverse verschlungene und steile Pfade, auf denen ich mich mehr als einmal beinahe unfreiwillig hingesetzt und das Stei\u00dfbein geprellt h\u00e4tte, bis zum Elisabeth-Aussichtsturm gekraxelt. Die Aussicht war definitiv eine angemessene Entsch\u00e4digung, die Lasagne danach sogar noch angemessener.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13871\" aria-describedby=\"caption-attachment-13871\" style=\"width: 638px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-13871\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161.jpg 1280w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-600x338.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-1200x675.jpg 1200w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-585x330.jpg 585w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-09-14-16-58-12-161-385x217.jpg 385w\" sizes=\"(max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13871\" class=\"wp-caption-text\">Ariane und ich auf dem Elisabeth-Aussichtsturm<\/figcaption><\/figure>\n<p>Denke ich jetzt an meine Zeit in Ungarn zur\u00fcck, ist das Chaos am Anfang ein grandioser Aufh\u00e4nger f\u00fcr unterhaltsame Geschichten, doch kein Grund, meinen Auslandsaufenthalt zu bereuen. Ich habe so viel gelernt, so viel gesehen, so viel mitgenommen. Ich f\u00fchle mich gefestigter in der Planung meiner Zukunft, wei\u00df, dass der Reisejournalismus mein Steckenpferd ist und werde auf eine passende Karriere hinarbeiten. Ich wei\u00df, dass ich irgendwann noch einmal f\u00fcr eine gewisse Zeit aus Deutschland raus will, um ein weiteres Land aus der Perspektive der Ortsans\u00e4ssigen zu erleben. Ich wei\u00df, dass ich st\u00e4rker geworden bin und mich gewisse Dinge nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen werden. Und ich wei\u00df, dass ich gro\u00dfartige Menschen kennengelernt habe, die ich nicht mehr in meinem Leben missen m\u00f6chte, auch wenn sie noch so weit weg sind.<\/p>\n<p>Annie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich drei Monate voller H\u00f6hen und Tiefen in Ungarn verbracht habe, bin ich nun seit etwas mehr als einer Woche zur\u00fcck auf deutschem Boden. Wie ich mich f\u00fchle? 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