{"id":12103,"date":"2019-02-12T11:11:32","date_gmt":"2019-02-12T09:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=12103"},"modified":"2026-02-27T12:33:13","modified_gmt":"2026-02-27T10:33:13","slug":"ein-bisschen-hogwarts-als-language-assistant-in-england","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/ein-bisschen-hogwarts-als-language-assistant-in-england\/","title":{"rendered":"Ein bisschen Hogwarts &#8211; Als Language Assistant in England"},"content":{"rendered":"<p>Heya &#8211;<\/p>\n<p>Mein Praktikum mache ich hier in Cheshire an einer secondary school, die von au\u00dfen doch stark an Hogwarts erinnert. In diesem Post m\u00f6chte ich daher die Schule und das Schulsystem etwas vorstellen, von den Besonderheiten erz\u00e4hlen und meinen Alltag beschreiben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Schule ist e<a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.28.45.jpeg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12108 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.28.45-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.28.45-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.28.45-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.28.45-600x450.jpeg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.28.45-800x600.jpeg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.28.45.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>ine secondary school, was in etwa einer deutschen Gesamtschule entspricht und wird als boys school von ca. 1.000 Sch\u00fclern und wenigen Sch\u00fclerinnen (nur in der Oberstufe!) besucht. Das englische Schulsystem kennt eigentlich keine leistungsdifferenzierte Trennung nach der Grundschule, sodass man hier Sch\u00fcler mit unterschiedlichsten Leistungsniveaus in den Klassenverb\u00e4nden unterrichtet. Die Sch\u00fcler machen hier in der 11. Klasse ihre GCSEs, was etwa einem Realschulabschluss entspricht, aber meiner Meinung nach einen weitaus h\u00f6heren Schwierigkeitsgrad entspricht, da die Sch\u00fcler Stoff behandeln der in Deutschland nicht unbedingt vor der Oberstufe unterrichtet wird. Nach den GCSEs k\u00f6nnen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dann ihre A-Levels dort machen, was dem Abitur entspricht. Auch hier muss ich sagen, dass der Stoff doch anspruchsvoller ist und teilweise dem Universit\u00e4tswissen vorgreift.<\/p>\n<p>Die erste Woche war erstmal eine komplette Umgew\u00f6hnung von dem, was ich schultechnisch so gewohnt war, was Verhalten der Sch\u00fcler aber auch den (Fremdsprachen-)Unterricht betrifft. Man konnte es sich vielleicht denken, aber der Umgangston an der Schule war rauer als ich es von meinen Erfahrungen an gemischt geschlechtlichen deutschen Schulen kenne. Die Sch\u00fcler sind doch etwas h\u00e4rter im Umgang untereinander, die K\u00f6rpersprache ist viel k\u00f6rperbetonter, was auch vielen anderen Lehrkr\u00e4ften aufgefallen ist. Interessant fand ich auch das Konzept der Combined Cadet Forces, einer Art Milit\u00e4r-AG f\u00fcr die Sch\u00fcler. Jeden Dienstag kommen die Sch\u00fcler, die darin teilnehmen, in der jeweiligen Uniform (Army, Navy, Airforce) zur Schule und haben dann nachmittags gemeinsame Aktivit\u00e4ten. Ich fand die Idee am Anfang doch recht befremdlich, weil es mich stark an Kindersoldaten erinnert hat. Jedoch muss man auch sagen, dass die Sch\u00fcler so wenigstens eine soziale Aktivit\u00e4t am Nachmittag haben und nicht, wie sie selber zu mir sagten, an der Konsole sitzen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12106 alignleft\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.25.00-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.25.00-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.25.00-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.25.00-600x450.jpeg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.25.00-800x600.jpeg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/WhatsApp-Image-2019-02-07-at-17.25.00.