{"id":11752,"date":"2018-11-26T15:27:58","date_gmt":"2018-11-26T13:27:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=11752"},"modified":"2026-03-20T11:03:01","modified_gmt":"2026-03-20T09:03:01","slug":"laborarbeit-in-umea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/laborarbeit-in-umea\/","title":{"rendered":"Laborarbeit in Ume\u00e5"},"content":{"rendered":"<p>Hallo,<\/p>\n<p>seit mittlerweile sieben Wochen bin ich im langsam k\u00e4lter werdenden Ume\u00e5 hoch im Norden Schwedens. Die Tage sind in dieser Zeit doch merklich k\u00fcrzer geworden und so geht momentan die Sonne um 15 Uhr langsam unter. Die Temperaturen liegen dabei knapp unter 0 \u00b0C, wobei es nachts auch mal -10 \u00b0C haben kann. Abgesehen von drei wei\u00dfen Tagen gab es jedoch noch keinen Schnee, weshalb der t\u00e4gliche Weg zur Arbeit gefahrlos mit Bus oder Fahrrad absolviert werden kann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im folgenden m\u00f6chte ich euch mein Projekt an der Uni etwas genauer vorstellen. Ich besch\u00e4ftige mich im Rahmen meines Praktikums mit einer Methodenentwicklung zur Analyse von verschiedenen in der Umwelt auftretenden Quecksilber-Thiol-Komplexen. Dabei ist die Speziation der einzelnen Komplexe von Interesse, um m\u00f6gliche Mechanismen der Bildung des hochtoxischen Methylquecksilbers in Bakterien aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Analytik dieser Verbindungen erfolgt mittels einer Kombination aus Fl\u00fcssigchromatographie &#8220;LC&#8221; (Trennung verschiedener Substanzen) und Massenspektrometrie &#8220;MS&#8221; (Detektion der Quecksilberkonzentration).<\/p>\n<figure id=\"attachment_11753\" aria-describedby=\"caption-attachment-11753\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-11753\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181115_091847.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11753\" class=\"wp-caption-text\">Foto des Ger\u00e4tes. Auf der linken Seite das LC-System, rechts abgeschnitten das ICP-MS.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mein Arbeitsalltag startet morgens mit dem Starten und &#8220;tunen&#8221; des Ger\u00e4ts, ehe ich mit dem Messen meiner Proben beginnen kann. Methodenentwicklung bedeutet dann, dass verschiedene chromatographische Parameter wie S\u00e4ulenmaterial, L\u00f6sungsmittel, Gradient, pH-Wert, Flussrate, Injektionsvolumen, Temperatur&#8230; getestet werden, um am Ende eine m\u00f6glichst gute Aufl\u00f6sung und eine schnelle Trennung zu erreichen. Somit teste ich die verschiedenen Stellschrauben und optimiere meine Messmethode kontinuierlich. Das LC-MS-System kann vorprogrammierte Messungen vollautomatisch starten, wodurch es mir m\u00f6glich ist parallel zu den Messungen diese auszuwerten und frische Proben\/L\u00f6sungen anzusetzen.<\/p>\n<p>Betreut werde ich vom Arbeitsgruppenleiter, dem ich mehrmals w\u00f6chentlich berichte und mit dem ich R\u00fccksprache \u00fcber mein weiteres Vorgehen halte. Au\u00dferdem halte ich Fortschritte und Erkenntnisse regelm\u00e4\u00dfig in kurzen Berichten schriftlich fest. Die selbst\u00e4ndige Arbeit macht sehr viel Spa\u00df, ich kann meine eigenen Ideen und Vorstellungen testen, habe jedoch auch jederzeit die M\u00f6glichkeit meinen erfahrenen Gruppenleiter nach Rat zu fragen.<\/p>\n<p>In meinem Labor bin ich nahezu die gesamte Zeit alleine, weshalb ich Gespr\u00e4che mit meinen Kollegen auf die Mittags- und besonders die Kaffeepause (&#8220;Fika&#8221;) verschieben muss. Diese Pausen sind t\u00e4glich im sehr gem\u00fctlichen und gro\u00dfen Pausenraum wo alle Mitarbeiter, ob Professor oder Praktikant, sich an gro\u00dfen Tafeln versammeln, um sich auszutauschen. Der pers\u00f6nliche und entspannte Umgang an der Uni und der sehr internationale Fachbereich Chemie sind definitiv positiv hervorzuheben!<\/p>\n<p>So viel zu meiner Arbeit hier in Ume\u00e5. Ich werde jetzt meinen zweiw\u00f6chigen Endspurt starten und dann rechtzeitig bevor hier die gro\u00dfe K\u00e4lte einbricht abreisen, um Weihnachten wieder zu Hause in M\u00fcnster zu verbringen.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Christoph.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, seit mittlerweile sieben Wochen bin ich im langsam k\u00e4lter werdenden Ume\u00e5 hoch im Norden Schwedens. Die Tage sind in dieser Zeit doch merklich k\u00fcrzer geworden und so geht momentan die Sonne um 15 Uhr langsam unter. 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