{"id":12250,"date":"2019-03-18T18:32:57","date_gmt":"2019-03-18T16:32:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=12250"},"modified":"2026-02-25T13:07:10","modified_gmt":"2026-02-25T11:07:10","slug":"yogyakarta-mit-allen-sinnen-erleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/yogyakarta-mit-allen-sinnen-erleben\/","title":{"rendered":"Yogyakarta mit allen Sinnen erleben"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWie ist es in Indonesien?\u201c Immer wieder wird mir diese Frage von Familie und Freunden gestellt, seitdem ich in Yogyakarta bin. Die Antwort f\u00e4llt mir schwer. Zum einen kann ich keine umfassenden Aussagen \u00fcber \u201eIndonesien\u201c oder \u201edie Menschen in Indonesien\u201c treffen, weil ich in einem so kleinen Teil von diesem so gro\u00dfen Land bin. Zum anderen, weil hier in Yogyakarta (Jogja) tagt\u00e4glich neue Eindr\u00fccke auf mich einprasseln, die ich zu ordnen versuche.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Letzte Woche habe ich mit den Studierenden in der Uni eine Einheit zum Thema \u201eLernen mit allen Sinnen\u201c durchgef\u00fchrt. Im Grunde genommen passt diese \u00dcberschrift auch zu meinem Aufenthalt hier: Jeden Tag sehe, h\u00f6re, rieche, schmecke, f\u00fchle ich etwas Neues. Besonders viele Eindr\u00fccke auf einmal erlebe ich bei den allt\u00e4glichen Rollerfahrten \u2013 Roller sind hier das Hauptverkehrsmittel und man ist im Nullkommanichts (naja, je nach Verkehrslage) an seinem Ziel. W\u00e4hrend mir der Wind ins Gesicht pustet, werde ich von Sinneseindr\u00fccken \u00fcbersch\u00fcttet. Stra\u00dfenst\u00e4nde und einfache Imbisse (Warungs) reihen sich an superhippe Caf\u00e9s mit integriertem Workspace und riesige Shoppingmalls, fr\u00f6hlich wirkende Stra\u00dfenmusiker stehen am Stra\u00dfenrand, Menschen fahren alleine, zu zweit oder auch mal zu viert (!) Roller. Es riecht abwechselnd nach Nasi Goreng, Abgasen, Indomie (sehr beliebte Instantnudeln, die nicht nur im Supermarkt, sondern oft auch im Warung zu erwerben sind) und der gew\u00f6hnungsbed\u00fcrften Durian-Frucht, die es an jeder Stra\u00dfenecke gibt und die man mindestens bis zur n\u00e4chsten Stra\u00dfenecke noch riecht. Zudem ert\u00f6nen Muezzin-Rufe von allen Seiten, mal einstimmig, mal etwas schr\u00e4g mehrstimmig, vor allem aber wahnsinnig laut. Die Ger\u00e4uschkulisse ist hier ohnehin enorm \u2013 ob im Verkehr, Shoppingmalls, in Restaurants oder Bars. Die Dauerbeschallung scheint die Menschen hier aber nicht zu st\u00f6ren oder aber sie besitzen die F\u00e4higkeit, sie auszublenden. Das w\u00fcrde ich auch gerne k\u00f6nnen! Sowieso kann man sich hier einiges abgucken, insbesondere die nahezu unersch\u00f6pfliche Freundlichkeit und H\u00f6flichkeit der Leute in Jogja. In beinahe jeder Situation schenken sie mir ein L\u00e4cheln, sind hilfsbereit, respektvoll, zur\u00fcckhaltend und geben dem Ausdruck \u201eguter Service\u201c eine ganz neue Dimension. Bei der W\u00e4scherei meines Vertrauens werde ich direkt beim zweiten Besuch mit Namen begr\u00fc\u00dft. Obwohl mein Name mit jedem Mal einer \u00c4nderung unterliegt (Mareike \u2013 Meike \u2013 Meiky \u2013 Meky), bin ich begeistert von dieser Art der Aufmerksamkeit. Und wie sich alle freuen, wenn man versucht, ein paar W\u00f6rter oder S\u00e4tze auf Indonesisch zu sagen! Die Studierenden strahlen um die Wette, wenn ich von dem leckeren indonesischen Essen (mein Favorit: Lotek!) spreche und die Gojekfahrer lachen sich regelm\u00e4\u00dfig kaputt, wenn ich mit \u201eKiri! Lurus! Kanan!\u201c versuche, die Fahrtrichtung anzugeben. Am Ende der Fahrt ist es dann nicht un\u00fcblich, dass man um ein Selfie gebeten wird. Auch gut m\u00f6glich, dass das Selfie dann bei Instagram landet. Social Media spielen hier eine extrem wichtige Rolle und Selfies zu schie\u00dfen und zu posten geh\u00f6rt hier offensichtlich zum Alltag. Schon etwas anstrengend, st\u00e4ndig von Menschen belagert zu werden, die unbedingt ein Selfie mit mir machen m\u00f6chten oder es einfach ungefragt tun \u2013 aber das passiert im Alltag deutlich weniger als an touristischen Orten wie dem Sultanspalast oder dem beeindruckenden buddhistischen Tempel Borobudur.<\/p>\n<p>Stichwort Alltag: Genau das ist es, was ich in meiner viel zu kurzen Zeit in Jogja so unglaublich genie\u00dfe \u2013 mich nicht als Touristin zu f\u00fchlen, sondern als Teil des allt\u00e4glichen, irgendwie aufregenden und doch angenehm unaufgeregten Geschehens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWie ist es in Indonesien?\u201c Immer wieder wird mir diese Frage von Familie und Freunden gestellt, seitdem ich in Yogyakarta bin. Die Antwort f\u00e4llt mir schwer. 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