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Was mir jedoch auch besonders aufgefallen ist, ist die Form des Unterrichts. Jeder Klassenraum ist mit einem Smartboard oder gro\u00dfem Flachbildschirm ausgestattet und der Unterricht wird mit Hilfe von Folien \u00fcber Powerpoint strukturiert. Schulb\u00fccher geh\u00f6ren so gut wie der Vergangenheit an. Man kann das durchaus positiv sehen \u2013 die Schulen gehen mit dem digitalen Zeitgeist und den Lehrkr\u00e4ften stehen viele M\u00f6glichkeiten offen die Ger\u00e4te in den Unterricht einzubinden. Man spart eine Menge von Arbeit und Resourcen \u2013 statt des Bedruckens einer Folie mit einem Bild packt man es einfach in eine Powerpoint! Sowieso spart man Unmengen an Papier, wenn nicht jede Aufgabe auf Papier gedruckt werden muss. Jedoch bringt dies meiner Meinung nach auch mindestens einen Nachteil mit sich: Der Unterricht wird manchmal zu sehr auf das Smartboard und damit auf den Lehrer fokussiert und anders als man es kennt steht nicht der Sch\u00fcler und Kommunikation im Vordergrund&#8230; Nichtsdestotrotz hoffe ich f\u00fcr meine eigene Zukunft als Lehrer, dass diese Ger\u00e4te \u00f6fter Einzug in die deutschen Klassenr\u00e4ume halten, denn richtig eingesetzt bereichern sie den Unterricht mehr als es eine Tafel kann.<\/p>\n<p>Was hab ich denn nun eigentlich gemacht an der Schule? Nun, ich habe als German Language Assitant gearbeitet. Dabei hatte ich vorrangig zwei Aufgaben: Die GCSE Sch\u00fcler in Interventionsessions auf ihre m\u00fcndlichen Deutschpr\u00fcfungen vorzubereiten und im Unterricht als &#8220;Kulturbeauftragter&#8221; immer wieder meinen Senf \u00fcber Deutschland dazuzugeben. Ja, die Sch\u00fcler waren doch allesamt sehr fasziniert als ich von der Spargelzeit in Deutschland erz\u00e4hlt habe&#8230; vermutlich halten sie uns jetzt alle f\u00fcr spargelverr\u00fcckt. In den Interventions konnte ich mit kleinen Sch\u00fclergruppen zielgerichtet Aussprache und Grammatik trainieren, wobei ich auch versucht habe die Sch\u00fcler allgemein auf die Pr\u00fcfung vorzubereiten. Der Umgang mit den Sch\u00fclern war meistens sehr gut, leider konnten nicht alle Sch\u00fcler \u00fcberzeugt werden 20 Minuten in der Woche f\u00fcr die Interventions zu opfern, auch das geh\u00f6rt zur Wahrheit. Besonders hat es mir Freude bereitet, als ich auch selber Unterricht gestalten konnte \u2013 besonders zur Weihnachtszeit als ich gef\u00fchlt f\u00fcnf Stunden lang am Tag \u00fcber Weihnachten in Deutschland erz\u00e4hlt habe! Da Chemie mein zweites Fach ist, konnte ich auch in einigen science-Stunden teilnehmen. Da im englischen Schulsystem erst sp\u00e4t zwischen Physik, Chemie und Biologie entschieden wird, hab ich so alle drei F\u00e4cher auf Englisch erleben d\u00fcrfen. Das fand ich unglaublich spannend und interessant, da bilingualer Unterricht meiner Meinung nach ein extrem spannendes Forschungsfeld ist. So habe ich nat\u00fcrlich viel Erfahrung in dem Bereich sammeln k\u00f6nnen \u2013 zum einen im Sprachlichenm, da ich die Begriffe und Umgangsformen generell erleben konnte, und zum anderen da ich selber quasi neue Dinge gelernt habe, und das auf Englisch! So habe ich beide Sichtweisen kennenlernen d\u00fcrfen, was mir in meinem zuk\u00fcnftigen Lehren nur von Vorteil sein kann.<\/p>\n<p>Alles in allem kann ich jetzt, da ich nur noch eine Woche in der Schule habe, sagen, dass mir die T\u00e4tigkeit an der Schule sehr viel gebracht hat \u2013 sei es der Umgang mit Sch\u00fclern, Vertreten von Unterricht oder der allgemeine Tagesablauf an einer Schule. Ich m\u00f6chte einem Fazit jedoch nicht zu weit vorgreifen, welches dann im n\u00e4chsten Post kommt.<\/p>\n<p>&#8211; Bye<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heya &#8211; Mein Praktikum mache ich hier in Cheshire an einer secondary school, die von au\u00dfen doch stark an Hogwarts erinnert. 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