{"id":1350,"date":"2014-06-24T10:16:35","date_gmt":"2014-06-24T08:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=1350"},"modified":"2019-07-16T09:56:27","modified_gmt":"2019-07-16T07:56:27","slug":"heworth-primary-school-a-place-full-of-life","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/heworth-primary-school-a-place-full-of-life\/","title":{"rendered":"Heworth Primary School &#8211; A Place Full of Life"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als die H\u00e4lfte meiner Zeit in York ist leider schon rum. Dementsprechend versuche ich die letzten Wochen umso mehr zu genie\u00dfen, bevor es wieder Richtung Heimat geht. So langsam ist auch der Sommer in York angekommen (Ja, auch in England gibt es warme Sonntage \ud83d\ude42 ) und die Stadt ist voller Leben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mittlerweile habe ich mich gut in meine Aufgaben an der Heworth Primary School eingearbeitet. Heworth ist eine sehr kleine Grundschule, die mich herzlich willkommen hat. Das Kollegium ist sehr nett und vor allem dankbar, dass ich freiwillig den Unterricht unterst\u00fctze. Das Schulleben in Heworth ist \u00e4u\u00dferst lebendig\u2026 immer wieder finden Events wie &#8220;Bake Sale&#8221;, Fotowettbewerbe oder andere kreative, spielerische Veranstaltungen statt.<\/p>\n<p>Ich helfe im Unterricht der 3. Klasse, der morgens um 8.45 Uhr beginnt. Vormittags ist neben der Klassenlehrerin zus\u00e4tzlich eine Teaching Assistant anwesend. Die ersten 15 Minuten arbeiten die Kinder selbst\u00e4ndig an Aufgaben oder lesen. An drei Tagen der Woche leite ich in dieser Zeit eine kleine Gruppe, die sich mit dem Schreiben komplexer S\u00e4tze besch\u00e4ftigt. Vormittags wird in der Regel zuerst Englisch (Literacy) unterrichtet, wobei der Fokus auf dem Verfassen von Texten liegt. Das Thema der ersten Wochen war angelehnt an die WM, sodass die Sch\u00fcler sich auf eine imagin\u00e4re Reise nach Brasilien begeben haben. Es wurden zum Beispiel Postkarten, Reisetageb\u00fccher, Informationsbrosch\u00fcren geschrieben und Brasilianische M\u00e4rchen gelesen. Meine Aufgabe ist dabei den Sch\u00fclern zu helfen, wenn sie Fragen haben und sicher zustellen, dass sie ihre \u201eTargets\u201c mit in den Text einbringen. Jeder Sch\u00fcler hat individuelle \u201eTargets\u201c, die in der Regel daraus bestehen bestimmte W\u00f6rter (z.B. while, if, because, but) auf jeden Fall mit in den Text einzubauen um S\u00e4tze etwas komplexer zu gestalten. Um 11 Uhr haben die Kinder 15 Minuten Pause, die sie auf dem Schulhof mit den anderen Klassen verbringen. Da die Schule sehr klein ist, kennen sich die Sch\u00fcler fast alle untereinander, was ich sehr erstaunlich finde. Die Sch\u00fcler spielen auch nicht nur mit Sch\u00fclern aus ihrem Jahrgang, sondern auch mit \u00e4lteren und j\u00fcngeren. Von 11.15 bis 12.15 Uhr wird Mathe unterrichtet. Dabei helfe ich dem leistungsschwachen Gruppentisch beim Bearbeiten der Aufgabe&#8230; dies ist manchmal gar nicht so einfach, da im Rechnen die leistungsschwachen Sch\u00fcler zum Teil starke Probleme haben sich gewisse Methoden zu merken und auch oft keine Vorstellung von Zahlenmengen haben. Da die Klasse Kinder im Alter von 7-9 Jahren umfasst, ist dementsprechend das Leistungsniveau sehr heterogen. Daher sind die Sch\u00fcler entsprechend ihrem Leistungsniveau auf Gruppentische aufgeteilt und bekommen in den meisten F\u00e4llen unterschiedliche Aufgaben. Vor allem im Verfassen von Texten erkennt man den Leistungsunterschied sehr deutlich. W\u00e4hrend manche Sch\u00fcler sich \u00e4u\u00dferst schwer tun einen gescheiten Satz zu formulieren, schreiben andere in der gleichen Zeit einen halben Roman.<\/p>\n<p>An drei Tagen in der Woche findet vormittags eine kurze Assembly von 20 Minuten statt. Daf\u00fcr versammeln sich alle Sch\u00fcler der Schule in der kleinen Aula um allgemeine Dinge wie Geburtstage anzusagen oder den Kindness Cup an den hilfsbereitesten Sch\u00fcler der Woche zu verleihen. Einmal die Woche wird allerdings auch \u00fcber ein bestimmtes Thema, das sich durch das ganze Halbjahr zieht, gesprochen. Dieses Halbjahr thematisiert die Schule \u201eTransformers\u201c im Sinne von Personen, die sich in ihrem Leben zum Guten ver\u00e4ndert haben, um an die Moral der Kinder zu appellieren. Die Assemblies werden in der Regel von dem Schulleiter gehalten. Um 12.15 Uhr gibt\u2019s dann erst einmal eine Mittagspause, in der die Sch\u00fcler, wenn sie m\u00f6chten, Mittagessen in der Schule bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um 13 Uhr geht\u2019s dann weiter und zwar mit den eher praktischen F\u00e4chern wie Naturwissenschaften, Kunst oder Sport. Direkt nach der Mittagspause f\u00fchre ich ein paar Rechtschreib\u00fcbungen mit ein paar Sch\u00fclern der Klasse durch, bevor ich dann auch im Nachmittagsunterricht helfe. Ich muss sagen, dass der Nachmittagsunterricht oft sehr anstrengend ist, da die Kinder sehr hibbelig sind und es h\u00e4ufig zu schlechtem Benehmen kommt. Vor allem nach einer kurzen Nachmittagspause scheint es vielen Sch\u00fclern schwer zu fallen sich noch einmal richtig zu konzentrieren, bevor es dann um 15.15 Uhr nach Hause geht. Da manche Eltern ihre Kinder um diese Uhrzeit noch nicht abholen k\u00f6nnen, bietet die Schule einen After school club an.<\/p>\n<p>Ich muss sagen, dass ich am Ende eines Schultages immer ganz sch\u00f6n erledigt bin, da die Arbeit mit den Kindern doch unglaublich anstrengend sein kann. Trotzdem macht es mir Spa\u00df, in der Klasse zu helfen und ich freu mich, wenn die Sch\u00fcler mir zeigen, dass sie es toll finden, dass ich sie den Tag \u00fcber begleite&#8230; auch wenn das die paar Rabauken der Klasse nicht immer so zeigen k\u00f6nnen \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als die H\u00e4lfte meiner Zeit in York ist leider schon rum. Dementsprechend versuche ich die letzten Wochen umso mehr zu genie\u00dfen, bevor es wieder Richtung Heimat geht. 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