{"id":11660,"date":"2018-11-21T11:17:42","date_gmt":"2018-11-21T09:17:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=11660"},"modified":"2026-03-20T11:11:18","modified_gmt":"2026-03-20T09:11:18","slug":"not-quite-as-new-york","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/not-quite-as-new-york\/","title":{"rendered":"(Not quite as new) York"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, liebe ERASMUS-Menschen. Mein Name ist Emil, ich studiere Grundschullehramt in M\u00fcnster und absolviere gerade ein Praktikum an der Heworth Primary School im wundersch\u00f6nen York. Zur Schule werde ich in einem sp\u00e4teren Post mehr schreiben, jetzt lernt ihr erst einmal\u00a0aus erster Hand den nach Schokolade duftenden Dschungel aus h\u00fcbschen L\u00e4den, alten Geb\u00e4uden und reizenden Kneipen namens York kennen, in dem ich mich bis Ende Dezember wiederfinde.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Und ja richtig, York riecht unter der Woche nach Schokolade. Das liegt an einer gro\u00dfen Fabrik direkt au\u00dferhalb der Stadt, die Schokoriegel herstellt. Jetzt fehlt nur noch dass ich eine goldene Eintrittskarte gewinne (Hoffnung stirbt zuletzt).<\/p>\n<p>Im Weiteren erz\u00e4hle ich euch wie ich wohne, wie ich hierhergekommen bin, wie die Stadt so ist und was ich von den bev\u00f6lkernden Homo Sapiens halte. Lea, meine Kollegin an der Grundschule hat \u00fcbrigens ebenfalls einen (weitaus professionelleren) Blogpost \u00fcber York ver\u00f6ffentlicht, also werde ich versuchen, m\u00f6glichst nicht allzu viel davon zu wiederholen \u2013 viel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<p><strong>Unterkunft<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe bereits mit vielen ERASMUS-Studenten hier in York gesprochen und soweit ich feststellen kann, habe ich \u2013 was die Unterkunft angeht \u2013 sowohl das meiste Gl\u00fcck und das meiste Pech gehabt. Gl\u00fcck zuerst: Ich wohne derzeit in einem kleinen Haus in Clifton, im Norden Yorks. Meine Mitbewohner sind zwei nette Polen Mitte drei\u00dfig, mit denen ich mich blendend verstehe. Mein Zimmer ist zwar klein und spartanisch, aber ich habe den Rest des Hauses zur Verf\u00fcgung und \u2013 Bonus \u2013 im Schuppen stehen Hanteln und eine Bank, wodurch ich Fitnessstudio-Geb\u00fchren spare. Das Beste: Beide meiner Mitbewohner arbeiten Nachtschichten und schlafen tags\u00fcber, was bedeutet, dass ich quasi das ganze Haus f\u00fcr mich habe!!!<\/p>\n<p>Pech hatte ich dagegen mit der ersten Wohnung, die ich ausgesucht hatte. Deren Vermieter hatte ich einen Vorschuss zugeschickt, kurz bevor ich auf die andere (rund 100 Pfund billigere und viel bessere Wohnung gesto\u00dfen war). Zwar wurde mir zugesichert, dass ich meinen Vorschuss umgehend zur\u00fcckbekommen w\u00fcrde, jedoch ist dies schon ca. drei Monate her und ich bin immer noch \u00e4hnlich arm.\u00a0 Na ja, lieber arm dran als Arm ab. Ich bin aber auf gutem Wege, das Debakel zu l\u00f6sen und habe dies bis zum n\u00e4chsten Blogpost hoffentlich gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p><strong>Anreise<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe viel Kram! Und wenn ich ein paar Monate irgendwo wohnen soll, dann nehme ich gern einen Teil davon mit. Daher habe ich mich dazu entschlossen die rund 1.000 Kilometer mit dem Auto zur\u00fcckzulegen. So konnte ich z.B. meine Gitarre und mein Fahrrad mitnehmen, auf die ich nicht verzichten will, die als Handgep\u00e4ck jedoch etwas umst\u00e4ndlich gewesen w\u00e4ren. Die Tour verlief fast perfekt, abgesehen von dem kleinen Problem, dass ich in Calais aufgrund einer Sprachbarriere in der falschen Schlange stand und meine F\u00e4hre um 23:35 Uhr verpasst habe. Gl\u00fccklicherweise verriet mir ein netter Mitarbeiter, dass es noch <em>eine<\/em> weitere (um 00:30 Uhr) gab, auf die ich mich evtl. schmuggeln k\u00f6nnte und ich konnte die Zeit gut nutzen um mithilfe eines Eddings, eines Taschenmessers, einem St\u00fcck Papier und etwas Haarwachs das gut sichtbar an meinem Spiegel h\u00e4ngende Ticket entsprechend zu f\u00e4lschen (kein Scherz). Ansonsten lief alles gut und ich bin jetzt mobil mit Rad und Auto (zumindest ein Fahrrad empfehle ich jedem). Die gr\u00f6\u00dfte Sorge, die ich vorher hatte, war die Umstellung auf Linksverkehr, das war jedoch kein Problem \u2013 mal sehen, ob ich die R\u00fcckreise \u00fcberlebe.