{"id":11101,"date":"2018-10-02T11:06:24","date_gmt":"2018-10-02T09:06:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/?p=11101"},"modified":"2026-03-20T12:33:23","modified_gmt":"2026-03-20T10:33:23","slug":"und-los-gehts-ab-nach-norwich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/und-los-gehts-ab-nach-norwich\/","title":{"rendered":"Und los geht&#8217;s: ab nach Norwich!"},"content":{"rendered":"<p>Auf einmal war er da, Samstag der 1. September 2018. Auf geht es nach Norwich (England) f\u00fcr mein knapp viermonatiges Praktikum an der Norwich School. Dass der Tag auf einmal da war, kam f\u00fcr mich sehr pl\u00f6tzlich. Gerade den Praktikumsplatz bekommen (im Februar), dann noch die Bachelorarbeit schreiben, Sommerurlaub und dann war der September auf einmal da.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde l\u00fcgen, wenn ich sagen w\u00fcrde, dass ich reine Vorfreude versp\u00fcrt h\u00e4tte. In Wahrheit war ich ganz sch\u00f6n aufgeregt. Das hat sich aber schnell gelegt, denn ich habe mich vom ersten Tag an in Norwich sehr wohl gef\u00fchlt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11124\" aria-describedby=\"caption-attachment-11124\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a class=\"trawell-popup-img\" href=https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG-20181001-WA0008.jpg  data-size=\"{&quot;w&quot;:1920,&quot;h&quot;:1280}\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-11124\" src=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG-20181001-WA0008-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG-20181001-WA0008-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG-20181001-WA0008-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG-20181001-WA0008-380x507.jpg 380w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG-20181001-WA0008-247x330.jpg 247w, https:\/\/www.uni-muenster.de\/CareerService\/blog-erasmus\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG-20181001-WA0008.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11124\" class=\"wp-caption-text\">Die wundersch\u00f6ne Kathedrale<\/figcaption><\/figure>\n<p>Norwich liegt ca. 160 km nord\u00f6stlich von London in der Region \u201eNorfolk\u201c. Die Stadt gef\u00e4llt mir einfach super und erinnert mich irgendwie an M\u00fcnster. Zwar gibt es keine hundert Rewe, aber es steht an so gut wie jeder Ecke eine Kirche. Ein besonderer Hingucker ist nat\u00fcrlich die Kathedrale, die auch von der Norwich School genutzt wird. Die Norwich School ist eine der \u00e4ltesten Schulen des Vereinten K\u00f6nigreiches und besteht bereits seit dem zw\u00f6lften Jahrhundert. Dort lernen M\u00e4dchen und Jungen (fr\u00fcher war es eine reine Jungenschule) im Alter von vier bis achtzehn Jahren. Sie ist aufgeteilt in die Lower School (bis einschlie\u00dflich des sechsten Schuljahrs) und die Senior School. Die Schule ist wie ein Campus aufgebaut, der sich direkt an der Kathedrale befindet.<\/p>\n<p>Nach kurzer Eingew\u00f6hnungszeit ging es am Montag direkt schon los. Erstmal gab es zwei Staff Training Days, an denen es kurze Vortr\u00e4ge gab, z.B. zur Child Safety oder zu didaktischen Methoden. Anders als ich es von vorherigen Praktika in Deutschland oder von meiner eigenen Schulzeit kenne, geh\u00f6ren an der Norwich School nicht nur die LehrerInnen und vielleicht noch eine Sekret\u00e4rin oder ein Sekret\u00e4r zum Team. Es gibt ungef\u00e4hr genauso viele andere Staff Members, wie z.B. eine eigene IT-Abteilung oder das Management. Das gef\u00e4llt mir sehr gut. In Deutschland kann man ja oft beim Anblick einer Schulwebsite nur die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammenschlagen. Man muss aber auch bedenken, dass die Norwich School eine Privatschule ist, die dadurch das notwendige Budget hat. Man kann sie daher eigentlich nicht mit unseren staatlichen Schulen vergleichen.