{"id":11887,"date":"2018-12-11T12:45:14","date_gmt":"2018-12-11T10:45:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=11887"},"modified":"2026-03-20T10:32:11","modified_gmt":"2026-03-20T08:32:11","slug":"benvenuto-a-padova","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/benvenuto-a-padova\/","title":{"rendered":"Benvenuto a Padova!"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"background-color: transparent;\">Die erste Woche meines Praktikums am Istituto di Cultura Italo-Tedesco in Padua liegt hinter mir \u2013 Zeit also f\u00fcr ein allererstes Lebenszeichen. Hier bin ich also, und das, obwohl ich mich jeden Tag mit dem Fahrrad in den italienischen Berufsverkehr begebe. Acht Kilometer trennen mein Zimmer im Vorort vom Institut in der Altstadt und ich habe den allmorgendlichen Hin- und allabendlichen R\u00fcckweg bisher unbeschadet \u00fcberstanden. <\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"background-color: transparent;\">Das ist auf jeden Fall ein kleines Erfolgserlebnis, finde ich, denn wer aus M\u00fcnster in die Studenten- und vermeintliche Fahrradstadt Padua kommt, muss sich hier erstmal zurechtfinden: So etwas wie Fahrradwege gibt es zwar hin und wieder, aber l\u00e4ngst nicht an jeder Stra\u00dfe, und wenn man es mal auf einen geschafft hat (denn man muss auch erst herausfinden, auf welcher Stra\u00dfenseite der meist f\u00fcr beide Richtungen geltende Weg liegt), dann endet er auch gerne einmal unverhofft: im Geb\u00fcsch, auf der Schnellstra\u00dfe, im Fluss \u2013 Fahrradwege stecken hier voller \u00dcberraschungen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_11893\" aria-describedby=\"caption-attachment-11893\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11893 size-medium\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181207_140608.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11893\" class=\"wp-caption-text\">Der Prato della Valle bei Tageslicht und unter dem fast-immer-blauen-Himmel<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber ich liebe mein Fahrrad: Es ist nicht nur sch\u00f6n blau und hat ein K\u00f6rbchen, es bremst und rollt und leuchtet auch, wann es soll, und hat somit alles, was ein M\u00fcnsteraner Fahrradfahrerherz begehrt. Vor allem aber spart es viel Zeit und l\u00e4sst mich jeden Morgen 20 Minuten l\u00e4nger schlafen. Denn mit dem Bus w\u00e4re die Fahrt in die Stadt eine kleine Tortur. Am vergangenem Montag, meinem ersten Praktikumstag, stand ich eine volle Stunde vor Arbeitsbeginn unwissend und dementsprechend hoffnungsvoll an der Bushaltestelle. Die Fahrt sollte 20 Minuten dauern, ich hatte also 40 Minuten f\u00fcr den dreimin\u00fctigen Fu\u00dfweg. Das sollte zu schaffen sein \u2013 dachte ich. Der Bus kam aber erstmal nicht, und als er endlich vorbeischaute, waren schon 20 Minuten meines Puffers verstrichen. Der restliche Puffer ging dann f\u00fcr das Schritttempo drauf, mit dem wir in die Stadt schlichen, begleitet vom Hupkonzert der anderen Autofahrer. Meine Ankunft im Kulturinstitut war dementsprechend etwas holprig. Den dreimin\u00fctigen Fu\u00dfweg legte ich zwar in ca. einer halben Minute zur\u00fcck, war aber auch dementsprechend geschafft, erledigt und irgendwie etwas neben der Spur. Dass ich dann zur Begr\u00fc\u00dfung meinen Namen vergessen habe, lag mir den ganzen Vormittag schwer im Magen. Peinlichkeiten wie diese geben aber auch die M\u00f6glichkeit, sie aufzul\u00f6sen, und so fasste ich mir zur Mittagspause ein Herz und sprach, auf Italienisch, denn das ist hier unsere Arbeitssprache, den holprigen Start an. Das war f\u00fcr mich ein zweites, echtes Erfolgserlebnis! Vor allem auch, weil meine Kollegen, das Arbeitsklima und das Miteinander super sind!<\/p>\n<p>Meine Kollegen \u2013 das ist zum einen meine Mitpraktikantin Regina aus Passau. Wir beide teilen uns die vielf\u00e4ltigen Aufgaben und sind, glaub&#8217; ich, schon ein gutes Team! Zu unseren t\u00e4glichen Aufgaben geh\u00f6rt beispielsweise der E-Mail-Verkehr mit den DeutschkursteilnehmerInnen. Wer in der letzten Sitzung gefehlt hat, bekommt von uns exklusiv die Hausaufgaben und Infos zur verpassten Thematik zugeschickt. Dar\u00fcber hinaus pflegen wir die Social-Media-Kan\u00e4le, was vor allem jetzt zur Weihnachtszeit echt Spa\u00df macht. Die besten deutschen Pl\u00e4tzchen-Rezepte, Weihnachtslieder, Filmempfehlungen: wer uns \u00fcber Instagram oder Facebook folgt \u2013 etwas Schleichwerbung in eigener Sache am Rande \u2013 ist\u00a0 bestens versorgt, und wir k\u00f6nnen uns nebenbei kreativ austoben. Unsere kreative Ader ist auch sonst oft gefragt. Nicht nur bei der Dekoration des Instituts, das jetzt, ganz dem italienischen gusto entsprechend, von oben bis unten blinkt und glitzert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11926\" aria-describedby=\"caption-attachment-11926\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11926 size-medium\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG-20181208-WA0056.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11926\" class=\"wp-caption-text\">Nicht nur das Institut glitzert. Ganz Padua zeigt sich aktuell von seiner gl\u00e4nzend weihnachtlichen Seite..<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch didaktisch k\u00f6nnen wir eigene Ideen einbringen, Arbeitsbl\u00e4tter designen, Unterrichtsmaterial basteln und vieles mehr, was Spa\u00df macht. Zum anderen sind da n\u00e4mlich meine Chefs, die immer offen f\u00fcr Ideen sind, unsere Arbeit wertsch\u00e4tzen und bei der Aufgabenverteilung unsere individuellen W\u00fcnsche und St\u00e4rken ber\u00fccksichtigen. Was w\u00fcnscht man sich mehr?<\/p>\n<p>Vielleicht nur, dass die Arbeitszeiten noch etwas Luft lie\u00dfen. Unser Arbeitstag hingegen beginnt um 9 und endet um 19 Uhr, oft sp\u00e4ter. Wenn man, wie ich, nebenbei noch die Masterarbeit (und Blog-Eintr\u00e4ge) schreibt, bleibt da nicht viel Zeit f\u00fcr Schlaf (an dieser Stelle noch einmal ein Dank an mein Fahrrad) und schon gar nicht f\u00fcr das Erasmus-Leben, das ich aus meinem Auslandssemester kenne (ach ja&#8230;). Aber bisher kann ich damit gut umgehen. Und die drei Stunden Mittagspause, diese super-lange italienische Siesta, in der man den ein oder anderen Cappuccino trinken kann, entsch\u00e4digen die nicht auch?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Woche meines Praktikums am Istituto di Cultura Italo-Tedesco in Padua liegt hinter mir \u2013 Zeit also f\u00fcr ein allererstes Lebenszeichen. Hier bin ich also, und das, obwohl ich mich jeden Tag mit dem Fahrrad in den italienischen Berufsverkehr begebe. 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