<\/p>\n<p><strong>Die Stadt<\/strong><\/p>\n<p>York ist wundersch\u00f6n und vor allem ALT. Die Stadt ist auf einem alten r\u00f6mischen Lager namens Eberacum errichtet und man kann teilweise noch alte Ruinen sehen. Der Gro\u00dfteil der Altstadt stammt aus dem Hochmittelalter und die gotischen Fassaden, engen Gassen und altert\u00fcmlichen L\u00e4den und Unmengen an Kneipen und Caf\u00e9s machen York zu einem verworrenen, un\u00fcbersichtlichen Schmuckst\u00fcck, in dem ich mich auch nach mehr als zwei Monaten immer noch verlaufe!\u00a0Wie auch in vielen anderen britischen St\u00e4dten wird in York die Kneipenkultur gro\u00dfgeschrieben, wobei ich vor allem \u00fcberrascht war, wie fr\u00fch dies schon losgeht (die ersten Trinker sieht man ab 17:00, also quasi direkt nach dem Tee) und wie edel viele sich anziehen \u2013 auch wenn es nur auf ein Bier in die Kneipe geht. Diese reichen von spottbillig und s\u00fcffig bis hin zu hoch edel und unbezahlbar \u2013 alle dicht beieinander und alle voller guter Laune.<\/p>\n<p>Man sollte allerdings nicht denken, dass man n\u00fcchtern keinen Spa\u00df haben kann! In York gibt es viele Museen und Touren, wovon eine ganze Menge umsonst sind, viele alte Geb\u00e4ude \u2013 allen voran die mittelalterliche Stadtmauer und unz\u00e4hlige entz\u00fcckende Gesch\u00e4fte von denen man jeden Tag neue entdeckt. Au\u00dferdem scheint in York immer etwas los zu sein, sei es Kirmes, Stra\u00dfenk\u00fcnstler, Stadtfeste, oder Umz\u00fcge. Wer sich in York langweilt, der ist selbst schuld. Die Altstadt beherbergt ebenfalls die Inspiration f\u00fcr die ber\u00fchmte &#8220;Winkelgasse&#8221; aus Harry Potter. In dieser finden sich <em>innerhalb eines Radius von weniger als 20 Metern<\/em> gleich 3 Harry-Potter-L\u00e4den, in denen ich mehr Zeit verbracht habe als ich \u00f6ffentlich zugeben will.\u00a0 Da ich leider nicht nebenbei in einem dieser L\u00e4den arbeiten kann, mache ich hin und wieder das n\u00e4chstbeste: unverhohlene Freude daran finden, die Mitarbeiter zu korrigieren.<\/p>\n<p><strong>Die Menschen<\/strong><\/p>\n<p>Die Leute in York sind freundlich, offen und hin und wieder seltsam! Damit w\u00e4re das meiste schon gesagt. Mich hat vor allem (positiv) \u00fcberrascht, dass im Alltag so viel mit Fremden geplaudert wird, sei es mit Kassierern, Touristen oder anderen Kneipenbesuchern, ein Gespr\u00e4ch ist schnell begonnen und fr\u00f6hlich. Man sollte auch erw\u00e4hnen, dass in York unheimlich viele Studenten (viele davon international) leben, die die ganze Stadt nur bunter machen. Innerhalb von etwa zwei Wochen habe ich viele neue Freunde kennen gelernt, mit denen ich zu 100% weiterhin in Kontakt bleiben will. Die Yorker (Yorkaner?) k\u00f6nnen aber auch hin und wieder etwas aufbrausend sein und es kann wohl mal vorkommen, dass man vor einer Kneipe eine kleine Rangelei sieht. Insgesamt f\u00fchle ich mich bei diesen Leuten pudelwohl \u2013 niemand sollte bef\u00fcrchten, in York keine Freunde zu finden.<\/p>\n<p>So, das war es erst einmal von mir. Im n\u00e4chsten Post erz\u00e4hle ich euch von der Schule, in der ich arbeite und gehe n\u00e4her auf meinen Alltag ein.<\/p>\n<p>Bis dann, cheers<\/p>\n<p>Emil<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, liebe ERASMUS-Menschen. Mein Name ist Emil, ich studiere Grundschullehramt in M\u00fcnster und absolviere gerade ein Praktikum an der Heworth Primary School im wundersch\u00f6nen York. Zur Schule werde ich in einem sp\u00e4teren Post mehr schreiben, jetzt lernt ihr erst einmal\u00a0aus erster Hand den nach Schokolade duftenden Dschungel aus h\u00fcbschen L\u00e4den, alten Geb\u00e4uden und reizenden Kneipen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":600,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1248,1250,2071,2042],"tags":[9,70,39,13,230,1371,117,128],"class_list":["post-11660","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-europa","category-grossbritannien","category-lehramt","category-soziales-und-paedagogik","tag-auslandspraktikum","tag-england","tag-erasmus","tag-grossbritannien","tag-heworth-primary-school","tag-interkulturelles","tag-schulpraktikum","tag-york"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11660"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/600"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11660"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11660\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11724,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11660\/revisions\/11724"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}