{"id":11899,"date":"2018-12-10T16:02:30","date_gmt":"2018-12-10T14:02:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=11899"},"modified":"2026-03-20T10:39:38","modified_gmt":"2026-03-20T08:39:38","slug":"abschied-von-der-torquay-boys-grammar-school","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/abschied-von-der-torquay-boys-grammar-school\/","title":{"rendered":"Abschied von der Torquay Boys&#8217; Grammar School"},"content":{"rendered":"<p>Hallihallo! Qu\u00e9 tal?<\/p>\n<p>Viel besser ist mein Spanisch nicht geworden, aber ich bleibe dran.<\/p>\n<p>Kommen wir zu meinem dritten und letzten Blog-Eintrag. Unglaublich wie die Zeit verfliegt&#8230;ich kann mir irgendwie noch nicht wirklich vorstellen, n\u00e4chstes Wochenende wieder zu Hause bei meiner Familie zu sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Einerseits freue ich mich nat\u00fcrlich unglaublich, meine Familie und meine Freunde <span style=\"float: none; background-color: transparent; color: #141412; cursor: text; font-family: 'Source Sans Pro',Helvetica,sans-serif; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px;\">wiederzusehen <\/span>und endlich wieder deutsches Essen zu haben (ja, ich finde, die englische K\u00fcche entspricht ihrem Ruf: es gibt zu absolut allem Pommes als Beilage und alles andere ist abnormal s\u00fc\u00df und ich liebe normalerweise S\u00fc\u00dfes), aber gleichzeitig werde ich meine Zeit hier vermissen.<\/p>\n<p>Und das liegt einzig und allein an meinem Arbeitsplatz. Ich war die ganze Zeit an der TBGS. Das ist eine Jungenschule, die dann im IB auch M\u00e4dchen zul\u00e4sst, aber jetzt auf das englische Schulsystem einzugehen und IB zu erkl\u00e4ren, w\u00fcrde hier den Rahmen sprengen.<\/p>\n<p>Die Schule ist ziemlich gro\u00df mit \u00fcber 1.000 Sch\u00fclern und hat ein echt sch\u00f6nes Gel\u00e4nde (das durfte ich ein paar Mal erkunden, weil ich mich mal wieder verlaufen habe). Es ist eine typisch englische Schule, was bedeutet, dass alle Uniformen tragen, wovon ich kein Fan bin, aber naja. Aber die Sch\u00fcler und Lehrer sind mir alle sehr ans Herz gewachsen, was meine Abreise nicht gerade einfach f\u00fcr mich macht, wenn man im Hinterkopf hat, dass man diese Menschen sehr wahrscheinlich nie wieder sehen wird.<\/p>\n<p>Ein typischer Tag f\u00e4ngt um 8:40 Uhr (unglaublich, aber wahr) an mit dem briefing. Alle Lehrer treffen sich im Lehrerzimmer und es wird besprochen, ob es etwas Neues gibt und was f\u00fcr den heutigen und die folgenden Tage so ansteht. Ich h\u00e4tte es nicht gedacht, aber das Ganze ist echt informativ und effizient. Dann gehen die Lehrer in ihre jeweilige Klassen und schauen, ob alle Sch\u00fcler da sind, und machen individuell etwas mit ihnen bis 9:10 Uhr. Dann beginnt die erste Stunde. Die Schule endet jeden Tag um 15:50 Uhr.<\/p>\n<p>In dieser Zeit habe ich Sch\u00fcler von der 7. bis zur 13. Klasse. Ich mache mit ihnen Sprach\u00fcbungen und bereite sie mit auf ihre Pr\u00fcfungen vor. Die Arbeit ist zehntausendmal besser als das Studium, glaubt mir. Also das geht an jeden, der auch noch studiert und keine Lust mehr auf das ganze Lernen hat: Macht auch nochmal ein Praktikum und stellt sicher, wof\u00fcr ihr das Ganze macht, weil es das wert ist.<br \/>\nIch kann es nicht abwarten, endlich Lehrerin zu sein. W\u00e4hrend man mit den Siebtkl\u00e4sslern \u00fcber Haustiere und Farben spricht, diskutiert man mit den 13ern die Immigration in Deutschland. Man hat also eine weite Bandbreite an Dingen, die man macht, und es wird nicht langweilig. Au\u00dferdem sind die Sch\u00fcler wirklich, wirklich nett! Auch wenn manche am Anfang ein bisschen sch\u00fcchtern waren. \ud83d\ude00 Mir in die Augen zu sehen oder zuzugeben, dass sie eine Frage nicht verstanden haben, war f\u00fcr einige am Anfang ein Riesenproblem. Mit der Zeit sind aber auch die Sch\u00fcchterndsten etwas aufgetaut.<br \/>\nGerade bei den \u00e4lteren Sch\u00fclern wird mir viel Freiheit gelassen, was ich machen m\u00f6chte, was sehr cool ist. Ich habe ein eigenes kleines B\u00fcro, in das die Sch\u00fcler dann w\u00e4hrend ihrer Stunden oder der Mittagspause geschickt werden.<br \/>\nEs gibt pro Tag zwei Pausen, die man meist im kleinen Lehrerzimmer im Sprachzentrum verbringt.<\/p>\n<p>Und genau dieses Zimmer werde ich am meisten vermissen. Meine Kollegen sind die nettesten und lustigsten Menschen, die man sich als Kollegen nur w\u00fcnschen kann. Ich h\u00e4tte es nicht besser antreffen k\u00f6nnen! Von dem ersten Tag an wurde ich mit offenen Armen willkommen (nicht w\u00f6rtlich nehmen, die Engl\u00e4nder stehen nicht so auf K\u00f6rperkontakt) gehei\u00dfen und wurde in Witze und au\u00dferschulische Aktivit\u00e4ten mit einbezogen. Ich wei\u00df jetzt schon, dass ich am Freitag, meinem letzten Tag, weinen werde. Die Sch\u00fcler, die Lehrer und mein Alltag dort werden mir einfach fehlen.<\/p>\n<p>Also, wenn du diesen Blog hier liest, gehst du wahrscheinlich bald genau zu dieser Schule, also hier ein Rat: Genie\u00df es einfach. Ich bin sogar nach der Schule immer noch dort geblieben, um mehr Zeit mit allen zu verbringen, also kann man sich vorstellen, wie gut es war.<\/p>\n<p>Okay, das war&#8217;s dann wohl. Die Reisende verabschiedet sich dann mal. Habt noch eine sch\u00f6ne Adventszeit (das vermisse ich auf jeden Fall am Zuhause) und frohe Weinachten dann. Ich werde meine letzte Woche auf jeden Fall aufsaugen wie ein Schwamm und versuchen, nicht jeden Tag schlimm auszusehen, weil ich geweint habe. W\u00fcnscht mir also Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Wer wei\u00df, vielleicht l\u00e4uft man sich ja mal \u00fcber den Weg.<\/p>\n<p>Adi\u00f3s!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallihallo! Qu\u00e9 tal? Viel besser ist mein Spanisch nicht geworden, aber ich bleibe dran. 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