<\/p>\n<p>Nach den ersten zwei Tagen ging es am Mittwoch dann richtig los: der erste Schultag. Einiges l\u00e4uft hier sehr anders ab als ich es sonst kenne. Das sind offensichtliche Dinge, wie z.B. die Schuluniformen oder das morgendliche Treffen der gesamten Schule in der Kathedrale, aber auch kleinere Dinge, wie z.B. dass die Sch\u00fclerInnen anscheinend keine Hefte selbst kaufen m\u00fcssen, sondern das meiste von der Schule bekommen. Das ist bei einem j\u00e4hrlichen Schulgeld von 11.000 bis 16.000 Pfund (je nachdem, welche Klassenstufe) aber irgendwie auch verst\u00e4ndlich. Ein weiterer Unterschied ist auch, dass nicht die LehrerInnen zu den Sch\u00fclerInnen in den Klassenraum kommen, sondern dass jeder (oder die meisten) LehrerInnen einen eigenen Klassenraum haben und die Sch\u00fclerInnen zu ihnen kommen. Besonders verwirrend waren f\u00fcr mich anfangs die Bezeichnungen f\u00fcr die Jahrg\u00e4nge. Anstatt Klasse 1-12 bzw. 13 gibt es form 1 to 6, die jeweils nochmal unterteilt sind. So ist die siebte Klasse zum Beispiel Lower 4, die achte Klasse Upper 4 und die neunte dann Lower 5. Mittlerweile habe ich mich aber daran gew\u00f6hnt. Von solchen Unterschieden gibt es sicherlich noch viele weitere. Auch nach einem Monat fallen mir immer noch neue Dinge auf, aber ich habe so langsam das Gef\u00fchl, mich in der Schule und im Schulleben richtig zurechtzufinden.<\/p>\n<p>Besonders ist die Einteilung der Sch\u00fclerInnen in verschiedene H\u00e4user (ja genau, wie bei Harry Potter, aber soweit ich wei\u00df ohne sprechenden Hut). Im Schulalltag kriegt man davon nicht allzu viel mit, au\u00dfer dass die Sch\u00fclerInnen unterschiedlich gemusterte Krawatten oder Pins tragen. Es gibt aber auch Veranstaltungen, an denen die acht H\u00e4user gegeneinander antreten. In den dritten Schulwoche zum Beispiel fand das \u201eHouse Music Festival\u201c statt. Innerhalb der ersten Wochen des Schuljahres \u00fcbte jedes Haus einen Song ein, den es dann vor der gesamten Schule pr\u00e4sentierte. Das Haus \u201eNelson\u201c gewann dieses Jahr mit dem Song \u201eShotgun\u201c.<\/p>\n<p>Ich bin dem German Department zugeteilt. Dazu geh\u00f6ren vier LehrerInnen, eine Fremdsprachenassistentin und ich. Alle haben mich sehr herzlich empfangen, wie auch die anderen Kolleginnen und Kollegen. Die Atmosph\u00e4re ist immer sehr positiv und alle sind motiviert (zumindest scheint es so :)). Mit den LehrerInnen des German Department spreche ich manchmal Deutsch und manchmal Englisch, das wechselt immer mal wieder, manchmal auch innerhalb einer Unterhaltung :D. Meine Arbeit besteht haupts\u00e4chlich darin, im Unterricht zu hospitieren und die LehrerInnen zu unterst\u00fctzen. Das macht mir viel Spa\u00df, da die LehrerInnen mich auch mit einbinden. Eine Klasse bespricht zurzeit Feste und Traditionen in Deutschland. Der Lehrer und auch die Sch\u00fclerInnen sind sehr interessiert daran zu h\u00f6ren, was ich als Deutsche zum Oktoberfest und Karneval erz\u00e4hlen kann. Manchmal lerne ich sogar selbst noch etwas \u00fcber die deutsche Sprache, wor\u00fcber man sich als Muttersprachler sonst keine Gedanken macht. Ich hoffe, dass ich bald auch einmal selbst unterrichten kann. Mit einem Sch\u00fcler aus der Lower 5 (13 Jahre) und einer Sch\u00fclerin aus der Upper 4 (12 Jahre) mache ich Einzelunterricht, da sie ihrer jeweiligen Klasse vom Sprachniveau deutlich voraus sind. Ich bereite sie auf die IGCSE-Pr\u00fcfungen vor, die sie im Fr\u00fchjahr n\u00e4chsten Jahres absolvieren werden. Generell scheint Deutsch aber in der Schule nicht die beliebteste Sprache zu sein. Der Vorteil liegt aber darin, dass es dadurch meist sehr kleine Klassen sind, teilweise sogar mit nur zwei (!) Sch\u00fclerInnen. Die Lernatmosph\u00e4re ist dann nat\u00fcrlich viel angenehmer, f\u00fcr Sch\u00fclerInnen und LehrerInnen.<\/p>\n<p>Sicherlich gibt es noch viel mehr zu sagen. Aber ich denke, dass ich das Wichtigste untergebracht habe. Festhalten kann ich auf jeden Fall, dass es sehr interessant ist und auch viel Spa\u00df macht mal an einer Schule zu sein, die sich so sehr von dem unterscheidet, was ich bisher kannte. Norwich gef\u00e4llt mir als Stadt auch einfach total, sodass ich mich hier sehr wohlf\u00fchle. Die ersten vier Wochen meines Praktikums sind schon rum und es hat sich so langsam nach anf\u00e4nglicher Reiz\u00fcberflutung (neuer Ort, neue Leute, neue Situation) ein Alltag eingependelt. Ich bin gespannt, wie die n\u00e4chsten zweieinhalb Monate sein werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf einmal war er da, Samstag der 1. September 2018. Auf geht es nach Norwich (England) f\u00fcr mein knapp viermonatiges Praktikum an der Norwich School. Dass der Tag auf einmal da war, kam f\u00fcr mich sehr pl\u00f6tzlich. 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