{"id":11738,"date":"2018-11-23T10:37:33","date_gmt":"2018-11-23T08:37:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=11738"},"modified":"2026-03-20T11:05:44","modified_gmt":"2026-03-20T09:05:44","slug":"come-si-dice-in-tedesco-mein-daf-praktikum-in-torino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/come-si-dice-in-tedesco-mein-daf-praktikum-in-torino\/","title":{"rendered":"&#8220;Come si dice in tedesco&#8230;?&#8221; Mein DaF-Praktikum in Torino"},"content":{"rendered":"<p>Da ich nun seit zwei Monaten in der wundersch\u00f6nen Gro\u00dfstadt Torino bin und mein Praktikum absolviere, hat sich allm\u00e4hlich so etwas wie ein Alltag eingeschlichen. Zumindest was meinen Arbeitsalltag angeht. Denn selbst wenn ich mir noch so viel M\u00fche gebe, etwas im Voraus zu planen \u2013 letztlich holt mich die herrlich entspannte, chaotische Gegenwart in Italien doch wieder ein. Von einer spontanen Gelegenheit in die italienische Oper zu gehen, ein Theaterst\u00fcck anzuschauen, zahlreiche Kunstmessen zu besuchen oder einfach ein israelisches Essen gekocht zu bekommen \u2013 meist habe ich morgens beim Aufstehen noch nicht die geringste Vorstellung davon, was mich im Laufe des Tages erwarten wird. <em>Ma amo questa vita!<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-11740 alignright\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-768x431.jpg 768w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-600x337.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-1200x675.jpg 1200w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-585x330.jpg 585w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795-385x217.jpg 385w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/IMG_0795.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mein Praktikum ist im Kontrast hierzu sehr gut geplant und strukturiert. In dem Institut f\u00fcr deutsche Sprache und Literatur sind gr\u00f6\u00dftenteils LektorInnen t\u00e4tig, die vor Jahren selbst aus Deutschland nach Turin gekommen sind und hier nun die deutsche Sprache unterrichten. Ich hatte das Gl\u00fcck, gleich zu Beginn das gesamte Kollegium kennenzulernen. In einer Gruppensitzung wurden zu Anfang die diesj\u00e4hrigen Zusammensetzungen und Inhalte der Kurse besprochen, was nebenbei bemerkt eine sehr lustige Angelegenheit war: alle organisatorischen Angelegenheiten wurden auf Deutsch geregelt, w\u00e4hrend die Schwierigkeiten beispielsweise bez\u00fcglich der Raumzuteilungen erhitzt auf Italienisch diskutiert wurden (was au\u00dfer mir jedoch niemand zu bemerken schien). Am selben Tag habe ich mir anschlie\u00dfend meinen Stundenplan zusammengestellt. Dabei war mir wichtig, einen m\u00f6glichst umfassenden Einblick zu gewinnen.<\/p>\n<p>Die erste offizielle Praktikumswoche war dementsprechend vollgepackt. Als gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit stellte sich heraus, die verschiedenen Geb\u00e4ude in der Stadt ausfindig zu machen. Es kommt in Turin nicht selten vor, dass sich ein Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude in einem von au\u00dfen relativ unscheinbarem Geb\u00e4ude befindet, was als Entschuldigung daf\u00fcr dienen k\u00f6nnte, dass ich nicht nur einmal an dem entsprechenden Eingang vorbeilief. In den Kursen war ich die erste Woche vor allem damit besch\u00e4ftigt, mich vorzustellen und mich wiederum im Anschluss zahlreichen Fragen beispielsweise zu meinem Studium in Deutschland und meiner T\u00e4tigkeit in Turin zu stellen. Auch nach den Kursen sprachen mich die StudentInnen h\u00e4ufig an, entweder weil sie selbst schon einmal in M\u00fcnster waren, weil sie meine Italienisch-Kenntnisse verbessern wollten oder einfach Lust auf einen Kaffee und ein Gespr\u00e4ch auf Deutsch hatten.<\/p>\n<p>In der zweiten Woche fing dann erstmals mein eigenes Tutorium an. Ich habe hier die M\u00f6glichkeit bekommen, zweimal in der Woche Deutsch-StudentInnen ein Tutorium anzubieten, im Rahmen dessen wir Grammatik wiederholen, Texte besprechen, Kommunikation \u00fcben und uns \u00fcber die verschiedenen Kulturen austauschen. Mittlerweile hat sich eine feste Gruppe aus 10-15 StudentInnen gebildet, die regelm\u00e4\u00dfig kommen und sich untereinander sehr gut verstehen. Das Sch\u00f6ne ist, dass ich das Ganze nicht allein organisiere. Mit mir ist noch eine weitere Studentin aus Berlin da. Wir unterst\u00fctzen uns, wo wir nur k\u00f6nnen, entwickeln gemeinsam Unterrichtsmaterial und haben dabei so viel Spa\u00df, dass wir schonmal nachts aus dem Fenster des Institutsgeb\u00e4udes springen mussten, weil wir das Schlie\u00dfen der T\u00fcren verpasst hatten.<\/p>\n<p>In den regul\u00e4ren Kursen helfe ich wo ich kann. Zu meinen Aufgaben z\u00e4hlten bis jetzt zum Beispiel die Aufsicht mehrerer Klausuren, die Korrektur von Texten und Tests, die Unterst\u00fctzung der StudentInnen bei Referaten und Arbeiten sowie die Durchf\u00fchrung eigener Einheiten. Ich bemerke dabei zunehmend, dass es mir am meisten Freude bereitet, in den Master-Klassen mitzuwirken. Die StudentInnen sind sprachlich bereits in der Lage, \u00fcber aktuelle Themen zu diskutieren und es ist wirklich spannend f\u00fcr mich, mit ihnen \u00fcber aktuelle politische Entwicklungen in Italien, Deutschland, Europa und der Welt zu sprechen. Die Arbeit mit den LektorInnen ist ebenso bereichernd. Sie sind allesamt stets bem\u00fcht, mich in ihre Arbeit einzubinden und ich habe jederzeit die M\u00f6glichkeit, eigenen Input zu leisten.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann ich demnach von meiner T\u00e4tigkeit nur Positives berichten. Ich lerne jeden Tag dazu, habe gro\u00dfen Spa\u00df an meiner Arbeit und bin sowohl von den KollegInnen als auch von den StudentInnen, die oftmals nur wenige Jahre j\u00fcnger sind als ich, nicht nur freundlich, sondern absolut herzlich aufgenommen worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich nun seit zwei Monaten in der wundersch\u00f6nen Gro\u00dfstadt Torino bin und mein Praktikum absolviere, hat sich allm\u00e4hlich so etwas wie ein Alltag eingeschlichen. Zumindest was meinen Arbeitsalltag angeht. 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